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ⓘ Währung. Eine Währung ist im weiteren Sinne die Verfassung und Ordnung des gesamten Geld­wesens eines Staates, die insbesondere die Festlegung des Münz- und Not ..

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Weltwährung

Als Weltwährung wird die abstrakte Idee einer weltweit gültigen Währung verstanden, mit der manche Ökonomen das derzeitige Währungs- und Wechselkurssystem ersetzt sehen wollen. Bereits während der Konferenz von Bretton-Woods 1944 spielte die Idee einer Weltwährung in den Hauptplänen zu einer Nachkriegswährungsordnung eine große Rolle. Der britische Plan, besonders Keynes’ Plan sah die Weltwährung Bancor vor. Auch der offizielle amerikanische Plan, besonders Whites Plan, enthielt die Idee einer Weltwährung namens "Unitas". Allerdings verwarfen die amerikanischen Unterhändler die Idee, um de ...

                                               

PayPal

PayPal ist ein börsennotierter Betreiber eines Online-Bezahldienstes, der zur Begleichung von Mittel- und Kleinbeträgen zum Beispiel beim Ein- und Verkauf im Online-Handel genutzt werden kann. Nach eigenen Angaben hat PayPal mehr als 277 Millionen aktive Nutzer in über 200 Märkten mit der Möglichkeit von Zahlungen in über 100 Währungen. Der Sitz des Unternehmens ist San José, das europäische Tochterunternehmen ist PayPal S.à r.l. & Cie, S.C.A. mit Sitz in Luxemburg. PayPal war von 2002 bis zu seiner Abspaltung am 17. Juli 2015 eine Tochtergesellschaft des US-Unternehmens eBay; seitdem werd ...

                                               

Geld

Geld ist jedes allgemein anerkannte Tausch- und Zahlungsmittel. Es bestehen unterschiedliche Geldformen, vor allem Bargeld und der Zahlungsanspruch einer Nichtbank gegenüber einer Bank. Das in der Währungsverfassung eines Landes als gesetzliches Zahlungsmittel bestimmte Geld bezeichnet man als Währung.

                                               

Komplementärwährung

Eine Komplementärwährung ist ein Zahlungsmittel, das ergänzenden Charakter hat. Sie ist die Vereinbarung innerhalb einer Gemeinschaft, etwas zusätzlich neben dem offiziellen Geld als Tauschmittel zu akzeptieren.

                                               

Regionalwährung

Eine Regionalwährung, auch Regionalgeld oder Lokalwährung genannt, ist eine lokale Komplementärwährung, die innerhalb des regionalen Währungsgebiets als Zahlungs-, Investitions- und Schenkungsmittel zwischen Verbrauchern, Anbietern und Vereinen verwendet wird.

                                               

Leitwährung

Als Leitwährung bezeichnet man eine Währung, die in der Weltwirtschaft und im internationalen Zahlungsverkehr über Währungsräume hinweg in bedeutendem Umfang als Transaktions- und Reservewährung genutzt wird, obwohl eine Zahlung in der Inlandswährung möglich wäre.

Währung
                                     

ⓘ Währung

English version: Currency

Eine Währung ist im weiteren Sinne die Verfassung und Ordnung des gesamten Geld­wesens eines Staates, die insbesondere die Festlegung des Münz- und Notensystems innerhalb des Währungsraums betrifft. Der Währungsraum ist dabei der Geltungsbereich einer Währung. Sie ermöglicht den Transfer von Waren und Dienstleistungen, ohne eine Gegenleistung in Form von anderen Waren und Dienstleistungen zu liefern.

Als Währung oder Währungseinheit wird auch die vom Staat anerkannte Geldart das gesetzliche Zahlungsmittel eines Landes bezeichnet. In diesem Fall ist Währung dann eine Unterform des Geldes. Die meisten Währungen werden an den internationalen Devisenmärkten gehandelt. Der sich dort ergebende Preis wird als Wechselkurs bezeichnet. Nahezu alle gängigen Währungen basieren inzwischen auf dem Dezimalsystem, das heißt, es gibt eine Haupteinheit und eine Untereinheit, wobei die Untereinheit ein dezimaler Bruchteil i. d. R. ein Hundertstel des Wertes der Haupteinheit verkörpert Dezimalwährung. In Fachkreisen wird die Untereinheit auch Unterwährung genannt.

In den jeweiligen Staaten üben der Finanzminister oder die staatliche Zentralbank Kontrolle über die Währung beziehungsweise die Währungspolitik aus. Die Zentralbanken besitzen in nahezu allen westlichen Staaten ein großes Maß an Autonomie, das heißt die Regierung kann gar nicht oder nur in sehr geringem Maße beziehungsweise indirekt auf die Zentralbank einwirken.

Ist eine Währung weltweit handel- und umtauschbar, so wird von ihrer Konvertibilität gesprochen. Wird eine Währung durch Gold und/oder Silber hinterlegt und ist der Umtausch von Banknoten in das jeweilige Metall jederzeit möglich, so ist auch in diesem Zusammenhang Konvertibilität gegeben.

Derzeit gibt es weltweit über 160 offizielle Währungen, aber nur der US-Dollar und in zunehmendem Maße auch der Euro gelten als internationale Leitwährungen. Daneben gibt es noch Komplementärwährungen, die nur regional neben dem offiziellen Geld als Tauschmittel akzeptiert werden.

Hat eine Währung innerhalb der Bevölkerung stark an Vertrauen verloren, so bilden sich oft Ersatzwährungen wie Zigaretten z. B. Zigarettenwährung in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg, die dann als Zahlungs- und Tauschmittel dienen. Auch sogenanntes Notgeld dient in Krisenzeiten als Ersatz für die offizielle Währung. Oftmals werden auch Währungen anderer Staaten zur Ersatzwährung. Ein bekanntes Beispiel ist der Gebrauch der "Westmark" in der DDR neben der DDR-Mark. Insbesondere die sogenannten "blauen Fliesen" 100-DM-Scheine waren ein beliebtes Tauschmittel auf dem Schwarzmarkt.

