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ⓘ Alfons Hetmanek begann nach Absolvierung der Pflichtschule 1904 eine Lehre zum Maurer und besuchte daneben die Staatsgewerbeschule, die er 1909 mit der Reifeprü ..



                                     

ⓘ Alfons Hetmanek

Alfons Hetmanek begann nach Absolvierung der Pflichtschule 1904 eine Lehre zum Maurer und besuchte daneben die Staatsgewerbeschule, die er 1909 mit der Reifeprüfung abschloss. Er wurde 1908 Mitglied der Wiener Burschenschaft Aldania. Danach war er bei Architekt Oskar Reinhart als Bauzeichner und von 1910 bis 1911 im Büro der Architekten Hubert und Franz Gessner beschäftigt. Von 1912 bis 1915 absolvierte er seine Ausbildung an der Akademie der Bildende Künste in der Meisterklasse Otto Wagners, die er mit dem Spezialschulpreis der Akademie der bildende Künste beendete.

                                     

1. Beruflicher Werdegang

Im Jahr 1916 meldete sich Hetmanek zum freiwilligen Militärdienst an der russischen Front, wo er in Kriegsgefangenschaft geriet, sich aus dieser befreien konnte und schließlich 1918 als Fähnrich ausgemustert wurde.

Gemeinsam mit seinem Studienkollegen Franz Kaym gestaltete er 1919 die Publikation "Wohnstätten für Menschen, heute und morgen", die als theoretische Grundlage zur Wiener Siedlerbewegung angesehen werden kann. Hetmanek trat 1920 der Zentralvereinigung der Architekten bei und gründete im selben Jahr mit Kaym eine Bürogemeinschaft.

Kaym und Hetmanek erhielten in den darauffolgenden Jahren mehrere Aufträge der Stadt Wien, wie die Errichtung der Siedlung "Am Flötzersteig" und der Siedlung Weißenböckstraße. Gleichzeitig entwarfen sie Schul- und Freizeitanlagen sowie Erweiterungen bestehender Industrieanlagen in Niederösterreich und dem Burgenland. 1923 erhielten sie im Rahmen der Wiener Kleingarten-, Siedlungs- und Wohnbauausstellung den Ehrenpreis der Stadt Wien.

1927 absolvierte Hetmanek die Ziviltechnikerprüfung und erhielt die Befugnis eines Ziviltechnikers. Seit dem Jahr 1929 war er Mitglied diverser Komitees des Künstlerhauses. 1935 kam es zur Auflösung der Bürogemeinschaft mit Kaym.

Während des Nationalsozialismus war Hetmanek vom Militärdienst freigestellt und hauptsächlich in der landwirtschaftlichen Kriegsplanung tätig. Während dieser Zeit nahm er auch an einigen Wettbewerben wie der Planung der neuen Messebauten teil und war für den 1942 fertiggestellten Umbau des Degussa-Stammhauses in Wien verantwortlich. 1940 übernahm er das Büro seines politisch verfolgten Kollegen Wilhelm Baumgarten. Wie dessen Gattin im Jahr 1945 bestätigte, erfolgte die Übernahme auf persönlichen Wunsch Baumgartens.

Ab 1945 übernahm Hetmanek die stellvertretende Leitung des Baueinsatzstabes zur Behebung von Kriegsschäden. 1948 erfolgte gemeinsam mit Carlos Riefel und Rudolf Pleban der Umbau des linken Flügels des Künstlerhauses ein Kino. Ab dem Jahr 1949 erhielt er von der Stadt Wien mehrere Aufträge für die Errichtung und den Wiederaufbau mehrere Wohnhausanlagen und konnte damit an die Erfolge der Zwischenkriegszeit anschließen. Architektonisch lässt sich allerdings kein Zusammenhang zu den Projekten der 1920er-Jahre ablesen.

