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ⓘ Irino Yoshirō. Yoshirō Vladimir Irino war ein japanischer Komponist. Er gilt als erster Komponist seines Landes, der sich konsequent der Zwölftontechnik zuwandt ..



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Irino Yoshirō
                                     

ⓘ Irino Yoshirō

Yoshirō Vladimir Irino war ein japanischer Komponist. Er gilt als erster Komponist seines Landes, der sich konsequent der Zwölftontechnik zuwandte.

                                     

1. Leben

Irino wurde 1921 als Sohn japanischer Eltern in Russland geboren. Er wurde griechisch-orthodox getauft. 1927 zog er mit seiner Familie zurück nach Japan. Dort studierte er von 1941 bis 1943 Wirtschaftswissenschaften an der Universität Tokio. Nebenbei spielte er Klarinette in einem Studentenorchester und erhielt privaten Kompositionsunterricht von Moroi Saburō. Nach den Studien arbeitete er zunächst bei der Bank of Tokyo in Yokohama und diente dann kurzzeitig in der Kaiserlich Japanischen Marine.

1946 gründete er die europäisch orientierte Komponistengruppe Neue Stimmen, der auch Minao Shibata and Kunio Toda angehörten. 1948 und 1949 gewann er beim Mainichi-Musikwettbewerb den zweiten Preis. Nach dessen Neugründung als Mainichi Music Prize gewann er diesen dreimal: 1949, 1950 and 1954. Von 1949 bis 1954 war er Musikredakteur, Arrangeur und Übersetzer beim Verlagshaus Tokyo Ongaku Shoin. Außerdem unterrichtete er an der privaten Tōhō Gakuen in Tokio. 1955 wurde er Assistant Professor und 1959 Professor. Von 1960 bis 1971 war er Vizedirektor der Einrichtung, die 1961 zum College aufstieg. Ab 1968 war er Dozent, 1973 wurde er Professor für Komposition an der Musikhochschule Tokio.

Im Jahre 1957 initiierte er mit Minao Shibata, Toshirō Mayuzumi und Makoto Moroi das Forschungsinstitut für die Musik des 20. Jahrhunderts und ein Musikfestival für zeitgenössische Musik. Mit einem Stipendium der französischen Regierung reiste er nach Europa und in die USA. Im Sommer 1968 war er Gastprofessor an der University of Hawaii. 1967 war er Mitorganisator eines Japanisch-Deutschen Festivals für Neue Musik. Außerdem wurde er Hauptverantwortlicher der Amis de la Musique de 20ème Siècle. 1972 begründete er die Organisation Japan Music Life. In Europa, den USA und Kanada trat er mit Musikerkollegen mit traditioneller und zeitgenössisch-japanischer Musik auf. 1974 wurde er Ehrenmitglied der Asian Composers’ League, zu deren Gründungsmitgliedern er 1973 gehörte. 1979 war er Mitbegründer des Neuen Symphonieorchesters Japans und 1980 der Internationalen Musikkünstler-Gesellschaft. Er war ferner Juror beim Mainichi Music Concours, Auditor der Japanese Society for Rights of Authors, Composers and Publishers, Präsident der Japan Federation of Composers 1970 und Gremiumsmitglied der Japan Society for Contemporary Music Sektion der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, 1973–1975.

Er komponierte vor allem Instrumentalmusik: Seine Orchester- und Kammermusik der 1940er Jahre wurde durch die Spätromantik beeinflusst. Danach widmete er sich der atonalen Musik. Mit seinem Streichsextett 1950 und dem Concerto da camera für sieben Instrumente 1951 begannen seinen seriellen Kompositionen. Seine Sinfonietta 1953 verband die Techniken Arnold Schönbergs und Boris Blachers. Es folgten Werke wie Concerto grosso 1957, Ricercari für Kammerorchester 1954 und Divertimento für sieben Blasinstrumente 1958. Er experimentierte mit unterschiedlichen Besetzungen wie der Suite für Jazzensemble 1960. Er interessierte sich auch für traditionelle japanische Instrumente, die er ab 1966 mit der Neuen Musik zu verbinden wusste. 1963 bekam er beispielsweise einen Kompositionsauftrag für ein entsprechendes Orchesterwerk mit 2 shakuhachi durch die Koussevitzky Music Foundation.

Er übersetzte Schriften zur Avantgardemusik u. a. von René Leibowitz, Fred K. Prieberg, Josef Rufer und Diether de la Motte.

Zu seinen Ehren wird seit 1981 der ACL Yoshiro IRINO Memorial Prize und der Irino-Preis für junge Komponisten vergeben.

