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ⓘ Hans Paul Isenrath. Paul Isenrath ist ein deutscher Bildhauer und emeritierter Hochschullehrer. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf und Le Nayrac, Département Av ..



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ⓘ Hans Paul Isenrath

Paul Isenrath ist ein deutscher Bildhauer und emeritierter Hochschullehrer. Er lebt und arbeitet in Düsseldorf und Le Nayrac, Département Aveyron, Frankreich.

                                     

1. Leben

Paul Isenrath wurde 1936 in Mönchengladbach geboren. 1953 verließ er nach der Mittleren Reife das Gymnasium, um an der Kunstgewerbeschule Krefeld ein Grafikdesignstudium aufzunehmen. Nach sechs Semestern wechselte er nach Düsseldorf, wo er Otto Piene und Heinz Mack kennenlernte und die Anfänge von ZERO und Fluxus miterlebte. Mittellos wagte er sich nach Paris und bot sich Hans Arp, Alberto Giacometti und Hans Hartung als Assistent an. Schließlich fand er im Atelier des Bildhauers François Stahly einen Platz für eigene Arbeiten. In dieser Zeit entstanden erste Kleinplastiken aus Schlacke und Glas. Auch mit Gips experimentierte er.

1959 sprach er bei dem spanischen Bildhauer Berto Lardera vor, der in jenen Jahren Gastprofessor an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg war. In Ermangelung vorzeigbarer Werke, legte er ihm eilig in seinem Zimmer zusammengelötete Objekte vor, woraufhin er zum Studienbetrieb angenommen wurde und für zwei Semester an der Akademie verblieb. Die nachhaltigsten Erfahrungen innerhalb seiner künstlerischen Reifezeit machte er von 1960 bis 1962 als Assistent von Norbert Kricke in Düsseldorf. Hier, in der letzten Station seiner Ausbildung, erhielt er auch seine erste Auftragsarbeit, eine Kupfertüre für die im Bau befindliche 1964 fertiggestellte Christus-Kirche in Meerbusch-Büderich bei Düsseldorf. 1967 verbrachte er ein Stipendiumsjahr an der Cité Internationale des Arts in Paris. In dieser Zeit entstanden vor allem Zeichnungen, mittels derer er seinen Stil ausprägte.

Er war von 1971 bis 2001 Professor und von 1988 bis 1992 Rektor der Kunstakademie Münster.

Im September 2017 gehörte er zu den Unterzeichnern eines Offenen Briefes an den Ältestenrat des Deutschen Bundestages, in dem die Bitte vorgebracht wird, dass die erstmals in den Bundestag eingezogene AfD nicht den Vorsitz im Ausschuss für Kultur und Medien erhalten dürfe.

                                     

2. Werk

Das Nahe, woraus unsere Welt gemacht ist, ein Stein, die Erde des Weges, ein Wasserrinnsal oder eine Hecke, fasziniert ihn ebenso wie das Weite, nämlich der Nachthimmel und was sich darin andeutet. So sei ein Blick in den bewölkten Nachthimmel der Auslöser für das Gros seiner künstlerischen Arbeiten gewesen. Fläche und Raum seien nicht mehr unterscheidbar gewesen. Jede bewusste Naturbeobachtung, "die Präsenz des vermeintlich Unspektakulären zum Leitbild seiner Ästhetik", wie es im Allgemeinen Künstlerlexikon heißt.

Sein Hauptwerk teilt sich in Zeichnungen und Plastiken. Fotografien und Videoarbeiten ergänzen es nur. Jürgen Wißmann bezeichnete die Kunst Isenraths in einem Essay als "Flächenplastik". Isenrath sei kein Plastiker nach landläufigem Verständnis, aber auch kein Maler im eigentlichen Sinne. Er verbinde vielmehr beide Richtungen, indem seine Objekte bis auf vereinzelte Bearbeitungsspuren plan seien. Dieses Verharren in der Zweidimensionalität erfordere zwangsläufig einen höheren Abstraktionsgrad als bei räumlichen Skulpturen. Am ehesten sei sein Ansatz mit dem von Norbert Kricke vergleichbar, bei einem weiter gefassten Vergleichsbegriff könne man auch Dan Flavin anführen.

