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ⓘ Claude Hettier de Boislambert. Claude André Charles Antoine Marie Hettier de Boislambert ; † 22. Februar 1986 in Paris war ein französischer Widerstandskämpfer ..



                                     

ⓘ Claude Hettier de Boislambert

Claude André Charles Antoine Marie Hettier de Boislambert ; † 22. Februar 1986 in Paris) war ein französischer Widerstandskämpfer und Weggefährte von Charles de Gaulle. Außerdem war er von 1946 bis 1951 Landesgouverneur und Landeskommissar von Rheinland-Pfalz.

                                     

1. Jugend und Vorkriegszeit

De Boislambert wurde am 26. Juli 1906 in Hérouvillette geboren, einem Dorf unweit von Ranville im Département Calvados. Seine Familie stammte ursprünglich aus Caen. Er studierte zunächst Politikwissenschaft an der École libre des sciences politiques in Paris, bevor er Journalist wurde. Von 1926 und 1939 unternahm er verschiedene Reisen nach Zentralafrika, Skandinavien, Mitteleuropa und dem Nahen Osten, auf denen er sich vor allem als Jäger betätigte. In Sainte-Marie-du-Mont führte er ein Landgut, bis er 1939 im Zuge der Mobilmachung seinen Dienst als Leutnant der Kavallerie antrat.

                                     

2. Widerstand und Zweiter Weltkrieg

Nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs ging er 1940 im Auftrag der britischen Armee nach London, wo ihn General Charles de Gaulle zum Verbindungsoffizier in Nordafrika bestimmte. Hettier de Boislambert nahm im August 1940 zusammen mit Generalmajor Leclerc und René Pleven an einer Mission teil, bei der die Kräfte der Résistance in den französischen Kolonien Kamerun und Französisch-Äquatorialafrika gebündelt werden sollten. Als die Kolonien sich dem Freien Frankreich angeschlossen hatten, übernahm er das Kommando in Pointe-Noire. Nach dem Scheitern der Operation Menace, vor der Hettier de Boislambert Kontakte zu potentiellen Unterstützern versucht hatte herzustellen, wurde er am 30. September 1940 in Dakar verhaftet und dort einige Wochen von Vertretern der Vichy-Behörden verhört. Anschließend wurde er nach Frankreich überstellt, verbrachte dort neun Monate in den Gefängnissen von Marseille, Clermont-Ferrand und Granat, wo er schließlich vor ein Militärgericht gestellt wurde, das ihn am 13. Juni 1941 zum Tode verurteilte. Die Regierung Pétain wandelte das Urteil in lebenslange Zwangsarbeit um. Hettier de Boislambert verbüßte seine Strafe zunächst in Saint-Etienne, dann in Gannat. Er konnte im Dezember 1942 aus dem Arbeitslager flüchten und trat nach zwei Monaten im französischen Untergrund wieder in den Dienst von de Gaulle.

Im Januar 1943 begleitete de Boislambert de Gaulle auf die Casablanca-Konferenz. Anschließend leitete er verschiedene Missionen in Afrika. Dann nahm er an der Mission militaire française de liaison administrative MMLA teil, die beim Einmarsch der alliierten Truppen unter anderem für die Wiederherstellung der inneren Sicherheit, des Gesundheitswesens und Kommunikation mit der Zivilbevölkerung dienen sollte. In dieser Funktion war er unter anderem in den befreiten Städten Caen, Saint-Lô und Rennes tätig, wo er schließlich am 2. August 1944 verwundet wurde. Ende 1944 nahm er an der Assemblée consultative provisoire in Paris teil, einer im Vorjahr von de Gaulle in Algier begründeten provisorischen Ratsversammlung, und leitete dort die Gruppe des äußeren Widerstands.

                                     

3. Gouverneur und Landeskommissar in Rheinland-Pfalz

Da Hettier de Boislambert Kenntnisse der deutschen Sprache und des Landes besaß, setzte ihn de Gaulle am 1. Dezember 1945 als Gouverneur für die ehemaligen preußischen Regierungsbezirke Trier und Koblenz ein, aus denen zum 3. Januar 1946 das Oberpräsidium Rheinland-Hessen-Nassau gebildet wurde. Seine Residenz nahm Hettier de Boislambert in Schloss Bassenheim; als "Jagdreservoir" nutzte der passionierte Großwildjäger das Forstamt Adenau, als dessen Leiter er Mariano Freiherr von Droste zu Hülshoff berief anschließend sorgte er für Verpachtung des Jagdreviers an seinen Freund François Sommer. Einige Tage nach der Verkündung der Verordnung Nr. 57 am 30. August 1946, durch die das Land Rheinland-Pfalz geschaffen wurde, folgte seine Ernennung zu dessen Landesgouverneur. Damit wurde er zum obersten Repräsentanten der französischen Besatzungsmacht im Land. In dieser Funktion regelte er unter anderem die Entnazifizierung und förderte die Kandidatur Triers als Universitätsstandort. Er genehmigte 1946 die Gründung der Christlich-Demokratischen Partei CDP, die sich im Jahr darauf mit der CDU zu einem gemeinsamen Dachverband vereinigte, die Gründung der Liberalen Partei später FDP, sowie die Neugründung von SPD und KPD. Er selbst erklärte allerdings, kein Demokrat zu sein. Hettier de Boislambert hatte den Ruf eines autoritären Königs von Rheinland-Pfalz, setzte sich jedoch für die Belange des Landes ein und kritisierte Missstände der französischen Besatzung. Nach dem Inkrafttreten des Besatzungsstatuts 1949 änderte sich seine Position in die eines Landeskommissars, er repräsentierte weiterhin Frankreich in Rheinland-Pfalz. Im April 1951 verabschiedete ihn André François-Poncet aus seinem Amt.