                                     

2. Auszeichnungen

  • Italia-Preis 1958
  • Salzburger Fernsehoper-Preis 1962
  • Preis der Westdeutschen Botschaft Tokio 1957, 1959
  • Preis der Stadt Kyoto 1964
  • Mainichi Musik Preis 1949, 1950, 1954
  • Ongaku-Tomo-Sha-Preis 1959
  • Otaka-Preis 1958, 1959
                                     

3. Werke Auswahl

  • 1971 Globus I für Horn und Perkussionen
  • 1957 Concerto grosso
  • 1972–75 Klavierstücke für Kinder Piano Pieces for Children
  • 1965 Streichtrio
  • 1970 Music for Exposition Tonbandmusik
  • 1970 März für Klavier zu vier Händen
  • 1978 Cosmos für Shakuhachi, Zwei Sō, Violine, Klavier und Perkussione
  • 1959 Musik für Violine und Cello
  • 1951 Concerto da camera für sieben Instrumente
  • 1977 Movements für Marimba Solo
  • 1945 Sonata für Cello und Klavier
  • 1963 Musik für Cembalo, Perkussione und 19 Streichinstrumente
  • 1958 Drei Stücke für Klavier Three Pieces for Pianoforte
  • 1967–68 Drei kleine Stücke für Klavier Three Little Pieces for Piano
  • 1966 Drei Satze für zwei Koto und Jūshichi-gen Three Movements for Two Kotos and Jushichi-gen
  • 1948 Trio für Violine, Cello und Klavier
  • 1949 Adagietto und Allegro Vivace für Orchester
  • 1950 Streichsextett
  • 1973 Wandlungen für Zwei Shakuhachi und Orchester
  • 1967 Sonata für Violine und Klavier
  • 1962 Partita für Blasquintett
  • 1971 Suite für Viola Solo
  • 1953 Sinfonietta für Orchester
  • 1958 Divertimento für sieben Blasinstrumente
  • 1945 Streichquartett Nr. 1
  • 1960 Konzert für Streichorchester
  • 1943 Variation für Klavier
  • 1959 Sinphonia Sinfonie für Orchester
  • 1976 Klänge für Klavier und Perkussione
  • 1960 Drei Stücke von Tōhoku Volkslied für gemischter Chor
  • 1955 DoppelKonzert für Violine und Klavier
  • 1946 Sonatina für Flöte und Klavier
  • 1970 Sonata für vier Spieler
  • 1973 Strömung für Flöte, Harpe und Perkussione
  • 1967 Pepe on Spring Day für Klavier
  • 1961 Musik für Vibraphon und Klavier
  • 1975 Globus III für Violine, Cello, Harfe, Klavier und Shō und zwei Tänzer
  • 1967 Thema und Variationen für Orchester
  • 1969 Vier kleine Stücke für Klavier Four Small Pieces for Piano
  • 1969 Drei Satze für Violoncello Solo Three Movements for Violoncello Solo
  • 1963 Musik für 2 Klaviere
  • 1960 Suite für Jazzband
  • 1967 Sieben Erfindungen für Gitarre und sechs Spieler Seven Inventions for Guitar and Six Players
  • 1958 Quintett
  • 1968 Duo concertante für Shakuhachi und Koto
  • 1971 Globus II für Marimba, Perkussione und Kontrabass
  • 1954 Ricercari für kleines Orchester
  • 1964 Sinfonie Nr. 2


                                     
  • Der ACL Yoshiro Irino Memorial Prize jap. アジア作曲家連盟入野義朗記念賞, Asia Sakkyokuka Renmei Irino Yoshirō Kinenshō ist einer der renommiertesten Musikpreise im
  • Komponisten Irino Yoshirō 1921 1980 gestiftet. Die Irino Prize Foundation, welche nach dem Tod Yoshirōs 1980 von seiner Witwe Reiko Takahashi Irino in Zusammenarbeit
  • gegründet. Anwesend waren drei japanische Delegierte unter der Führung von Irino Yoshirō sechs aus Taiwan um Hsu Tsang - Houei und sechs aus Hongkong unter Lin
  • Akira 1955 Hayashi Hikaru 1956 Bekku Sadao 1957 Irino Yoshirō 1958 Mayuzumi Toshirō 1959 Irino Yoshirō 1960 Yashiro Akio 1961 nicht vergeben 1962 Miyoshi
  • Shin ichirō 1943 Ikenouchi Tomojirō 1906 1991 Ikeuchi Yūjirō Irino Yoshirō 1921 1980 Ishihara Tadaoki 1940 Ishii Kan 1921 2009 Ishii Maki
  • bekommen. Von 1972 bis 1975 studierte sie Komposition und Klavier unter Irino Yoshirō und wandte sich verstärkt der avantgardistischen Kunst - und Performance - Szene
  • Überlebender verschiedener nationalsozialistischer Konzentrationslager Irino Yoshirō 1921 1980 japanischer Komponist Igor Kassatonow 1939 Admiral
  • Patriarch Iring von Reinstein - Homburg 1265 Bischof von Würzburg Irino Yoshirō 1921 1980 japanischer Komponist Irinyi, János 1817 1895 ungarischer
                                     
  • Fagott 1954 Herbert Willi: Trio für Violine, Horn und Klavier 1992 Irino Yoshirō Globus I für Horn und Perkussionen 1971 Alexander von Zemlinsky:
  • Mitsuo Futabatei Shimei den 1958 Chiya Michio Hidejūrō yawa 1959 Nagayo Yoshirō Waga kokoro no henreki 1960 Fukuda Tsuneari Watashi no kokugo - kyōshitsu
  • Harold Gleason US - amerikanischer Organist und Musikpädagoge 88 28. Juni Irino Yoshirō japanischer Komponist 58 28. Juni José Iturbi spanischer Dirigent, Komponist

Wörterbuch

Übersetzung
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