Seine Zeichnungen ähneln den Plastiken, denn sie bilden keine Gegenstände ab, sondern Oberflächenstrukturen, die demgemäß weitestgehend plan sind. Die Eindellungen oder Verbiegungen der Plastiken korrespondieren mit den Linienbahnen oder -knäueln, die beispielsweise sich kräuselndes Wasser oder eine sich auf dem Wasser spiegelnde Lichtquelle darstellen. Isenrath zeichnet meist in Serien. Das Künstlerlexikon schreibt dazu: "Das Moment der Wiederholung, Hell-Dunkel-Werte und die spontanen Niederschriften von Eindrücken sind hier vorherrschend. Der Augenblick als Realität, so Isenrath in einem Interview, sei ihm wichtig, er wolle sich so direkt wie möglich ausdrücken, vor allem unprätentiös sein."

Bildhauerisch arbeitet er mit industriell vorgefertigten Blechen aus verschiedenen Metallen wie Kupfer oder Eisen, woraus er jedoch keine Figuren oder kompakte Gebilde formt. Sie bleiben lediglich Flächen, mal mehr, mal weniger bearbeitet zum Beispiel mit Hammerschlägen oder Farbaufspritzungen, die größeren schräg angelehnt, mit Sockeln senkrecht aufgestellt oder flach auf dem Boden liegend, die kleineren mitunter auf Stein montiert. Auch hier kommt es zu serieller Fertigung. Wißmanns meinte in seinem Essay: "Isenraths Plastiken sind und wollen auch nicht Werke sein, die einen ausgeformten Gebildecharakter anstreben. Obgleich ihre Gestaltung nicht etwa ergänzungsbedürftig, sondern sehr wohl vollständig ist, bieten sie nicht ein Resultat – sonst wären sie ein durchgebildetes Volumen, als eine selbstidentische Tatsächlichkeit beschreibbar."

Mitte der 1960er Jahre verlegte er Metall-Bassins und Wasserrinnen in Grünflächen, beispielsweise mit Wasser, ein Element als Maß betitelt. Mit einer solchen Anfertigung nahm er an der documenta 6 teil. Ein anderes Projekt, in dem sein immer wiederkehrendes zentrales Element Wasser die entscheidende Rolle spielte, wurde 1992 durchgeführt: Er stellte je ein wassergefülltes Glas in Madrid und im antipodischen neuseeländischen Ort auf, sodass sie sich quasi kopfüber gegenüber standen. Videokameras übertrugen beide Schauplätze und dokumentierten Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Erdrotation und Schwerkraft. Als über unseren Planeten hinaus in das Universum schauend, kann die Serie etwas aus den Jahren 1980 bis 1983 verstanden werden. Wenige verbogene Metallstäbe, "Häkchen", wie Wißmann es ausdrückte, liegen weit auseinander auf dem Boden und wirken in der Weite des Raumes wie Sternenkonstellationen.

In den Katalogen begleiten "Selbstaussagen", die wie "Sinnsprüche" formuliert sind, die Objekte. So lautet einer von 1977: "Wenn ich über ein Ding spreche, spreche ich über ein Ding in einer unbestimmten Zeit." Ein anderer aus den 1980er Jahren: "Das Feste und Undurchdringliche unter und neben mir / das Freie, Ausbreitung ermöglichende über und neben mir."

                                     

3. Einzelausstellungen Auswahl

  • 1994: Museum Goch, Zwischen Blech und Wasser
  • 2000: Korea Moran Open Air Museum, Beyond the Circle
  • 2002: Salamanca Casa de las Conchas
  • 1990: Galerie im Kornhaus, Ulm
  • 1964: Kunstverein Freiburg
  • 1992: Input – Output. Direkte Plastik, Fuhrwerkswaage Köln
  • 1993: Münster, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Antipodische Wasserspiegel
  • 2001: Madrid Instituto Allemán
  • 1974: Wasser ein Element als Maß, Rheinpark Emmerich
  • 1994: Kunsthalle Kiel, Kunst im Weltmaßstab
  • 2003: New York Jamaica Center, Global Priority
  • 1997: Lippstadt Kunstverein, Ahlen Kunstverein, Lünen Städtische Galerie, Köln Raum für Kunst
  • 1999: Köln HAUSDERKUNST
  • 1972: Städtische Sammlungen Rheinhausen
  • 1964: Galerie Thomas München
  • 1985: Städtische Galerie Lüdenscheid
                                     