                                     

4. Abgeordneter, Diplomat und Stadtrat in Frankreich

Vom 17. Juni 1951 bis 1. Dezember 1955 war Hettier de Boislambert Abgeordneter der Französischen Nationalversammlung, wo er die 1947 von de Gaulle gegründete Partei Rassemblement du peuple français RPF vertrat. Dort war er Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten und der Kommission für Territorien in Übersee. 1954 erfüllte er eine Mission der UNO. Ab 1960 war er im diplomatischen Dienst tätig, zunächst in der Mali-Föderation und nach deren Zusammenbruch als Botschafter Frankreichs im Senegal, was er bis 1962 blieb. Danach amtierte er als Mitglied des Stadtrates von Sainte-Marie-du-Mont.

                                     

5. Ehrenämter

Von 1962 bis 1978 war Hettier de Boislambert Kanzler des Ordre de la Libération. Gemeinsam mit seiner Frau Odette de Boislambert begründete er 1970 das Musée de lOrdre de la Libération.

Hettier de Boislambert wurde in Sallenelles im Département Calvados begraben.

                                     

6. Auszeichnungen

Hettier de Boislambert wurde unter anderem mit folgenden Auszeichnungen geehrt:

  • Médaille de la Résistance mit Rosette
  • Croix de guerre 1939–1945
  • Kommandeur des Ordre des Palmes Académiques
  • Großkreuz der Ehrenlegion
  • Compagnon de la Libération 13. März 1943
  • Bronze Star Medal USA
                                     

7. Publikationen Auswahl

  • C. Hettier de Boislambert. Photographies de J. Behnke. LIle aux Cerfs. Nouvelles Éditions de la Toison dor, Paris 1951.
  • A Travers bois. Delagrave, Paris 1968.
  • Les fers de lespoir. Plon, Paris 1978, ISBN 2-259-00337-0.
                                     
  • aus dem 18. Jahrhundert Kirche La Nativité - de - Notre - Dame Kirche Sainte - Honorine Claude Hettier de Boislambert 1906 1986 Widerstandskämpfer, Politiker
  • Rheinland - Pfalz. Weiterhin betraute man Biesten nach einer Initiative von Claude Hettier de Boislambert vom Juni 1946 mit dem Aufbau und der Organisation der Rheinischen
  • folgten: Joseph Ingold 1958 bis 1962 Claude Hettier de Boislambert 1962 bis 1978 Jean Simon 1978 bis 2002 Alain de Boissieu 2002 bis 2006 Pierre Messmer
  • Frentz vermutlich persönlich vom französischen Militärgouverneur Claude Hettier de Boislambert wegen angeblicher Unfähigkeit im Dienst suspendiert. Im Herbst
  • Claude Hettier de Boislambert der Kanzler des Ordre de la Libération, an. Er war ein langjähriger Präsident de Gaulles und dessen Ehefrau Yvonne de Gaulle
  • Koblenz und späteren Landeskommissars von Rheinland - Pfalz, Claude Hettier de Boislambert Am 8. Oktober 1948 kam es dort zu einem Treffen des französischen
  • von den französischen Besatzungsbehörden auf Initiative von Claude Hettier de Boislambert zum provisorischen Ministerpräsidenten des neu gebildeten Landes
  • zum Nachfolger von Claude Hettier de Boislambert als Botschafter in Senegal ernannt. Sein Nachfolger wurde im Juni 1964 Jean Vyau de Lagarde. Im April
  • ausgestellt. Hinzu kommt die 500 Jagdtrophäen umfassende Sammlung Claude Hettier de Boislamberts im Salle Daghilhon - Pujol und eine einzigartige Kollektion von
  • Widerstandsbewegung wurde ihm die Médaille de la Résistance verliehen. Nach seiner Teilnahme mit Claude Hettier de Boislambert an der Befreiung von Rennes wird


                                     
  • Unternehmer und Erfinder, gründete 1951 in Adenau die Max Funke KG Claude Hettier de Boislambert 1906 1986 Militärgouverneur von Rheinland, dann Rheinland - Pfalz
  • 1910 1945 Robert Hervé 1910 1999 Yves Hervé 1909 1944 Claude Hettier de Boislambert 1906 1986 Alfred Heurtaux 1893 1985 Jean - Marie Heyrend 1919 2005
  • Kombinierer und Trainer Hettich, Werner 1946 deutscher Ringer Hettier de Boislambert Claude 1906 1986 französischer Widerstandskämpfer, Militärgouverneur
  • die Zivilverwaltung wurden Gouverneure eingesetzt, wie z. B. Claude Hettier de Boislambert für die ehemaligen preuSischen Regierungsbezirke Trier und Koblenz
  • von den französischen Besatzungsbehörden auf Initiative von Claude Hettier de Boislambert zum provisorischen Ministerpräsidenten des neu gebildeten Landes
  • Game and Wildlife Conservation, französisch: Conseil International de la Chasse et de la Conservation du Gibier ist ein politisch unabhängiges, gemeinnütziges
  • einrichtete. Auch der französische Landeskommissar, General Claude Hettier de Boislambert richtete seinen Amtssitz in Koblenz ein. Die Versammlungen
  • Rheinland - Pfalz am 30. August 1946 gegründet. Wenige Tage später wurde Claude Hettier de Boislambert wegen seiner guten Deutschkenntnisse erster Landesgouverneur
  • Februar Ahmet Refik Yılmaz türkischer General 22. Februar Claude Hettier de Boislambert französischer Widerstandskämpfer, Militärgouverneur im Rheinland

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