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ⓘ Heinrich Oraeus. Heinrich Maul wurde als Sohn eines Schulmeisters geboren. Dem Studium in Straßburg und Frankfurt Oder schloss sich 160203 ein Aufenthalt in Ita ..


Heinrich Oraeus
                                     

ⓘ Heinrich Oraeus

Heinrich Maul wurde als Sohn eines Schulmeisters geboren. Dem Studium in Straßburg und Frankfurt Oder schloss sich 1602/03 ein Aufenthalt in Italien an. Ab 1603 arbeitete er ebenfalls als Schulmeister, erst in Assenheim, dann in Laubach. 1607 trat er vom lutherischen zum reformierten Bekenntnis über, womit er eine Schulmeisterstelle in Dorheim, in der reformierten Grafschaft Hanau-Münzenberg, antreten konnte. Ab 1610 hatte er in der Grafschaft Hanau-Münzenberg nacheinander eine Reihe von Pfarrstellen inne:

  • 1616–1617: Bruchköbel
  • 1612–1616: Kesselstadt
  • 1610–1612: Roßdorf
  • 1617–1639: Nauheim
  • 1639–1646: Konsistorialrat, also leitender Kirchenbeamter, der Landeskirche der Grafschaft Hanau-Münzenberg und Pfarrer an der Marienkirche in Hanau. Heinrich Oraeus war dreimal verheiratet. Aus seiner ersten Ehe gingen acht Töchter hervor. Die beiden folgenden Ehen blieben kinderlos. Er starb bei einer Epidemie, die infolge der desolaten Lage in der Endphase des Dreißigjährigen Kriegs in Hanau ausgebrochen war.
                                     

1. Werke

Als der Dreißigjährige Krieg 1635 die Grafschaft Hanau-Münzenberg und die Wetterau mit voller Wucht traf, flüchtete er zunächst nach Frankfurt am Main. Hier verfasste er im Auftrag von Matthäus Merian den 3. Band des Theatrum Europaeum unter dem Pseudonym Johannes de Hyperius. Oraeus veröffentlichte neben Leichenpredigten lateinischsprachige religiöse Dichtungen, aber auch polemische Schriften gegen das Papsttum sowie ein historisch wertvolles Namensverzeichnis von Theologen:

  • Nomenclator Praecipuorum Iam Inde A Nato Christo Ecclesiae Doctorum, Scriptorum, Professorum, Metropolitarum, Archiepiscoporum, Episcoporum, Cardinalium, Antistitum, Praesulum. Haeresiarcharum & Haereticorum, &c. - Hanoviae: Aubrii, 1619

Ein Werkverzeichnis ist abgedruckt bei Strieder siehe: Literatur.

                                     
  • nachträglich verübelt worden. Für den dritten und vierten Band gewann Merian Heinrich Oraeus und für den fünften Band den Arzt Johann Peter Lotichius 1598 1669
  • jedoch ein zweites Mal ebenso erfolglos die Bergstadt Freiberg. Heinrich Oraeus Theatrum Europaeum. Bd. 4, 1692: S. 91 - 96. E.O. Schmidt: Deutschlands
  • wider ihre Armut, in der sie nach acht Jahren als Witwe leben muss. Heinrich Oraeus Theatrum Europaeum 1639, S. 800 801 Johann Friedrich Gauhe: Historisches
  • von Oppeln - Bronikowski 1873 1936 Ferdinand Oppenberg 1908 1989 Heinrich Oraeus 1584 1646 Joseph Orel 1868 1907 Aras Ören 1939 Hanns - Josef Ortheil
  • und - trainer Orachowaz, Dimitar 1892 1963 bulgarischer Physiologe Oraeus Heinrich 1584 1646 deutscher reformierter Theologe und Schriftsteller Orage
  • Christianae. Zum emblematischen Hintergrund des Gnomon - Begriffs bei Heinrich Oraeus 1584 1646 und bei Johann Albrecht Bengel 1687 1752 In: Blätter
  • Christianae Zum emblematischen Hintergrund des Gnomon - Begriffs bei Heinrich Oraeus 1584 1646 und bei Johann Albrecht Bengel 1687 1752 In: Blätter
                                     
  • beschrieben durch M. Joannem Philippum Abelinum, ...  fortgesetzt von H. Oraeus Jo. Pet. Lotichius .  mit schönen in Kupffer gebrachten Lund - Tafeln
  • Adeliger und Staatsbeamter 19. Juli Heinrich Oraeus deutscher reformierter Theologe und Schriftsteller 62 24. Juli Wolf Heinrich von Baudissin kursächsischer
  • Ostenius, Basel 1592 Digitalisat der Universitätsbibliothek Basel Vgl. Heinrich Oraeus Matthäus Merian: Theatrum Europaeum, Bd. III. Wolfgang Hoffmann, Frankfurt

Wörterbuch

Übersetzung