4. Gruppenausstellungen Auswahl

  • 1966: Junge Generation. Maler und Bildhauer in Deutschland, Akademie der Künste, Berlin
  • 1968: Junge Deutsche Plastik, Lehmbruck-Museum Duisburg
  • 1992: Intern, Skulpturenprojekt, Gotha
  • 1995: Skapelser, Götene, Lidköping, Mariestad, Skara, Schweden
  • 2000: Beyond the circle, Moran Museum of Art, Ma-Suk, Korea
  • 1990: Individuelle Positionen. Eine Auswahl von Kunstförderungspreisträgern des Landes Nordrhein-Westfalen, Josef-Haubrich-Kunsthalle, Köln
  • 1992: Kunst im Weltmaßstab, Kunsthalle Kiel
  • 1977: documenta 6, Kassel
  • 1986: Nur Rost?, Skulpturenmuseum Marl
  • 1996: Verborgene Schätze, LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte, Münster
                                     

5. Literatur / Ausstellungskataloge

  • 3 Arbeiten mit Wasser. Paul Isenrath. 1978?.
  • Paul Isenrath. Wasser. Zeichnungen. Märkisches Museum der Stadt Witten, 1975.
  • Uwe Obier: Ulrich Erben: Malerei. Paul Isenrath: Skulptur, Zeichnung. Städtische Galerie Lüdenscheid, 1985.
  • Hesse: Junge Künstler, 1987, S. 141.
  • Gerald Just Hrsg.: Paul Isenrath. Kräfte – geformte Orte 1979. Etwas 1980–83. Ausgewählte Skulpturen und Texte. Hannover, 1983?.
  • Ausstellung Paul Isenrath – Zwischen Blech und Wasser. Museum Goch, 1995.
  • Andrea Fink Hrsg.: Paul Isenrath: Kunstverein Lippstadt – Das passive Element. KunstVerein Ahlen – Eine Art despotischer Wille. Städtische Galerie Lünen – Feststellung. 1997.
  • Skulpturenprojekt Gotha 1992–2002. Die realisierten Projekte. Ein Zwischenbericht. Schlossmuseum Schloss Friedenstein Gotha, Oktober 2002. ISBN 3-936825-11-4.
  • Gerald Just Hrsg.: Paul Isenrath. Wasser. 94 Zeichnungen. Düsseldorf, 1977.
  • documenta 6, Kassel 1977. Band 1, S. 196.
  • Zeichner – Teil: 3. Vom Strich zum Raum: Paul Isenrath Wasser 94 Zeichnungen … = Das Emschertal-Museum ; Band 35. Städtische Galerie im Schlosspark Strünkede, Herne, 1992. Verantwortlich für den Inhalt: Alexander von Knorre. Autoren: Michael Henning … ISBN 3-922987-30-3.
  • Paul Isenrath …: Katalog zum Projekt und zur Ausstellung Skulpturenprojekt Gotha 1992–2002; 29. Juni – 27. Oktober 2002, Schlossmuseum Schloss Friedenstein.
  • Paul Isenrath. Skulpturen, Texte 1977. Städtische Galerie im Lenbachhaus, München, 1978.
  • Paul Isenrath. 9 Zeichnungen, 4 Skulpturen auf einer Stahlplatte. Kunstverein Gelsenkirchen, 1976.