                                     

1. Überblick

Der Begriff Währung bezeichnet in einem weiten Sinne die Währungsverfassung, also die gesetzliche Ordnung des Geldwesens eines Staates. Häufiger bezeichnet Währung jedoch das gesetzliche Zahlungsmittel eines Staates. Die meisten Länder haben eine eigene nationale Währung. Eine Ausnahme bildet der Euroraum mit dem Euro als gemeinsamer Währung für 19 Länder Währungsunion.

                                     

1.1. Überblick Zahlungsmittel

Währungen werden von einem Emittenten herausgegeben, heutzutage i. d. R. durch die Zentralbank. Sie ist üblicherweise gesetzlich mit der Herstellung und der Emission der Währung beauftragt. Die als gesetzliches Zahlungsmittel konzipierte Währung ist innerhalb des Staates mit einem gesetzlichen Annahmezwang ausgestattet, das heißt, dass ein Gläubiger verpflichtet ist, die Tilgung einer Geldschuld mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel zu akzeptieren, sofern nichts anderes wirksam vereinbart wurde. Dadurch wird ihr Wert als Zahlungsmittel gewährleistet. In Deutschland und den übrigen teilnehmenden Mitgliedsstaaten der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion ist seit dem 1. Januar 2002 das Euro-Bargeld gesetzliches Zahlungsmittel: gemäß § 14 Absatz 1 Satz 2 Bundesbankgesetz sind hierbei die von der EZB ausgegebenen Euro-Scheine das einzige unbegrenzte gesetzliche Zahlungsmittel.

                                     

1.2. Überblick Währungszeichen und -abkürzungen

Für viele Währungen werden eigene Schriftzeichen vorwiegend mit Doppelstrich oder Abkürzungen, die Währungssymbole einer Währungseinheit verwendet, zum Beispiel:

  • $ für eine ganze Reihe von Währungen, unter anderem den US-Dollar
  • ¥ für Yen
  • ₹ für Indische Rupie
  • £ für die Währung Pfund
  • ₦ für Naira
  • € für Euro
  • zł für den polnischen Złoty
  • für den Russischen Rubel
  • 元/¥ für Renminbi/Yuan

Üblicherweise gibt es zwei verschiedene Abkürzungen: Zum einen ein Zeichen oder ein Buchstabenkürzel ohne genormten Aufbau z. B. "Fr.", "SFr." oder "sfr" für Schweizer Franken, das vorwiegend im Inland verwendet wird; zum anderen eine genormte, aus drei Buchstaben bestehende Abkürzung gemäß dem ISO-Standard 4217 z. B. "CHF", die vor allem im internationalen Währungshandel verwendet wird.

                                     

1.3. Überblick Wechselkurs

Um im Ausland einkaufen zu können, muss man i. d. R. das inländische Zahlungsmittel gegen das ausländische Zahlungsmittel tauschen. Auch wenn z. B. ein deutscher Exporteur Waren im Ausland verkauft hat und dafür Geld in ausländischer Währung erhielt, wird er es i. d. R. in inländische Währung umtauschen. Der Umtausch erfolgt zum jeweils gültigen Wechselkurs. Der Wechselkurs ist das Austauschverhältnis zweier Währungen.

Der An- und Verkauf von Währungen erfolgt am Devisenmarkt. Im Rahmen des Tauschs einer Währung in eine andere entstehen Transaktionskosten. Neben Kreditinstituten sind wesentliche Marktteilnehmer auf dem Devisenmarkt auch größere Industrieunternehmen, private Devisenhändler, Devisenmakler und Handelshäuser. Auch die Zentralbanken verschiedener Länder können durch Devisenmarktinterventionen aus wirtschaftspolitischen Gründen in den Devisenmarkt eingreifen. Aufgrund der zunehmenden internationalen Verflechtung hat der internationale Handel mit Währungen am Devisenmarkt in den letzten Jahrzehnten stark an Bedeutung gewonnen. Währungen werden sowohl zu spekulativen Zwecken als auch zu realwirtschaftlich begründeten Tauschzwecken gehandelt.

Seit 1999 ermittelt die Europäische Zentralbank Euro-Referenzkurse für ausgewählte Währungen. Daneben haben die deutschen Banken das Euro-Fixing eingeführt, d. h., es werden täglich Referenzkurse für acht wichtige Währungen festgestellt, die als Grundlage für die Währungsgeschäfte der am Euro-Fixing beteiligten Banken dienen.



                                     

1.4. Überblick Währungspolitik

Währungspolitik sind alle Maßnahmen zur Gestaltung des inneren und äußeren Geldwertes. Währungspolitik im engeren Sinne = Gestaltung des äußeren Geldwertes ist die Gestaltung der Währungsbeziehungen mit dem Ausland und die Sicherung des außenwirtschaftlichen Gleichgewichts. Die auf das Inland gerichteten währungspolitischen Maßnahmen werden auch als Geldpolitik bezeichnet. Die Währungspolitik im engeren Sinne kann verschiedene Ziele verfolgen:

  • Erreichen einer hohen inländischen Kaufkraft
  • Erreichen einer hohen Internationalen Wettbewerbsfähigkeit
  • Preisstabilität
  • Außenwirtschaftliches Gleichgewicht
  • Senkung von Transaktionskosten

Welche dieser zum Teil gegenläufigen Ziele ein Land verfolgt, zeigt sich auch schon in der Wahl des Wechselkurssystems:

Bei einem festen Wechselkurs ist die Zentralbank verpflichtet, den Kurs der eigenen Währung am Devisenmarkt je nach Marktlage durch Käufe oder Verkäufe von Devisen Devisenmarktinterventionen stabil zu halten. Beispielsweise haben heutzutage einige Länder ihre nationale Währung an den Wert des Dollar oder des Euro gebunden. Der Vorteil eines festen Wechselkurses ist die Planungssicherheit für international operierende Unternehmen. Wechselkurse sind ein wichtiger Kalkulationsfaktor für den Handel und Kapitalverkehr mit dem Ausland. Wenn z. B. eine Rechnung auf eine Fremdwährung lautet und diese wertet bis zur Bezahlung aufgrund von Wechselkursschwankungen auf, dann wird die erworbene Ware real teurer als zunächst kalkuliert. Der Nachteil von festen Wechselkursen ist, dass es für eine Zentralbank schwer bis unmöglich wird eine eigenständige nationale Geldpolitik zu verfolgen.

