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ⓘ Maximilian Karl Theodor von Holnstein. Graf Maximilian Karl Theodor von Holnstein aus Bayern war ein bayerischer Gutsbesitzer und Diplomat. Als Reichsrat und Ob ..



Maximilian Karl Theodor von Holnstein
                                     

ⓘ Maximilian Karl Theodor von Holnstein

Graf Maximilian Karl Theodor von Holnstein aus Bayern war ein bayerischer Gutsbesitzer und Diplomat. Als Reichsrat und Oberststallmeister des Königs Ludwig II. besaß er erheblichen Einfluss auf die damalige Politik im Königreich Bayern und spielte auch eine bedeutende Rolle bei der Entstehung des "Kaiserbriefes". Er war 1886 auch an der Entmündigung des Königs beteiligt.

                                     

1. Herkunft

Max von Holnstein war der Sohn des bayerischen Gutsbesitzers und königlichen Kammerherrn Karl Theodor von Holnstein 1797–1857 und dessen Ehefrau Caroline, geb. Freiin von Spiering 1815–1859. Er war der Urenkel des Grafen Franz Ludwig von Holnstein 1723–1780, dem unehelichen Sohn des Kurfürsten und späteren Kaisers Karl Albrecht von Bayern 1697–1745 und seiner Geliebten Maria Caroline Charlotte von Ingenheim. Das Familienwappen der Grafen von Holnstein weist auf ihre Abstammung von den Wittelsbachern hin. Das Wappen hat als Beizeichen einen roten Bastardfaden, der es als Bastardwappen kennzeichnet. Seit dem Jahr 1794 war das Geschlecht in der heutigen Marktgemeinde Schwarzenfeld in der Oberpfalz ansässig, wo sie neben dem Familiensitz Schloss Schwarzenfeld auch umfangreichen Güterbesitz hatten.

                                     

2. Gutsbesitzer in der Oberpfalz

Max von Holnstein gehörte früh zu den Vertrauten der bayerischen Prinzen Ludwig ab 1864 König Ludwig II. und Otto ab 1886 König Otto I., die er bereits aus Kindertagen kannte und deren Spielkamerad er auch war. Seinen Hauptwohnsitz hatte er seit 1857 auf Schloss Schwarzenfeld in der Oberpfalz, von wo aus er seinen Grundbesitz verwaltete. Nach dem Tod seines Vaters wurde Holnstein erblicher Reichsrat sowie Majoratsherr. Er übernahm den Besitz seiner Familie in Schwarzenfeld, Rauberweiherhaus, Thanstein und Pillmersried in der Oberpfalz sowie in Thalhausen und Palzing in Oberbayern. Im Jahr 1863 wurde Holnstein wegen eines mit Pistolen ausgetragenen, gesetzlich verbotenen Ehrenduells mit Hugo Wenzel von Sternbach verurteilt und zu einer Festungshaft verurteilt, im Jahr 1866 jedoch durch Ludwig II. begnadigt und zum königlich bayerischen Oberststallmeister ernannt. Verheiratet war Max von Holnstein mit der fünfzehn Jahre jüngeren Maximiliane von Gumppenberg * 14. Mai 1850; † 3. September 1937.

                                     

3. Tätigkeit am bayerischen Hof und als Diplomat

Als königlicher Oberststallmeister war Holnstein seit 1866 Mitglied des bayerischen Hofstaates. In dieses Hofamt war er als Nachfolger des Freiherrn Otto von Lerchenfeld-Aham berufen worden, den Ludwig II. Ende 1865 entlassen hatte, weil Lerchenfeld einen Reitknecht, der als Liebhaber des Königs galt, bei der Staatsanwaltschaft wegen eines angeblichen Sittlichkeitsvergehens angezeigt hatte, um ihn vom Hof zu entfernen. Holnstein galt als ehrgeizig, dominant und zupackend.

Seine politisch wichtigste Rolle hatte Holnstein als Vertrauter des bayerischen Königs und später als Diplomat. Er genoss Ludwigs volles Vertrauen, das er erst drei Jahre vor dessen Entmündigung wegen seines Widerstands gegen die zunehmende Geldverschwendung des Königs verlor. Als Ratgeber des Monarchen war Holnstein unmittelbar an der Entstehung des in Schloss Hohenschwangau geschriebenen "Kaiserbriefes" beteiligt, der dem preußischen König Wilhelm I. die Kaiserwürde des neu zu gründenden Deutschen Reichs antrug.