                                     
  • Isenrath ist der Familienname folgender Personen: Hans Paul Isenrath 1936 deutscher Bildhauer Jacob Isenrath 1879 1951 deutscher Polizeipräsident
  • der Kunstakademie Münster bei Timm Ulrichs, als Meisterschüler bei Hans Paul Isenrath und parallel Design an den Fachhochschulen Münster und Dortmund. Zusätzlich
  • Münster und anschlieSend bis 1992 an der Kunstakademie Münster bei Hans Paul Isenrath der sie 1991 zur Meisterschülerin ernannte. Kirsten Kaiser war von
  • Öffentlichkeit, seit 2009 Katharina Fritsch, Bildhauerei, 2001 2010 Hans Paul Isenrath Bildhauerei, 1972 2001 Maik und Dirk Löbbert, Bildhauerei, seit 2001
  • Timm Ulrichs 1990 Anna und Bernhard Blume 1992 Rosemarie Trockel 1994 Paul Isenrath 1996 Martin Kippenberger 1998 Holger Bunk 2000 Barbara Klemm 2002 Katharina
  • Günther, Ingold Airlines, Irwin, Paul Isenrath Kazuo Katase, Raffael Rheinsberg, Kunsthalle Kiel, herausgegeben von Hans - Werner Schmidt, 1993, ISBN 3923701616
  • StrauS - Quartett Musik Nikolaus Rosiny Architekt Günter Drebusch Graphiker Hans Paul Isenrath Bildhauer Stephan Orlac Schauspieler Marina von Othegraven Solotänzerin
  • Von 1972 bis 1973 studierte er an der Kunstakademie Düsseldorf bei Hans Paul Isenrath 1976 und 1977 legte er die erste und zweite philologische Staatsprüfung
  • Herne. Herner Kulturtage. Edmund Schuitz 1992: Vom Strich zum Raum. Paul Isenrath 1995: Sechs Cracks. HD Schrader, Installation der Kunstachse: 6 Skulpturen
  • und Bewegung. Texte von Erich Franz, Dieter Honisch, Jürgen Morschel, Paul Isenrath Rolf Wedewer, Gottfried Boehm, Jürgen WiSmann, Raimund Stecker. Stiftung
  • Mit Beiträgen von Ernst Hermanns, Klaus BuSmann, Friedrich Meschede, Paul Isenrath Katja Blomberg, Michael Krajewski und Michael Vignold, Düsseldorf 1994


                                     
  • Düsseldorf, Abteilung Münster bei Ernst Hermanns, Reiner Ruthenbeck, Paul Isenrath und Jürgen WiSmann und Studium der Philosophie, Westfälische Wilhelms - Universität
  • Hilliard Hans Hollein Alfonso Hüppi Karl Horst Hödicke Dietrich Helms I Shōhei Imamura Will Insley Jean Ipoustéguy Patrick Ireland Hans Paul Isenrath J Ken
  • lutherischer Theologe und Reformator Isenrath Hans Paul 1936 deutscher Bildhauer und Hochschullehrer Isenrath Jacob 1879 1951 deutscher Polizeipräsident
  • Düsseldorf Reichstags - und Landtagsabgeordneter, Bürgermeister von Neuss Jacob Isenrath 18. März 1879 13. Januar 1951 in NeuS Politiker Zentrum Friedrich
  • 10. Juli 1933 2 Anton Gilsing Zentrum Mai 1921 bis Januar 1930 Jacob Isenrath Paul Schönkaes Zentrum Zentrum Mai 1921 bis Februar 1926 Februar 1926 bis
  • Fabrice 7 Ikemura Leiko 4 Immendorf Jörg 4 Irazu Pello 5 6 Iseli Rolf 4 Isenrath Paul 3 Issa Iman 12 Iwai Shigeaki 6 Jackson Richard 10 Jacob Harro 2 Jacobi
  • Dorothea Bate britische Paläontologin und Zoologin 72 13. Januar Jacob Isenrath deutscher Polizeipräsident und Politiker Zentrum 71 13. Januar Francesco
  • 10. Juli 1933 2 Anton Gilsing Zentrum Mai 1921 bis Januar 1930 Jacob Isenrath Paul Schönkaes Zentrum Zentrum Mai 1921 bis Februar 1926 Februar 1926 bis

Wörterbuch

Übersetzung
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