Heutzutage haben die meisten Währungen flexible Wechselkurse. Der Wechselkurs bildet sich also am Devisenmarkt im Wechselspiel von Angebot und Nachfrage. Währungsschwankungen führen zu Unsicherheit und reduziert die Planungs- und Kalkulationssicherheit international operierender Unternehmen. Durch eine Aufwertung der heimischen Währung verlieren inländische Unternehmen an Wettbewerbsfähigkeit weil ausländische Waren und Dienstleistungen relativ billiger werden, während gleichzeitig Exporte relativ teurer werden.

                                     

1.5. Überblick Währungskrise

Als Währungskrise wird eine volkswirtschaftliche Krise in Form der schnellen und unerwarteten Währungsabwertung bezeichnet. Sie wird durch das ungewollte Aufgeben eines festen Wechselkurses zu einer oder mehreren anderen Währungen oder zum Gold ausgelöst. Ursache oder Folge von Währungskrisen können Finanz- und Wirtschaftskrisen sein.

Obwohl Währungskrisen immer verschieden geartet sind, lassen sich einige Frühindikatoren ausmachen, die sehr häufig auftreten. Hierunter fallen anhaltende Leistungsbilanzdefizite, starke Devisenzuflüsse in der Kapitalbilanz, ein Anwachsen der kurzfristigen Auslandsverbindlichkeiten, hohes Kreditwachstum sowie starke Preissteigerungen bei Vermögenswerten insbesondere Immobilien und Aktien.

Nach Ausbruch einer Währungskrise lassen sich wiederum typische Krisensymptome feststellen. Dazu gehören zunehmend kürzere Fristen in der Auslandsverschuldung, verstärktes Begleichen von Auslandsverbindlichkeiten mit Fremdwährungen, höhere Zinssätze für Kreditnehmer im Schuldnerland, hohe Werteinbußen von Aktien und Immobilien, Umkehrung der Kapitalströme Kapitalflucht sowie starke Verluste an Währungsreserven.

Beispiele für Währungskrisen nach Ende des Bretton-Woods-Systems sind unter anderem die Dollarkrise 1971, die lateinamerikanische Schuldenkrise von 1982/83, die Mexikokrise von 1994/95 Tequila-Krise, die südostasiatische Finanz- und Währungskrise 1997 Asienkrise sowie die Brasilienkrise 1999.



                                     

2.1. Historische Entwicklung Alter Orient, Ägypten und Afrika

Die klassischen Geldfunktionen wurden bereits zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. durch Metalle wie Kupfer, Silber, Zinn und Gold erfüllt. Daneben fungierte Getreide als Tauschmittel und Wertmesser. Jedoch war die Palastwirtschaft in Verbindung mit der Oikoswirtschaft sowie die mit ihnen verbundene Subsistenzproduktion hinderlich für die Entwicklung einer Geldwirtschaft, da nicht selbst produzierte Güter meist im Wege des Tausches oder der Dienstverpflichtung beschafft wurden. Münzgeld setzte sich daher erst später und zunächst nur in einigen Wirtschaftszweigen durch.

In Afrika existierten zu jener Zeit die verschiedensten Formen von Währungen. Allen gleich war ihre Funktion als Wertspeicher. So fungierten z. B. Perlen, Elfenbein, Vieh oder auch die Manilla-Währung als Zahlungsmittel. Im 15. Jahrhundert, mit Aufkommen des Sklavenhandels, waren insbesondere die Manille-Ringe, die als Bezahlung für Sklaven dienten, von Bedeutung.

                                     

2.2. Historische Entwicklung Griechenland

Im antiken Griechenland existierte zunächst eine ganze Klasse von Gütern, die jeweils einzelne Geldfunktionen verkörperten.

  • Tauschmittel: Wein, Kupfer, Eisen und Sklaven
  • Wertmesser: Vieh
  • Wertspeicher: Juwelen
  • Zahlungsmittel: Pfeilspitzen und Bratspieße

Im Laufe der Zeit setzte sich genau abgewogenes ungemünztes Edelmetall als Zahlungsmittel in den griechischen Poleis durch. Es ist davon auszugehen, dass Geld für die standardisierten öffentlichen Zahlungen in der Polis von entscheidender Bedeutung war. Die ersten richtigen Münzen datieren um ca. 600 v. Chr. und wurden in Westanatolien geprägt. Diese Münzen bestanden aus einer natürlich vorkommenden Silber-Gold-Legierung und wurden höchstwahrscheinlich nur lokal verwendet. Die Verwendung von Münzen setzte sich aber schnell in ganz Griechenland durch, wobei bedingt durch bessere Gewinnungsmöglichkeiten in Bergwerken – im Gegensatz zur Goldwährung im Persischen Reich in aller Regel Silber als Münzmetall verwendet wurde im Ausnahmefall auch Gold und Bronze. Das zugesicherte Gewicht wurde hierbei durch Stempel der Polis garantiert. Wichtigste Währung war die Drachme, welche auch nochmals von 1831 bis 2001 als Währung Griechenlands eingesetzt wurde Griechische Drachme.

Von einer Geldwirtschaft im eigentlichen Sinne kann jedoch erst Anfang des 5. Jahrhunderts v. Chr. gesprochen werden. Zentrum der antiken Monetarisierung war Athen, dessen Währung im gesamten Mittelmeerraum zirkulierte. Gründe hierfür liegen in der demokratischen Struktur sowie in der Handelsmacht Athens. Erst Alexander der Große führte eine neue bedeutende Währung ein, die Athens Vormachtstellung beendete.