                                     

3.1. Tätigkeit am bayerischen Hof und als Diplomat Holnstein und der Kaiserbrief

Im Vorfeld der Abfassung des "Kaiserbriefes" führte Holnstein im Auftrag des Königs die Verhandlungen mit Otto von Bismarck. Das von Bismarck in seiner Eigenschaft als norddeutscher Bundeskanzler am 27. November 1870 aufgesetzte und durch König Ludwig II. am 30. November 1870 unterzeichnete Schreiben an die deutschen Bundesfürsten trug dem preußischen König Wilhelm die Kaiserwürde des neu gegründeten Deutschen Reichs an und gab damit den Anstoß zur Kaiserproklamation Wilhelms I. im Spiegelsaal von Versailles. Die süddeutschen Könige von Bayern und Württemberg standen der Reichsgründung zunächst kritisch gegenüber, sodass die preußische Diplomatie stark um eine Einigung bemüht war. Dass sich Ludwig II. aufgrund seiner kostspieligen Schlossbauten in einer angespannten Finanzlage befand – vor allem seines privaten Vermögens – war bekannt und wurde schließlich dazu benutzt, um den König zum Einlenken zu bewegen.

Am 19. November 1870 schickte der preußische Botschafter Graf Werthern ein Telegramm mit folgendem Wortlaut an Bismarck: "Ganz Geheim. Der König von Bayern ist durch Bauten und Theater in große Geldverlegenheit geraten. Sechs Millionen Gulden würden ihm sehr angenehm sein, vorausgesetzt, dass die Minister nichts erfahren. Für diese Summe würde er sich auch zur Kaiserproklamation und Reise nach Versailles entschließen. Zweck der Reise des Grafen Holnstein ist, mit Ew. Exzellenz hierüber zu sprechen."

Bei der Abwicklung der Absprachen spielte Holnstein die zentrale Rolle. Die Details der Abwicklung der zugesagten Zahlungen wurden mit ihm festgelegt, und er erhielt für seine Dienste 10 % der an Ludwig fließenden Gelder. Tatsächlich kam es jedoch nicht zu einer Einmalzahlung der geforderten Summe, sondern zu einer Art Leibrente aus den Zinserträgen des Welfenfonds, aus denen dem König ab 1871 bis zu seinem Lebensende 1886 jährlich 300.000 Mark heute ca. 2 Millionen Euro zuflossen. Die Abwicklung dieser vor der bayerischen Regierung streng geheim gehaltenen Zahlungen erfolgte stets über Holnstein. Er erhielt dafür die einmalige "Gratifikation" von 164.000 Mark sowie eine jährliche Provision von 17.000 Mark von Bismarck und hatte, was Bismarck nicht wusste, zudem mit Ludwig eine jährliche Provision von 10 %, also 30.000 Mark, vereinbart. Nicht zuletzt diese Leibrente führte dazu, dass König Ludwig bis zu seinem Tod niemals eine Regierung unter Führung der preußenfeindlichen Bayerischen Patriotenpartei berief.

Bereits am 23. November 1870 hatte sich Bismarck mit den Vertretern der bayerischen Regierung über den Beitritt zum Deutschen Reich geeinigt, wobei Bismarck Bayern große Zugeständnisse machte eigenes Post- und Fernmeldewesen, eigene Eisenbahnen und in Friedenszeiten ein eigenes Heer, und erklärte, als er von dieser Verhandlung zurückkehrte: "Nun wäre der bayrische Vertrag fertig und unterzeichnet. Die deutsche Einheit ist gemacht, und der Kaiser auch." Seine Mitarbeiter fanden den Vertrag unterzeichnet, mit zwei leeren Champagnerflaschen daneben. Oberst-Stallmeister Graf Holnstein traf zwei Tage später am 25. November 1870 in Versailles ein, wo er sogleich von Bismarck empfangen wurde, ohne sich zuvor mit der bayerischen Verhandlungsdelegation in Verbindung zu setzen. Über den Verlauf des Gespräches ist nichts bekannt, nur das Ergebnis einer Einigung der Beteiligten. Am 26. November 1870 gab Bismarck dieses, wenn auch in etwas verfremdeter Form, seinen Mitarbeitern bekannt, als er in einem vertraulichen Vermerk, den er dem offiziellen Schreiben an den Leiter der Staatskanzlei Delbrück über die mit den bayerischen Regierungsvertretern am 23. November 1870 abgeschlossenen Verträge beifügte, anmerkte: "Im Anschluss an mein heutiges Schreiben teile ich Ew. pp. noch vertraulich mit, dass ich auch die Kaiserfrage mit den bayrischen Herrn Ministern besprochen und ihre Bereitwilligkeit konstatiert habe, dieselbe durch Anregung Bayerns in Gang zu bringen. Nach ihren Andeutungen nehme ich an, dass ein Schreiben Seiner Majestät des Königs von Bayern an Seine Majestät den König, worin der Antrag gestellt wird, bereits unterwegs ist." Tatsächlich hatte er sich aber gerade erst mit Ludwigs Vertreter über dessen Geldforderungen geeinigt und den angeblich erwarteten Brief, den späteren Kaiserbrief, formulierte er am 27. November 1870 vorsichtshalber selber. Von seiner ursprünglichen Forderung, Ludwig müsse persönlich nach Versailles kommen, hatte er Abstand genommen. Den Entwurf des Kaiserbriefes gab er zusammen mit einem persönlichen Schreiben an Ludwig auf den Weg, das er mit überschwänglichen Dankesworten begann: "Allerdurchlauchtigster Großmächtigster König! Für die huldreichen Eröffnungen, welche mir Graf Holnstein nach Befehl Eurer Majestät gemacht hat, bitte ich Allerhöchstdieselben den ehrfurchtsvollen Ausdruck meines Dankes gnädig entgegennehmen zu wollen." Er kam dann auf den Kaiserbrief zu sprechen:

"Bezüglich der deutschen Kaiserfrage ist es nach meinem ehrfurchtsvollen Ermessen vor allem wichtig, dass deren Anregung von keiner anderen Seite wie von Eurer Majestät und namentlich nicht von der Volksvertretung zuerst ausgehe. Die Stellung würde gefälscht werden, wenn sie ihren Ursprung nicht in der freien und wohlerwogenen Initiative des mächtigsten der dem Bunde beitretenden Fürsten verdankte. Ich habe mir erlaubt, Holnstein den Entwurf einer etwa an meinen allergnädigsten König und, mit den nöthigen Aenderungen der Fassung, an die anderen Verbündeten zu richtenden Erklärung auf seinen Wunsch zu übergeben."

Holnstein fuhr zusammen mit den bayerischen Staatsministern, die Bayern bei dem Abschluss des bayerischen Beitrittsvertrags vertreten hatten, im Zug zurück nach München und hatte dort ihnen Bismarcks Entwurf zur Kenntnis gebracht. Am 30. November 1870 traf Holnstein mit diesem Brief in Schloss Hohenschwangau bei Ludwig ein und wurde vom König erst empfangen, als er mitteilen ließ, dass er um 18 Uhr wieder zurück nach Versailles reisen müsse. Er erklärte dem König dann, dass er in jedem Fall wieder nach Versailles fahren werde, sei es mit oder ohne Ergebnis, wobei dann aber damit zu rechnen sei, dass die vor Paris stehenden Truppen Wilhelm I. zum Imperator ausrufen würden. Mit geringfügigen Änderungen schrieb Ludwig Bismarcks Entwurf ab und übergab ihn Holnstein, der ihn zur Siegelung nach München brachte. In einen Begleitbrief bat Ludwig seinen Kabinettsekretär, den Brief zu überprüfen und, sollte ihm ein anders gefasster Brief als angemessener erscheinen, "so zerschlägt sich die Sache und ich ermächtige Sie, den Brief an den König von Preußen zu zerreißen." Der Kabinettsekretär indessen siegelte den Brief am 1. Dezember, und Holnstein traf schon am nächsten Tag wieder in Versailles ein, wo er den Brief Ludwigs Onkel, Prinz Luitpold von Bayern, übergab. Am 3. Dezember 1870 jubelte Bismarck in einem Telegramm an Graf Werthern, den preußischen Botschafter in München: "Sagen Sie Graf Bray, Seine Majestät der König habe mit lebhaftem Dank aus den Händen seiner Königlichen Hoheit des Prinzen Luitpold das Schreiben seiner Majestät des Königs Ludwig vom 30.11. entgegengenommen und danke dem König Ludwig für die neue Bethätigung der vaterländischen Gesinnung seiner Majestät. Die am Reichstage befürchteten Schwierigkeiten wegen der Verträge werden, wie ich hoffe, damit überwunden sein."

                                     

3.2. Tätigkeit am bayerischen Hof und als Diplomat Holnsteins Einfluss auf Ludwig II.

Die Verdienste Holnsteins um die deutsche Einigung hat Bismarck folgendermaßen gewürdigt: "Der Graf Holnstein hat sich durch die in einer schlaflosen Woche zurückgelegte doppelte Reise und durch die geschickte Durchführung seines Auftrages in Hohenschwangau ein erhebliches Verdienst um den formalen Abschluss unsrer nationalen Einigung durch Beseitigung der äußeren Hindernisse der Kaiserfrage erworben." Graf Werthern, dem preußischen Botschafter in München, empfiehlt Bismarck am 24. Dezember 1870 im Zusammenhang mit der als unsicher erscheinenden Ratifizierung der bayerischen Beitrittsverträge durch das bayerische Parlament, sich über die Stellung des Königs zu dieser Frage "auch mit dem Grafen Holnstein zu besprechen, welcher von den Absichten und Auffassungen des Königs am besten unterrichtet ist."