Von 1956 bis 1957 leitete er die Restaurierung des Vordaches der Steinhofkirche von Otto Wagner und stellte im Jahr 1961 sein privates Wochenendhaus in Puchberg am Schneeberg fertig. Von 1956 bis 1962 war er für den Wiederaufbau und Umbau der Theresianischen Akademie verantwortlich. Hetmanek verstarb 1962 vor Abschluss der Bauarbeiten, die in weiterer Folge von Erich Schlöss fertiggestellt wurden.

                                     

2. Privat

In erster Ehe war Hetmanek von 1923 bis 1931 mit Rudolfine Hetmanek, geb. Römer * 17. April 1893; † 15. Januar 1945 verheiratet; der gemeinsame Sohn Herbert Hetmanek * 17. Dezember 1925 fiel 1945 im Zweiten Weltkrieg. In zweiter Ehe heiratete er Margarethe Hetmanek, geb. Schramm, verw. Pardy * 24. April 1903.

                                     

3. Werkverzeichnis

Alland

  • 1947: Lungenheilanstalt

Budapest

  • 1956: Messepavillon

Debrecen

  • o. J. Messebauten

Frýdek-Místek

  • 1920: Innenraumgestaltung Wohnung Elzer

Klosterneuburg

  • 1953: Umbau des Hauses Ubald-Kosersitz-Gasse

Mannersdorf

  • 1924: Umbau des Pfarrhofes in Rathaus mit Franz Kaym
  • 1930: Schwimm-, Luft- und Sonnenbad
  • 1929: Volksschule
  • 1924: Elektrizitätswerk

Moosbrunn

  • 1925: Arbeiterkolonie der Glasfabrik mit Kaym
  • 1926: Ofenhalle der Glasfabrik

Nußbach an der Krems

  • 1959: Umbau "Dippethub"

Ostrava

  • 1929: Grabmal der Familie Kidery mit Kaym, Bildhauer F. Opitz
  • 1928: Wohn- und Geschäftshaus mit Kaym

Puchberg am Schneeberg

  • 1961: Wochenendhaus Hetmanek

Sigleß

  • 1926: Volksschule mit Kaym

Sieggraben

  • 1928: Volksschule mit Kaym

Villach

  • 1920: Innenraumgestaltung Büro Felder

Wasenbruck

  • 1925: Kindergarten

Wien

  • 1923: Volkswohnhaus Feldgasse mit Kaym
  • 1922: Innenraumgestaltung Wohnung K.
  • 1947: Dachgeschoßausbau Grabenhof
  • 1925: Siedlungsanlage Schlöglgasse mit Kaym
  • 1927: Umbau Villa Braunschweig/Braunschweigschlößl mit Kaym
  • 1946: Dachgeschoßausbau Gottfried-Keller-Gasse
  • 1953: Wiederaufbau des Wohnhaus Leebgasse
  • 1923: Siedlungsanlage Weißenböckstraße mit Kaym
  • 1926: Innenraumgestaltung Wohnung H.
  • 1946: Innenraumgestaltung Milchgeschäft Bakovsky
  • 1927: Wohnhausanlage "Friedrich-Engels-Hof" mit Kaym
  • 1931: Siedlung "Am Flötzersteig" mit Kaym
  • 1962: Wohnhausanlage Reizenpfenniggasse
  • 1933: Siedlungsanlage "Am Spiegelgrund" mit Kaym
  • 1957: Restaurierung des Vordaches der Steinhofkirche
  • 1956: Wiederaufbau des Wohnhaus Silbergasse/Rudolfinergasse
  • 1962: Umbau des Reitschultraktes des Theresianums
  • 1922: Siedlungsanlage Elisabethallee mit Kaym
  • 1925: Wohnhausanlage "Karl-Höger-Hof" mit Kaym und Hugo Gorge
  • 1956: Wohnhaus Lambrechtsgasse
  • 1942: Umbau des Degussa-Stammhauses
  • 1962: Wiederaufbau der Theresianischen Akademie Bauteile 1–4
  • 1929: Erweiterungsbau der Fabrik "Kores"
  • 1924: Haus Neuhold mit Kaym
  • 1920: Medizinische Kliniken
  • 1957: Wohnhausanlage Hofmannsthalgasse
  • 1933: Miethaus Lazarettgasse mit Kaym
  • 1924: Schwimm-, Luft- u. Sonnenbad Liesing
  • 1951: Wohnhausanlage Untere Weißgerberstraße 53–59
  • 1954: Wiederaufbau des Wohnhaus Rudolfinergasse
  • 1936: Gedenktafel für die Gewinner des Olympischen Kunstwettbewerbes am Künstlerhaus
  • 1922: Siedlungsanlage "Trautes Heim" mit Kaym
  • 1958: Haus Havlicek
  • 1924: Wohnhaus Liesing mit Kaym
  • 1930: Innenraumgestaltung Büro G. mit Hochner
  • 1957: Wohnhausanlage Matschgasse Bauteile 2 und 3
  • 1951: Wiederaufbau des Wohnhaus Dionysius-Andrassy-Straße
  • 1949: Künstlerhaus-Kino mit Rieffel und Pleban
  • 1921: Haus Wechsberg mit Kaym

