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ⓘ Paul Irniger war ein Schweizer Delinquent. Er war der letzte im Kanton Zug und der zweitletzte in der Schweiz nach einem zivilen Strafprozess zum Tode verurteil ..



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Paul Irniger
                                     

ⓘ Paul Irniger

Paul Irniger war ein Schweizer Delinquent. Er war der letzte im Kanton Zug und der zweitletzte in der Schweiz nach einem zivilen Strafprozess zum Tode verurteilte und hingerichtete Mensch.

                                     

1. Leben

Irnigers Mutter war wegen Betrugs und anderer Delikte mehrfach vorbestraft. Nach dem frühen Tod seines Vaters wuchs der Sechsjährige im Kinderheim Walterswil auf. Als Jugendlicher versuchte er mehrmals erfolglos, ein Kloster einzutreten. Nach einer Anstellung als Hilfsarbeiter in Baden begann er eine Lehre zum Technischen Zeichner, die er jedoch nach einigen Monaten abbrach. Er ging nach Interlaken, wo er im Hotel Beau-Rivage Anstellung fand, dort jedoch einen kleineren Brand legte. Im Anschluss darauf wurde er in die Zwangserziehungsanstalt in Aarburg eingewiesen, wo er den Beruf des Schreiners erlernte. Nach seiner Entlassung absolvierte er die Rekrutenschule in Luzern.

Am 5. Dezember 1933 fuhr Irniger mit der Bahn nach Zug und nahm dort ein Taxi in Richtung Baar. In der Nähe von Baar erschoss er den Taxifahrer und floh mit einer Beute von 60 Franken. Kurz darauf wurde er wegen Betrugs verhaftet und in die Strafanstalt Sedel in Luzern eingewiesen. Irniger gelang die Flucht; er ging nach Einsiedeln, wo er als Trappistenpater verkleidet in verschiedenen Kirchen Messen las und Beichten abnahm. Nach Aufdeckung der Hochstapelei wurde Irniger einige Monate inhaftiert; ein Zusammenhang zum Mord in Baar wurde dabei nicht erkannt.

Nach seiner Haftentlassung ging Irniger ins Tessin, wo er eine Frau kennenlernte und sich als Staubsaugerverkäufer versuchte. Daneben verübte er verschiedene Einbrüche. Am 9. August 1937 wurde er in Rapperswil verhaftet und auf den Polizeiposten gebracht. Dort erschoss er einen Polizisten und floh in Richtung Zürichsee, wobei verschiedene Anwesende ihn verfolgten. Auf der Flucht erschoss Irniger auch noch einen seiner Verfolger, wurde dann aber von der aufgebrachten Bevölkerung gestellt.

Man brachte Irniger nach St. Gallen, wo er neben den beiden in Rapperswil begangenen Tötungsdelikten auch den Mord bei Baar gestand. Er wurde vor Gericht gestellt und im April 1938 für die Morde in Rapperswil zum Tod verurteilt, jedoch vom Grossen Rat des Kantons St. Gallen zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe begnadigt.

Da das Strafrecht in der Schweiz vor 1942 Sache der Kantone war, konnte Irniger in St. Gallen nur wegen der in diesem Kanton begangenen Verbrechen verurteilt werden. Im Prozess zum Mord von Baar wurde Irniger im Kanton Zug ebenfalls zum Tode verurteilt. Er zog die Appellation ans Obergericht selbst zurück und verzichtete auf ein Gnadengesuch, so dass das Urteil in erster Instanz rechtskräftig wurde. Irniger wurde daraufhin am 25. August 1939 in der Strafanstalt Zug mit der aus Luzern geliehenen Guillotine hingerichtet.

                                     

2. Nachleben

Am 9. Juni 1983 verbot das Bundesgericht auf Antrag von Irnigers Sohn die Ausstrahlung einer Radiodokumentation zum Fall Irniger mit Hinweis auf den Persönlichkeitsschutz seiner unmittelbaren Verwandten, der durch die Verbreitung des Falls im Radio ungleich stärker beeinträchtigt würde als durch andere Formen der Veröffentlichung.