                                     

2.3. Historische Entwicklung Rom

Wie im antiken Griechenland gab es auch in Rom verschiedene Geldformen. Eine Vereinheitlichung hin zu einer allgemein gültigen Währung fand um 500 v. Chr. statt. Geld diente hier zunächst zur Festsetzung von Strafen. Im Zuge der Expansion des Römischen Reiches kamen immer größere Gold-, Silber- und Bronzevorkommen als Kriegsbeute nach Rom. Dies förderte die nun aufkommende großflächige Münzprägung. Zunächst wurden Bronze- und Silbermünzen hergestellt. Es dauerte jedoch relativ lange, bis die römische Münzprägung an den Umfang der griechischen anknüpfen konnte. Im Zuge der Punischen Kriege wurde der Metallgehalt der Münzen reduziert, da immer größere Geldmengen für die Finanzierung des Militärs nötig waren. Andererseits verbreitete sich die römische Währung auch immer mehr in ganz Italien, so dass alle anderen italienischen Städte ihre Münzprägung quasi einstellten. In den neu eroberten Gebieten außerhalb Italiens existierten unzählige verschiedene Währungen, die jedoch mit der römischen Hauptwährung konvertierbar waren.

Infolge weiterer Expansionen flossen immer größere Silbermengen nach Rom, sodass ein Großteil der staatlichen Ausgaben durch die Neuprägung von Silbermünzen finanziert wurde, was in den folgenden Jahrhunderten zunächst zur Geldentwertung und im 3. Jahrhundert n. Chr. zum völligen Zusammenbruch der römischen Silberwährung führte. So besaßen in zunehmendem Maße auch die römischen Bürger kein Vertrauen mehr in immer neue Münzformen, die einen tendenziell immer geringer werdenden Silberanteil besaßen. Die Folge war, dass insbesondere ältere Münzen gehortet beziehungsweise eingeschmolzen wurden. Das Geld verlor dadurch stark an Bedeutung, sodass zum Beispiel der Sold der römischen Soldaten direkt in Getreide ausgezahlt wurde. Als Reaktion ersetzte der Kaiser Konstantin der Große die Silberwährung durch eine stabile Goldwährung.

In der Spätantike kam es schließlich zu einer Neuordnung des Geldsystems, wobei wieder Silbermünzen – diesmal jedoch mit hohem Silbergehalt – sowie Bronzemünzen geprägt wurden. Goldmünzen bestanden aber weiterhin. Ungeachtet dessen verlor die Silbermünze dennoch weiter an Bedeutung, so dass das einst auf Silber- und Bronzemünzen basierende Geldsystem Roms durch ein System einer Gold- und Bronzewährung ersetzt wurde.

                                     

2.4. Historische Entwicklung Byzanz

Als Basis für das byzantinische Währungssystem diente die unter Konstantin I. eingeführte Goldwährung, der sogenannte Solidus. Diese Währung bestand über etwa 1000 Jahre 5. Jahrhundert v. Chr. bis Einführung des Dinar um 700 n. Chr. Gründe hierfür sind der hohe Goldgehalt und die daraus folgende Stabilität der Goldwährung. Silber verlor im Zuge dieser Entwicklung immer mehr an Bedeutung. Es bestand jedoch, wie auch Bronzegeld, neben der Goldwährung als Zahlungsmittel fort. Geld besaß in der byzantinischen Gesellschaft einen enorm hohen Stellenwert. Es diente in allen Bereichen der Wirtschaft sowie bei öffentlichen Ausgaben und ermöglichte den internationalen Handel. Dieser brach jedoch infolge wachsender Unsicherheiten auch Piraterie auf den Handelswegen fast im ganzen byzantinischen Gebiet zusammen.

                                     

2.5. Historische Entwicklung Frühes Mittelalter

Anknüpfend an den bereits erwähnten Solidus entwickelte sich unter Karl dem Großen der schwere Silberdenar, der auch Pfennig genannt wurde. Die Goldzirkulation im Rahmen der staatlichen Institutionen an sich nahm jedoch ab. Andererseits entwickelte sich das Geld in zunehmendem Maße zu einem Tauschmittel, das dem Handels- und Marktgeschehen diente. Die ursprüngliche Goldwährung verlor als Zahlungsmittel an Bedeutung und wurde nur noch als eine Art Wertspeicher gehortet. Im 7. bis 8. Jahrhundert vollzog sich dann der Übergang zur reinen Silberwährung, die lediglich noch den reinen Rechenbezug zum Gold aufwies.

                                     

2.6. Historische Entwicklung Einführung des Papiergelds

Erstmals verwendet wurde Papiergeld in Form von Banknoten in China. Die Einführung war ein langwieriger und stetiger Prozess, der sich ungefähr von 618 bis 1279 erstreckte. So diente Papiergeld im 10. Jahrhundert zunächst nur auf regional sehr beschränkter Ebene als Erleichterung für die Händler in der staatlichen Salzindustrie. Die Banknotenproduktion wurde in der Folge zwar verstaatlicht, jedoch gab es viele regional verschiedene Währungen. Die eigentliche massenweise Produktion von Banknoten wurde erst mit Erfindung des Drucks mit beweglichen Lettern im 11. Jahrhundert ermöglicht. Mitte des 13. Jahrhunderts wurden die vielen verschiedenen Währungen erstmals zu einer staatlichen Währung vereinheitlicht.

In der islamischen Welt entwickelte sich in der Zeit des 7. bis 12. Jahrhunderts eine starke Geldwirtschaft, die vom erhöhten Handelsumschlag und einer stabilen hochwertigen Währung dem Dinar profitierte. In jener Zeit wurden erstmals Kredite, Schecks, Schuldscheine und Sparkonten eingeführt. Auch die notwendigen Bankstrukturen entstanden mit dieser Entwicklung.

Im Jahr 1661 wurden in Schweden erstmals auf europäischer Ebene Banknoten offiziell eingeführt. Zwar besaß Schweden reiche Kupfervorkommen, jedoch besaßen Kupfermünzen einen geringen Zahlwert, so dass große und außerordentlich schwere Münzen geprägt werden mussten. Die Benutzung von Papiergeld stellte somit eine enorme Erleichterung dar.