Żywiec

  • 1928: Innenraumgestaltung Wohnung K.


                                     

4. Schriften

  • mit Franz Kaym: Ratschläge für die Einrichtung von Apartments. Wien o. J.
  • mit Franz Kaym: Wiener Architekten, Franz Kaym – Alfons Hetmanek. Elbemühl, Wien, Leipzig 1931.
  • mit Franz Kaym: Wohnstätten für Menschen, heute und morgen. Wien, Leipzig 1919.
                                     
  • Hetmanek ist der Familienname folgender Personen: Alfons Hetmanek 1890 1962 österreichischer Architekt Barbara Hetmanek 1988 deutsche Handballspielerin
  • Arbeitsgemeinschaft mit Alfons Hetmanek Aufgrund ihrer 1919 veröffentlichten Studie Wohnstätten für Menschen, heute und morgen galten Kaym Hetmanek als Experten
  • Pleban beteiligte sich im Jahre 1948 gemeinsam mit Carlos Riefel und Alfons Hetmanek am Umbau des linken Flügels des Künstlerhauses in Wien in ein Kino
  • wurde von 1925 bis 1926 nach Entwürfen der Architekten Franz Kaym, Alfons Hetmanek und Hugo Gorge errichtet. Benannt ist der Gemeindebau nach dem Politiker
  • wurde von 1925 bis 1926 nach Entwürfen der Architekten Franz Kaym, Alfons Hetmanek und Hugo Gorge errichtet. Benannt ist der Gemeindebau nach dem sozialdemokratischen
  • Gemeindebau BoschstraSe 20 22 mit 168 Wohneinheiten, mit den Kollegen Alfons Hetmanek Anton Josef Osika, Wilhelm Urbanek und Elisabeth Pongracz von 1957
  • WeiSenböckstraSe wurde von 1922 bis 1928 in zwei Bauetappen nach Entwürfen von Alfons Hetmanek und Franz Kaym errichtet. Auf dem Grundstück im Bereich WeiSenböckstraSe
  • Der linke Seitenpavillon an der AkademiestraSe wurde 1947 1949 von Alfons Hetmanek unter Beteiligung von Carlos Riefel und Rudolf Pleban zu einem Kinosaal
  • Ausstellungshalle genutzten linken Seitenflügels nach Plänen des Architekten Alfons Hetmanek Die groSflächigen Bilder an den Seitenwänden des Kinosaals, allegorische
  • Hundertwasser entsprechend dekoriert. Nr. 53 59 wurde 1950 51 von Alfons Hetmanek erbaut. An der Gebäudeecke befindet sich ein zweiteiliges Mosaik Schrebergartenleben
                                     
