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ⓘ Uvo Hölscher, Philologe. Der Sohn des Theologen Gustav Hölscher besuchte Gymnasien in Marburg und Bonn. Er studierte zunächst ab 1932 in Tübingen und München Na ..



                                     

ⓘ Uvo Hölscher (Philologe)

Der Sohn des Theologen Gustav Hölscher besuchte Gymnasien in Marburg und Bonn. Er studierte zunächst ab 1932 in Tübingen und München Naturwissenschaften und Kulturwissenschaft, dann in Frankfurt/Main Klassische Philologie, wo er sich besonders für die Vorlesungen Karl Reinhardts interessierte. Bei dessen regelmäßigen Samstag-Einladungen lernte er Max Kommerell und auch die Studentin Dorothea Hölscher-Lohmeyer kennen, die er 1940 heiratete. 1937 wurde er bei Reinhardt über das Thema Die Philosophie des Empedokles promoviert und am nächsten Tag zur Wehrmacht einberufen. Die Habilitation erfolgte 1944 während eines kurzen Urlaubs bei Bruno Snell in Hamburg, mit dem Thema Ekkyklema-Szenen im griechischen Drama. Diese Arbeit blieb unveröffentlicht, und er musste bei der Partei eine Erklärung abgeben, sich nie um eine Professur zu bewerben. Seine Kriegsgefangenschaft verbrachte er aufgrund eines gescheiterten Fluchtversuches unter erschwerten Bedingungen. Nach seiner Entlassung 1946 setzte er seine wissenschaftliche Karriere in München fort, wohin er sich umhabilitiert hatte. Dort war er zeitweise einziger Vertreter seines Faches an der Universität München, bis Friedrich Klingner und Rudolf Pfeiffer dorthin kamen. Nach einem England-Aufenthalt wurde Hölscher 1954 als Professor an die Freie Universität Berlin berufen und 1962 nach Heidelberg. Ab 1970 war er wieder Professor in München.

Hölscher blieb der einzige Schüler Reinhardts, von dem er auch seine Hauptthemen übernahm: sein Werk galt der frühen griechischen Dichtung insbesondere Homer und der Philosophie der Vorsokratiker. Sein bekanntestes Buch ist eine Legitimation der Altphilologie: Die Chance des Unbehagens – Zur Situation der klassischen Studien 1965. Auch die Formulierung Das nächste Fremde wird häufig zitiert, um das Verhältnis der Moderne zur Antike zu charakterisieren. Das bedeutendste Werk ist Die Odyssee - Epos zwischen Märchen und Roman 1988.

Hölscher war von 1969 bis 1971 ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und seit 1971 korrespondierendes Mitglied.

Von 1978 bis 1990 war Hölscher Präsident der Hölderlin-Gesellschaft. 1989 wurde ihm von der Stadt Pforzheim der Reuchlin-Preis verliehen.

Er war mit der Germanistin Dorothea Hölscher-Lohmeyer verheiratet, seine Söhne sind der Klassische Archäologe Tonio Hölscher und der Historiker Lucian Hölscher.

                                     

1. Schriften

  • Strömungen der deutschen Gräzistik in den Zwanziger Jahren. In: Hellmut Flashar Hrsg.: Altertumswissenschaft in den 20er Jahren. Steiner, Stuttgart 1995, ISBN 3-515-06569-5.
  • Die Chance des Unbehagens. 3 Essais zur Situation der klassischen Studien. Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 1965.
  • Die Odyssee. Epos zwischen Märchen und Roman. 3. Auflage. Beck, München 1990, ISBN 3-406-33390-7.
  • Das nächste Fremde. Von Texten der griechischen Frühzeit und ihrem Reflex in der Moderne. Beck, München 1994, ISBN 3-406-38505-2 gesammelte Aufsätze, enthält Bibliographie Hölschers.
                                     