Die Benutzung von Banknoten offenbarte natürlich viele Vorteile, so dass zum Beispiel die Kreditvergabe spürbar erleichtert wurde und auch der sehr riskante Transport von Gold und Silber entfiel. Weiterhin war es nun erstmals möglich Anteile an Unternehmen in Form von Papier auszugeben.

Auf der anderen Seite bestanden jedoch einige Nachteile, so z. B., dass die Regierungen jetzt in der Lage waren theoretisch unbegrenzt Geld nachzudrucken, um ihren Finanzierungsbedarf vereinfachte Kriegsfinanzierung zu decken, da, anders als bei Münzen mit genau definierten Edelmetallgehalt, ein fest hinterlegter Wert der Banknoten nun nicht mehr bestand. Eine mögliche Folge dieser Entwicklung wäre das Einsetzen einer starken Inflation.

Endgültig durchgesetzt hatte sich die nicht an Edelmetall gebundene Papierwährung im 20. Jahrhundert – spätestens in der Weltwirtschaftskrise.



                                     

2.7. Historische Entwicklung Übergang zu nationalen Einheitswährungen

Im Hochmittelalter war das Münzprägerecht ein Privileg, das jeder Adlige anstrebte, denn das Münzregal war ein profitables Hoheitsrecht. Dies führte dazu, dass es viele nicht vergleichbare Währungen gab, bei denen der Edelmetallanteil bei einzelnen Münzarten stark schwanken konnte. Denn im Mittelalter waren Kurantmünzen üblich; der Kurswert fremder Münzen wurde anhand des Edelmetallgehaltes ermittelt. Dies wiederum behinderte den überregionalen Handel. Aus diesen zwei Gründen – Handelserleichterung und Machtkonzentration – verstärkte sich die Tendenz zu nationalen Einheitswährungen.

In der frühen Zeit des Kurantgeldes entsprach der Metallgehalt der Münzen ihrem Nominalwert. Da sich die Münzherren jedoch öfter zu Münzverschlechterung verleiten ließen, um ihren Geldbedarf zu decken, kam es in der Frühen Neuzeit mehrfach zur Inflation. So beruhte beispielsweise die sogenannte Kipper- und Wipperzeit zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges auf einer Münzverschlechterung.

Treibend in Europa war Frankreich, das mit seiner Zentralregierung die Münzrechte früh sammelte und dem König unterstellte. Die erste wichtige Währungsreform war die große Münzreform unter Ludwig XIII. 1640–1641, als der Louis d’or eingeführt wurde. Mit der Einführung des Französischen Franc 1795 wurde die erste Dezimalwährung etabliert. Durch Napoleons Feldzüge wurde diese Währung und vor allem deren dezimale Stückelung in Europa verbreitet. Dadurch entstanden in und um Frankreich einige Münzsysteme, die ähnlich aufgebaut waren und wegen der Kurantmünzen hohen Reinheitsgrades feste Wechselkurse bildeten. Dies führte dazu, dass am 23. Dezember 1865 die Lateinische Münzunion gegründet wurde; sie war eine Währungsunion, die aus Frankreich, Belgien, Italien, der Schweiz und Griechenland bestand und klare Vorgaben für die Münzenherstellung gab. Die Länder prägten zwar ihre eigenen Münzen, alle 100er Münzen bestanden aber aus 32.26 g Gold und hatten einen Durchmesser von 35 mm. Der Nachteil der Lateinischen Münzunion war der Bimetallismus, also der feste Umtauschsatz zwischen den Gold- und Silbermünzen Der Ausdruck Hinkende Währung bezeichnete ein Währungssystem, bei dem zwei Metalle meist Gold und Silber gesetzliches Zahlungsmittel waren).

                                     

2.8. Historische Entwicklung Der Goldstandard

Neben dem starken Preisverfall für Silber gegen Ende des 19. Jahrhunderts brachten die bimetallischen Währungen weitere Probleme mit sich, so dass viele Staaten sich entschieden ihre Währung nur mit Gold zu hinterlegen. Mit der Hinterlegung von Währungen durch Gold sollten die Nachteile, welche die Einführung des Papiergeldes mit sich brachte insbesondere in Bezug auf die erhöhten Inflationsrisiken, abgefedert werden. Großbritannien war für diese Entwicklung Vorreiter und führte bereits 1817 den Goldstandard ein. Deutschland 1871 im Zuge des Deutsch-Französischen Krieges und die USA 1900 folgten. Jedoch kam es nicht zu einer generellen Angleichung, das heißt, es gab nach 1880 durchaus unterschiedliche Formen der Goldwährung.

Mit Einführung des Goldstandards entstand die sogenannte "Verpflichtung zur Konvertibilität", das heißt, es war für jeden Bürger zu jeder Zeit theoretisch möglich, sein Bargeld gegen die entsprechende Menge Gold bei der Zentralbank zu tauschen. Die Goldparität bezeichnet hierbei das Umtauschverhältnis. Dieser reine Goldstandard existierte eigentlich nur in der Theorie. Praktisch fungierte die Hinterlegung der Währung mit Gold jedoch nur als eine Art Absicherung vor zu starker Bargeldinflation Preisstabilisierung.

Mit Beginn des Ersten Weltkriegs erhöhte sich der Geldbedarf seitens der Regierungen dramatisch. Verstärkt wurde diese Entwicklung noch während der Weltwirtschaftskrise und schließlich durch den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges. Viele Staaten rückten nun vom reinen Goldstandard ab und restaurierten ihn zu einem Goldkernstandard. Der direkte Umtausch von Banknoten in Gold war damit ausgeschlossen.

                                     

2.9. Historische Entwicklung Bretton Woods und das IWF-System

Bereits im Jahr 1944 während des Zweiten Weltkriegs entschieden sich 44 Staaten ein neues Währungssystem einzuführen. Kerngedanke war hierbei laut dem White-Plan die Kopplung der internationalen Währungen an den US-Dollar. Seitens der US-Zentralbank bestand gegenüber der Zentralbank anderer Länder des Bretton-Woods-Systems eine Umtauschpflicht des Dollar in Gold zu einem bestimmten Wechselkurs. Somit entstanden feste Wechselkurse zwischen den jeweiligen Währungen und dem US-Dollar als Ankerwährung.