  • Hepperger. Ein deutscher Maler aus Tirol. Eckart, Wien 1931. Franz Kaym, Alfons Hetmanek Architekten, Z. V. Einführender Dialog von Arthur Roessler. Elbemühl
  • 1935 1998 ukrainischer Ökonom und Politiker Hetmanek Alfons 1890 1962 österreichischer Architekt Hetmanek Barbara 1988 deutsche Handballspielerin
  • Anton - Schrammel - Hof. Wiener Wohnen, abgerufen am 16. November 2017. Wohnhausanlage Alfons - Petzold - Hof. Wiener Wohnen, abgerufen am 16. November 2017. Irene Nierhaus:
  • errichtete Siedlung WeiSenböckstraSe nach Entwürfen von Franz Kaym und Alfons Hetmanek Rund um den Herderplatz und Herderpark wurden von 1923 bis 1926 sechs
  • Volksschule: Erbaut 1926 bis 1929 von den Architekten Franz Kaym und Alfons Hetmanek beide waren Schüler von Otto Wagner Die Sieggrabener Volksschule
  • ist es noch von historistischer Prägung. Das Dach wurde 1947 von Alfons Hetmanek ausgebaut. Der denkmalgeschützte Grabenhof ist im Besitz der Österreichischen
  • Leopold Schumm errichtet. Das 1924 25 erbaute Liesinger Bad ist ein Werk Alfons Hetmaneks Die Volksschule in der Pülsgasse 28 wurde 1908 09 als Kaiser - Jubiläums - Schule
  • ObjektID: 74563 1BW Ehamgasse 8 Standort 1925 1926 Franz Kaym, Hugo Gorge, Alfons Hetmanek Steinskulpturen Schreitender Mann und Schreitende Frau von Karl Stendal
  • Fiakerplatz 1 474 1BW Hofmannsthalgasse 12 - 24 Standort 1957 1959 Alfons Hetmanek Wilhelm Urbanek, Walter Prutscher, Anton Josef Osika, Elisabeth Pongracz
  • Puchberg österreichischer Militärkapellmeister und Heeresmusikchef Alfons Hetmanek 1890 in Wien 1. Mai 1962 ebenda Architekt, entwarf und baute
  • Kaiser Karl VI. in der Favorita gepflanzt. Alfons - Petzold - Gasse Mauer 1925 benannt nach dem Schriftsteller Alfons Petzold 1882 1923 sein erfolgreichstes


                                     
  • Schlöss 74 Am Flötzersteig 1 Flötzersteig Standort 1922 1929 Franz Kaym, Alfons Hetmanek 539 Gemeinschaftseinrichtungen unter Denkmalschutz Reformsiedlung Eden
  • Wohnsiedlung Spiegelgrund 62 1 Dustmannweg 2 4 Standort 1931 1934 Franz Kaym, Alfons Hetmanek 293 Benannt nach einem Flurnamen Identadresse Reichmanngasse 2 54
  • Bertl - Hayde - Gasse Kaiserebersdorf 2012 benannt nach der Kinderbuchautorin Berta Hetmanek Pseudonym Bertl Hayde, 1899 1969 Um ihre drei Töchter wirtschaftlich
  • Siedlungsbewegung in Wien, entstand 1921 1929 durch Franz Kaym und Alfons Hetmanek südlich des Flötzersteigs. Die Gemeinschaftseinrichtungen bilden zum
  • für Herzog Wilhelm von Braunschweig wurde 1927 von Franz Kaim und Alfons Hetmanek in neoklassizistischen Formen umgebaut. Es ist durch mehrere Risalite
  • österreichischer Politiker Landbund Abgeordneter zum Nationalrat 69 1. Mai Alfons Hetmanek österreichischer Architekt 71 2. Mai Ludwig Bodenbender deutscher Politiker

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