  • Autor Uvo Hölscher Ägyptologe 1878 1963 deutscher Ägyptologe und Architekt Uvo Hölscher Philologe 1914 1996 deutscher Klassischer Philologe
  • deutscher Ägyptologe und Architekt Uvo Hölscher Philologe 1914 1996 deutscher Klassischer Philologe Wilhelm Hölscher Pfarrer 1845 1911 deutscher
  • Gustav Hölscher 1877 1955 und älterer Bruder des Klassischen Philologen Uvo Hölscher 1914 1997 Er besuchte die Gymnasien in GieSen, Marburg und Bonn
  • Godesberg 1948. Die Ilias und ihr Dichter. Aus dem NachlaS herausgegeben von Uvo Hölscher Vandenhoeck Ruprecht, Göttingen 1961. Erinnerungen an einen Lehrer
  • historischer Autor Hölscher Uvo 1878 1963 deutscher Bauforscher und Ägyptologe Hölscher Uvo 1914 1996 deutscher Klassischer Philologe Holscher Walter 1900 1973
  • Marburg und der Ruprecht - Karls - Universität Heidelberg besonders bei Uvo Hölscher und Viktor Pöschl Dort legte er 1967 das Staatsexamen Latein, Griechisch
  • Philologie der FU Berlin. Am 20. Juli 1961 wurde er bei Georg Rohde und Uvo Hölscher promoviert. Vom 1. Oktober 1961 bis zum 1. Oktober 1963 war er Habilitationsstipendiat
  • Peter Handke Richard Harder Christian Gottlob Heyne Friedrich Hölderlin Uvo Hölscher August Horneffer Martin Hose Friedrich Jacobs Johann Friedrich Salomon
  • Lehrstuhlinhaber für Klassische Philologie Otto Regenbogen, Viktor Pöschl, Uvo Hölscher Franz Dirlmeier, Albrecht Dihle und Michael von Albrecht gehörten zu
                                     
  • Wiesbaden 2005, S. 51. Olaf Kappelt, Braunbuch DDR, Berlin 1981, S. 322. Uvo Hölscher Strömungen der deutschen Gräzistik in den zwanziger Jahren. In: Hellmut
  • Konstantinopel zwischen Hippodrom und Marmara - Meer, unter Mitwirkung von Uvo Hölscher und Karl Wulzinger mit einem Beitrag von Eckhard Unger, hrsg. vom Archäologischen
  • Carsten Hoeg Däne, 1896 1961 Cornelius Hölk Deutscher, 1869 1944 Uvo Hölscher Deutscher, 1914 1996 Wilhelm Hoerschelmann Deutscher, 1849 1895 Julius
  • und der Anfang von Philosophie und Wissenschaft, Berlin 1980, S. 431. Uvo Hölscher Anfängliches Fragen. Studien zur frühen griechischen Philosophie, Göttingen
  • nicht ausdrücklich mit den Lotophagen der Odyssee in Verbindung brachte. Uvo Hölscher verweist auf Herodot und meint, das Land der Lotophagen sei Teil der
  • und Dirigent 1995: Elisabeth Pinajeff, russische Schauspielerin 1996: Uvo Hölscher deutscher klassischer Philologie 1997: Floyd Cramer, US - amerikanischer
  • Stegemann: Aly, Friedrich. In: Neue Deutsche Biographie, Band 1, S. 235 236. Uvo Hölscher Die Chance des Unbehagens. Zur Situation der klassischen Studien, Göttingen
  • Die Liste der Klassischen Philologen an der Ludwig - Maximilians - Universität München zählt namhafte Hochschullehrer auf, die an der Ludwig - Maximilians - Universität
  • Helmut Berve 1957 Kurt von Fritz 1966 Rainer Thurnher 1975 Uvo Hölscher 1975 William K. C. Guthrie 1978 Kenneth M. Sayre 1995 James
  • Nationalsozialismus 1913: Mouloud Feraoun, algerischer Schriftsteller 1914: Uvo Hölscher deutscher klassischer Philologie 1914: Abraham S. Luchins, US - amerikanischer
  • eine eigenhändige Verschriftlichung Joachim Latacz, Richard Janko und Uvo Hölscher Aufgekommen ist die Ablehnung der Schriftlichkeit zuerst bei Christian


                                     
  • und wird seine Realisierbarkeit teils skeptisch beurteilt. So befand Uvo Hölscher angesichts eines kränkelnden Humanismus sei der Anspruch, durch altsprachlichen
  • Rechtswissenschaftler und Völkerrechtler 1914, 8. März, Uvo Hölscher 31. Dezember 1996 in München, klassischer Philologe 1914, 14. April, Herbert Schemmel, 28.
  • deutscher Journalist und Radiomoderator 31. Dezember Uvo Hölscher deutscher Klassischer Philologe 82 31. Dezember Walter Lüden deutscher Fotograf 82 31
  • Dalton Hepworth britischer Architekt und Landschaftsmaler 21. Februar Uvo Hölscher deutscher Ägyptologe, Hochschullehrer und Architekt 84 21. Februar Émile

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