Weiterhin wurden der Internationale Währungsfonds IWF und die Weltbank gegründet. Der IWF sollte die Stabilität des internationalen Währungssystems fördern und bei Schieflagen korrigieren. Er überwachte also de facto die festgelegten Wechselkurse. Dazu diente auch die Einführung von Sonderziehungsrechten durch den IWF.

Die Werthaltigkeit des Dollar als Ankerwährung sollte dadurch gesichert sein, dass die Notenbanken der teilnehmenden Staaten gegenüber der FED das Recht hatten Dollars zu einem Umtauschkurs von 35 $/Feinunze in Gold zu tauschen. Die tatsächliche Eintauschmöglichkeit hing von der größe der Goldreserven der FED ab. 1948 hatte die FED Goldreserven im Wert von 25 Mrd $ 71 % der Weltgoldreserven, denen kurzfristige Auslandsschulden von 18.6 Mrd $ gegenüberstanden. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten fast alle Bretton-Woods-Staaten einen großen Nachholbedarf an Investitions- und Konsumgütern, so dass sie lieber Dollarbestände anhäuften als Dollars in Gold zu tauschen. Aufgrund ständiger Handelsbilanzdefizite der Vereinigten Staaten stieg die Auslandsverschuldung immer weiter an. 1961 verfügte die FED noch über 44 % der Weltgoldreserven, die kurzfristig fälligen Auslandsschulden waren aber bereits um eine Mrd $ höher als der Wert der Goldreserven. Bis 1971 sanken die US-Goldreserven auf 12 Mrd $. Die Zentralbanken der anderen Bretton-Woods-Staaten verfügten 1971 über Dollarreserven von mehr als 50 Mrd $. Das System konnte nur noch solange funktionieren, wie die Bretton-Woods-Staaten bereit waren hohe Dollarreserven zu halten, ohne sie in Gold einzutauschen. Anfang der 1970er Jahre wurde das Bretton-Woods-Abkommen aufgegeben, die Institutionen bestanden jedoch mit teils veränderten Zuständigkeiten fort.

                                     

2.10. Historische Entwicklung Das System der flexiblen Wechselkurse

Anfang des Jahres 1973 wurden in den meisten westeuropäischen Staaten und in Japan die Dollarkurse freigegeben. Die Wechselkurse wurden flexibel. In diesem Zusammenhang entstand der Begriff des freien Floatens, welches im Gegensatz zu fest fixierten Wechselkursen stand. Jedoch entschieden sich insbesondere kleinere Volkswirtschaften, die mehr vom internationalen Handel abhingen als zum Beispiel Japan oder die USA, feste Wechselkurse zu behalten. Dies wurde aber mit der Zeit immer schwieriger, da internationale Kapitalbewegungen durch neue Entwicklungen auf dem Gebiet der EDV-Technik und der Telekommunikation immer leichter und schneller vonstattengingen. Zudem gestaltete sich auch die Kontrolle schwieriger.

Bereits kurz nach Einführung der flexiblen Wechselkurse wurde das neue System mit zwei Ölpreisschocks konfrontiert. In der Folge ergaben sich erhebliche Leistungsbilanzüberschüsse OPEC-Staaten und -defizite OECD-Staaten. Dies glich sich jedoch mittelfristig wieder aus.

Erst mit dem 2. IWF-Änderungsabkommen wurde den Mitgliedsstaaten die Wahl des Wechselkurssystems selbst überlassen. Jedoch war dies an die Verpflichtung der einzelnen Staaten gebunden, für stabile Währungs- und Wirtschaftsverhältnisse zu sorgen. Gold verlor somit endgültig seine Stellung als Bezugsgröße.

Die Wechselkurse schwankten in der Folge merklich und veränderten sich auch dauerhaft. Insbesondere die voneinander abhängigen Staaten im westlichen Europa versuchten, sich gemeinsam gegen Wechselkursschwankungen abzusichern, und schufen dafür das Europäische Währungssystem EWS. Sie strebten stabile Wechselkurse auf Basis der Stufenflexibilität an.

Von den flexiblen Wechselkursen profitierte insbesondere der internationale Handel, welcher im Vergleich zu Entwicklung der Bruttoinlandsprodukte überproportional wuchs.

Eine generelle Tendenz für die Entwicklung der Inflation ließ sich hingegen nicht feststellen. So wichen die Inflationsraten in Deutschland und in den USA deutlich voneinander ab.

                                     

3. Währungspolitische Zusammenarbeit in Europa bis hin zum Euro als Einheitswährung

Nach Beschluss der europäischen Staats- und Regierungschefs Den Haag 1969 sollte die Europäische Gemeinschaft schrittweise zu einer Wirtschafts- und Währungsunion EWWU ausgebaut werden. Zunächst wurde ein Europäischer Wechselkursverbund geschaffen 1972 und infolgedessen ein Europäisches Währungssystem EWS 1979. In dem Vertrag von Maastricht 1992 wurde schließlich die vollständige Währungsintegration beschlossen.

Der Europäische Wechselkursverbund diente dabei zunächst als Instrument, um das Bretton-Woods-System der festen Wechselkurse zumindest noch teilweise zu erhalten. Dadurch sollte die Konvertibilität der einzelnen europäischen Währungen gewährleistet werden Block-Floating.

Dies scheiterte jedoch und wurde durch das EWS ersetzt, dessen vorrangiges Ziel die Wechselkursstabilität innerhalb der Europäischen Gemeinschaft war. Die Einführung des ECU als Recheneinheit vgl. Europäische Währungseinheit war Teil dieser Entwicklung. Weiterhin wurde festgelegt, dass die Wechselkurse nur innerhalb einer gewissen Bandbreite schwanken durften. Diese wurden jedoch infolge der Währungskrisen 1992/1993 stark erweitert. Allen voran ist hier die Pfundkrise vom September 1992 zu nennen, die dazu führte, dass Großbritannien das Europäische Wirtschaftssystem verließ. In unmittelbarem Zusammenhang mit der Pfundkrise ist der amerikanische Investor George Soros zu nennen, der massiv gegen das Britische Pfund spekulierte, indem er in sehr großem Maße Pfund gegen Deutsche Mark und Französische Franc tauschte und damit den Wertverfall des Pfunds noch mehr beschleunigte.