Der Kanton Zug erhielt Bewerbungsschreiben von 186 Freiwilligen, die sich als Scharfrichter meldeten. Der Psychiater Boris Pritzker führte mit 115 von ihnen ausführliche Interviews. Der aus diesen Freiwilligen ausgewählte, als Arthur X. bezeichnete anonyme Scharfrichter erkrankte später an paranoider Schizophrenie und starb 1960 in der psychiatrischen Klinik Burghölzli. Pritzkers Gespräche mit den Scharfrichterkandidaten wurden 1993 erstmals veröffentlicht. Auf der Basis der Bewerbungsschreiben und Pritzkers Interviews wurde 1998 in Zug das Theaterstück "Der letzte Henker" aufgeführt.

                                     
  • Irniger ist der Familienname folgender Personen: Christoph Irniger 1979 Schweizer Jazzmusiker Paul Irniger 1913 1939 Schweizer Delinquent
  • Christoph Irniger 30. Oktober 1979 in Zürich ist ein Schweizer Jazz - Tenorsaxophonist, Bandleader und Komponist. Christoph Irniger studierte von 2000
  • Nationalrat. Lang war viermal verheiratet, zuletzt ab 1957 mit Hedi Lang. Paul Irniger sein Leben und sein Verbrechen. Verlag E. A. Lang, Zürich 1939 Markus
  • worden. Danach wurden nur noch neun Todesstrafen unter anderem die von Paul Irniger vollstreckt, mangels Alternativen immer mit der Luzerner Guillotine
  • Anselm 9 Uhr. In Altdorf: Bernet Clemens den 22. Oktober 1924. In Zug: Paul Irniger geb. 4.11.1913, den 25.8.1939, ¼ 5 Uhr. In Sarnen: Vollenweider Hans
  • Russland, USA und in Europa. Auch mit der Band Pilgrim von Christoph Irniger sowie der Band Weird Beard des Saxophonisten Florian Egli veröffentlichte
  • ad interim 1988 1999: Lothar Gerig, Unter - Erlinsbach 1999 2011: Kurt Irniger Emmenbrücke 2011 Jörg Trottmann, Luzern Er veranstaltete zwischen 1903
  • km Staffel: 4. Platz Konrad Hallenbarter 15 km klassisch: DNF Marianne Irniger 5 km klassisch: 35. Platz 10 km klassisch: 43. Platz 20 km klassisch: 30
  • Enrico Intra p, comp, cond, arr Walter Iooss kb Jon Irabagon sax Christoph Irniger ts, comp Sherman Irby as, ss, cl, fl Christoph Irmer vl Charlie Irvis trb
  • Records Sony 2006 R.I.S.S., Color Style, Unit Records 2010 mit Christoph Irniger Luca Sisera, Michael Stulz Tobias Preisig Quartett Flowing Mood ObliqSound
  • Begründer der Glossatorenschule in Bologna Irniger Christoph 1979 Schweizer Musiker Irniger Paul 1913 1939 Schweizer Delinquent Iro, Jörg 1926 2017


                                     
  • Scholian Izeti: Chronos Verlag, Zürich 2002 ISBN 3 - 0340 - 0575 - X Margrit Irniger Rezension in Schweizerische Zeitschrift für Forstwesen 2003 Sept. Entdeckungsreisen
  • Abstimmung verurteilt und hingerichtet worden war bereits 1939 Paul Irniger im Kanton Zug Irniger hatte allerdings auf Appellation und Gnadengesuch verzichtet
  • Huwyler 1954 Schlagzeuger Samuel Huwyler 1988 Bassist Christoph Irniger 1979 Saxophonist Yvan Ischer 1961 Saxophonist, Jazzjournalist
  • jungen Springer, während die Routiniers Vettori und Felder laut Trainer Paul Ganzenhuber gänzlich ausgelassen hätten. Springen: 28. Februar 1988 Normalschanze
  • 1946 ehemaliger Generaldirektor von BirdLife International Christoph Irniger 30. Oktober 1979 Jazzmusiker Saidy Janko 22. Oktober 1995 Fussballspieler
  • 25. August Karl Friedrich Gsur österreichischer Maler 68 25. August Paul Irniger Schweizer Delinquent 25 25. August Dines Jensen norwegischer Gewerkschaftsfunktionär

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Übersetzung
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