Der entscheidende Schritt zur europäischen Einheitswährung wurde jedoch mit dem Vertrag von Maastricht vollzogen, der die Schaffung der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion verankerte. 1998 nahm schließlich die Europäische Zentralbank EZB ihre Arbeit auf.

Mit der Einführung des Euro, zunächst als Buchgeld am 1. Januar 1999, existierte in den Teilnehmerländern schließlich erstmals eine gemeinsame europäische Währung.

Am 1. Januar 2002 wurde die Europäische Währungsunion schließlich mit der Einführung der Euro-Banknoten und -Münzen in zunächst zwölf Staaten vollendet.

Alle teilnehmenden Staaten haben sich zur Einhaltung der sogenannten Maastricht-Kriterien offiziell: EU-Konvergenzkriterien verpflichtet.

Obwohl die Preise innerhalb der Eurozone gut vergleichbar sind, weicht aufgrund von nationalen Besonderheiten die Kaufkraft beziehungsweise der Binnenwert, also die Menge an Waren und Dienstleistungen, die Bürger in der Eurozone für einen bestimmten Geldbetrag in einem bestimmten Land kaufen können, voneinander ab.

Im Laufe der Zeit sind weitere Staaten der Eurozone beigetreten zum Beispiel 2001 Griechenland. Voraussetzung dafür ist die erfolgreiche Teilnahme am Wechselkursmechanismus II WKM II.

Darüber hinaus haben einige Staaten z. B. Bosnien-Herzegowina, Bulgarien und einige französische Übersee-Départements ihre Währung anhand des Currency Boards an den Euro gebunden. Der Euro nimmt dabei die Rolle der Ankerwährung ein, indem er einen festen Wechselkurs zur jeweiligen Heimatwährung hat.

                                     

4.1. Freie und gebundene Währungen Gebundene Währungen Metallwährungen

Sie sind dadurch gekennzeichnet, dass hinter dem Wert der Geldeinheit eine ganz bestimmte Menge eines bestimmten Mediums steht. Das sind häufig Edelmetalle.

Man unterscheidet hierbei monometallistische und bimetallistische Währungen.

Monometallistische Währungen Hierbei dient nur genau ein Metall als Währungsmetall oft Gold → Goldwährung; manchmal Silber → Silberwährung.

  • Goldkernwährung Goldbarrenwährung: Es befindet sich kein Gold mehr im Umlauf, das heißt nur Papiergeld und Münzen dienen als Zahlungsmittel und Gold wird bei der Zentralbank als Reserve für den internationalen Zahlungsverkehr gehalten.
  • Golddevisenwährung manipulierte Goldwährung: Die Zentralbankreserve kann aus Gold plus den Devisen anderer Goldwährungsländer bestehen, wie dies vor dem Ende der Goldkonvertibilität des US-Dollar 1971 in der Bundesrepublik Deutschland der Fall war. Der Umtausch von Banknoten und Münzen in Gold oder Devisen ist jederzeit möglich.
  • Goldumlaufswährung reine Goldwährung: Goldmünzen dienen als Zahlungsmittel. Daneben existieren Banknoten, die jederzeit in Gold umgetauscht werden können.

Bimetallistische Währungen Hierbei dienen genau zwei Metalle Gold und Silber als Währungsmetalle.

  • Im Falle einer Doppelwährung besteht zwischen den beiden Metallen ein festes Wechselkursverhältnis. Problematisch ist hier jedoch, dass bei sich ändernden Knappheitsverhältnissen zwischen den Metallen das nominale vom realen Tauschverhältnis abweicht. Das Greshamsche Gesetz beschreibt, welche Auswirkungen es hat, wenn Marktteilnehmer durch gesetzliche Vorschriften dazu gezwungen werden, Geld mit geringerem Wert als Zahlung für Waren und Dienstleistungen ohne Preisaufschlag gegenüber der Zahlung mit Geld von höherem Wert zu akzeptieren. Wenn durch ein Gesetz ein Wertverhältnis zwischen Gold und Silber festgelegt wird und dieses Verhältnis nicht den Marktpreisen der Edelmetalle entspricht oder die Marktpreise sich ändern, hat dies zur Folge, dass Marktteilnehmer zum Bezahlen die Münzen mit geringerem Wert verwenden, Preise sich an den Münzen mit geringerem Wert orientieren und die Münzen mit höherem Wert aus dem Umlauf verschwinden.
  • Anders gibt es im Fall der Parallelwährung kein festes Wechselkursverhältnis zwischen den Metallen, das heißt, es existieren de facto zwei Währungen nebeneinander.

Darüber hinaus kann eine Währung durch ein Currency Board an eine andere Währung oder Währungskorb gebunden sein. Auch gibt es Währungen, die an einen Warenkorb gebunden sind.

                                     

4.2. Freie und gebundene Währungen Freie Währungen

  • Ungebundene Währungen wie zum Beispiel US-Dollar oder Euro: Nicht durch Gold gedecktes, theoretisch beliebig vermehrbares Geld, wobei die tatsächliche Geldmenge heute normalerweise durch das Zusammenspiel staatlicher Zentralbanken und privater Geschäftsbanken gesteuert wird. Ein Umtausch von Bargeld in Gold- oder Devisenreserven zu einem festen Umtauschkurs ist nicht möglich. Seit der Aufhebung der Golddeckung für den US-Dollar 1971 werden Währungen häufig als ungedeckt als "fiat" vermeint, obwohl in Schuldgeld-Systemen Geld mehrheitlich aus Kreditgeld-Schöpfung resultiert und insofern mit Rückleistungsdruck aus Verbindlichkeiten, bzw. mit verpfändeten Sicherheiten – mit Schulden eines Anderen – als unterlegt verstanden werden kann.
                                     

5. Nebenwährung

Eine Nebenwährung ist eine Alternativwährung einer Volkswirtschaft. Es handelt sich um eine fremde Währung neben der gesetzlich vorgeschriebenen Währung, die vor allem als Zwischentauschmittel und darüber hinaus auch als Recheneinheit innerhalb eines Währungsgebietes verstärkt auftritt und genutzt wird.

                                     
  • Bei der historischen Währung Tibets auch: Tibetische Währung Tibetanische Währung handelt es sich um die in der Zeit der Autonomie bzw. Selbständigkeit
  • Tödliche Währung Abgerechnet wird zum Schluss Originaltitel: Illegal Tender ist ein Thriller des Regisseurs Franc. Reyes und wurde von John Singleton
  • kann es nur zwischen verschiedenen Währungen kommen. Innerhalb einer Währungszone gibt es eine einheitliche Währung so dass Auf - oder Abwertungen nicht
  • es nur zwischen verschiedenen Währungen kommen. Innerhalb der Eurozone gibt es mit dem Euro eine einheitliche Währung so dass Auf - oder Abwertungen
  • eine gemeinsame afrikanische Währung in der ECOWAS - Gemeinschaft Chalidschi, ein weiterer Versuch einer gemeinsamen Währung im Golf - Kooperationsrat westafrikanischer
  • römischer Währung versteht man die Gesamtheit der im antiken römischen Reich gebräuchlichen Zahlungsmittel. Vor dem Beginn einer einheitlichen Währung basierte
  • Libyen Lliura mallorquina bis 1869 Mallorca Daniel Schmutz: Pfund Währung In: Historisches Lexikon der Schweiz. André Sampers: Ergaenzungen zum
  • Juni 1985 bis zum Ende des Jahres 1991 die Währung Argentiniens. Er war in 100 Centavos unterteilt. Die Währung ersetzte den früheren Peso Argentino im Verhältnis
  • Südafrika nominell auch als Währung wobei sie in der Realität nur als Anlagemünzen dienen. 1993 führte Namibia seine eigene Währung ein, den Namibia - Dollar
                                     
  • beschlossenen gemeinsamen westafrikanischen Währung die bereits im Jahre 2005 die bisher bestehenden Währungen ablösen sollte. Pläne für eine Währungsunion
  • Der Ausschuss für Wirtschaft und Währung ECON von Englisch: Economic and Monetary Affairs Committee ist ein Ausschuss des Europäischen Parlaments unter
  • Konzept zu einer globalen Währung trägt den Namen Globo. Siehe auch: Europäische Währungseinheit und Euro Oft wird an der Währung Terra kritisiert, dass
  • wurde im Dezember 2009 als Name für die neue Währung als zu unspezifisch abgelehnt. Der Name sei einer Währung nicht angemessen, die nach dem Euro zur zweitwichtigsten
  • nachgewiesen. Seither fand eine Vielzahl unterschiedlicher Währungen Verwendung. Die heutige Währung in China heiSt seit 1949 Renminbi Volksgeld die Einheit
  • Symbol: Φ ist der Name der Währung von Orania, einer quasi - autonomen Buren Afrikaaner - Gemeinde in Südafrika. Die Währung ist 1 - zu - 1 an den Südafrikanischen
  • 1981 eingeführte Währungen von Einzelstaaten, wenn mehrere Zahlungsmittel gleichzeitig gültig sind. Teilweise wird bei Änderung der Währung und des Buchstaben - Codes
  • multilateraler Währungsunion liegt vor, wenn ein Land seine Währung zugunsten der Währung eines anderen Landes aufgibt, dies jedoch in beiderseitigem
  • seit der Reichsgründung 1871 war durch Einführung einer einheitlichen Währung und eine Reihe nachfolgender Währungsreformen geprägt. Nach der Einführung
  • Währungssymbol: Unicode 0x20A2 Plural: Cruzeiros war der Name verschiedener Währungen in Brasilien. Der Cruzeiro wurde 1942 aufgrund der damals schon sehr hohen
                                     
  • Lewa, einfacher Plural: Левове Lewowe ist die seit 1881 verwendete Währung in Bulgarien. Ein Lew ist in 100 Stotínki Стотинки, Einzahl: Стотинка
  • Die Währungs - Wirtschafts - und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der DDR trat am 1. Juli 1990 aufgrund eines Staatsvertrages in
  • Der Phönix griechisch φοίνιξ war die erste Währung des modernen griechischen Staates. Sie wurde 1828 unter Ioannis Kapodistrias eingeführt und war in
  • Khmer - Riel Khmer រ ល ist seit 1956 die Währung Kambodschas. Die offizielle Abkürzung nach ISO 4217 ist KHR. Die Währung wurde nach der Unabhängigkeit 1953
  • Reichsgoldmünze der Goldgehalt der neuen gemeinsamen Währung Mark festgelegt und diese Währung durch das Münzgesetz vom 9. Juli 1873 auf alle Landeswährungen
  • Der Angolar plural: Angolares war die Währung der portugiesischen Kolonie Angola von 1928 bis 1958. Sie war unterteilt in 100 centavos entsprechend
  • Der Kommissar für Wirtschaft und Währung ist ein Mitglied der Europäischen Kommission. Er ist für die Koordination der Wirtschaftspolitiken der Mitgliedstaaten
  • zu einer anderen Währung einem Währungskorb oder den Sonderziehungsrechten des IWF gekennzeichnet. Die Kreuzparität für die Währung b ergibt sich aus
  • Der Boliviano Abkürzung: Bs ist die Währung Boliviens. Ein Boliviano ist in 100 Centavos Abkürzung c. unterteilt. Im Umlauf sind Banknoten zu 10
  • Der Inti war vom 1. Februar 1985 bis am 30. Juni 1991 die offizielle Währung Perus. Sie wurde in 100 Céntimos unterteilt. Der ISO - Kode lautete PEI. Inti
                                     
  • mit einem EU - Mitgliedstaat, den Euro einseitig als Währung eingeführt oder den Kurs ihrer Währung an die Leitwährung Euro gekoppelt. Im engeren Sinn umfasst

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