Am bayerischen Hof in München galt Holnstein – der seinerzeit außerhalb Bayerns als "Pferde-Exzellenz" bekannt war und vom bayerischen Volk gewöhnlich als "Roßober" tituliert wurde – als graue Eminenz, dessen Einfluss auf König Ludwig II. sprichwörtlich war. Graf Hugo von Lerchenfeld-Köfering, der königlich bayerische Staatsrat und Gesandte am königlich preußischen Hof er war der Vater des späteren bayerischen Ministerpräsidenten Graf Hugo Lerchenfeld-Köfering urteilte: "Nur ein Mann hat neben Richard Wagner eine gewisse Rolle im Leben Ludwigs II. gespielt, das war der Oberststallmeister Graf Max von Holnstein. Holnstein war eine bemerkenswerte Persönlichkeit von herkulischem Körperbau und von großer Energie. Furcht kannte er nicht. Er neigte stark zum Jähzorn und konnte dann auch brutal werden".

Fürst Philipp zu Eulenburg berichtete 1882 von einer Beobachtung: "Holnstein muss irgendeine wunderliche Sache des Königs wissen und diese als Waffe benutzen – der König liebt ihn nicht mehr und gehorcht ihm doch." Behauptungen einer möglichen homophilen Verbindung des "Märchenkönigs" mit seinem Stallmeister in einem Buch des Autors Alfred Wolfsteiner waren noch 2005 Gegenstand einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit den Nachfahren Holnsteins. Eine solche erscheint ausgeschlossen, jedoch fürchtete Ludwig den Grafen nicht nur aufgrund seiner Skrupellosigkeit und Intriganz, sondern tatsächlich scheint sich Holnstein in den Besitz der Liebesbriefe Ludwigs an seinen einstigen Liebhaber Paul von Thurn und Taxis gesetzt und den König damit erpresst zu haben. Vor allem aber war der König wegen der geheimen preußischen Zahlungen von ihm abhängig.

                                     

3.3. Tätigkeit am bayerischen Hof und als Diplomat Ungnade und spätere Laufbahn

Im Jahr 1883 fiel Holnstein bei König Ludwig II. quasi über Nacht in Ungnade. Ein angeblicher Grund dafür war die Weigerung des ehemaligen Günstlings, weiter Geld für Ludwigs exzessive und schuldenträchtige Baulust zu beschaffen etwa für das Schloss Herrenchiemsee. Richtig war aber, dass Graf Holnstein seit 1870 Personen bestach und falsche Hauptzeugen gegen den König agieren ließ. Er ließ Diener bestechen, die ihm als Zuträger dienten und hat mündliche Nachrichten verschärft, frisiert und so Materialien gesammelt, die später dem Arzt von Gudden überbracht worden sind. Graf Holnstein spielte Zeit seines Dienstes am bayerischen Hof ein Doppelspiel.

Als Ludwig II. schließlich am 8. Juni 1886 auf Betreiben der Regierung durch die Ärzte Bernhard von Gudden, Friedrich Wilhelm Hagen, Hubert von Grashey und Max Hubrich 1837–1896 in einem Gutachten für "seelengestört" und "unheilbar" erklärt wurde, war auch Max von Holnstein an der Entmündigung maßgeblich beteiligt. Neben Graf Clemens Maria zu Toerring-Jettenbach wurde auch Holnstein zum Vormund Kurator des Königs bestimmt. Beide gehörten zu der Kommission, die den König in der Nacht zum 10. Juni 1886 auf Schloss Neuschwanstein in Gewahrsam nehmen und nach Linderhof bringen sollte, die jedoch stattdessen von der herbeigerufenen Polizei und aufgebrachten Bauern im Torhaus des Schlosses eingesperrt wurde. Dort ritzte Holnstein, bis heute sichtbar, seinen Namen und das Datum in die Wand des Kerkers. Er kehrte am nächsten Nachmittag, nachdem die Regierung neue Polizisten geschickt hatte, nach München zurück und organisierte die Unterbringung des Königs im Schloss Berg, wo Ludwig nach erfolgreicher Festnahme durch ein Ärztekomitee drei Tage später den Tod finden sollte.

"Wenn ich dem König schade, will ich erblinden", soll Holnstein der Überlieferung zufolge einmal gesagt haben. Nach dem Tod König Ludwigs II. blieb er bis 1892 Oberststallmeister bei Prinzregent Luitpold, und wie das Schicksal es wollte, war er am Lebensende vollkommen erblindet.

Als Diplomat und Höfling erhielt Holnstein im Laufe seines Lebens zahlreiche bayerische und internationale Ehrungen und Auszeichnungen. Er war unter anderem Generalmajor à la suite der Armee, Ehrenritter des souveränen Malteserordens und Vorstand der königlich bayerischen Hofjagdinstanz.



                                     

4. Unternehmer und Lebensabend

Nach dem Ende seiner Tätigkeit am bayerischen Hof zog sich Max von Holnstein 1893 auf sein Schloss in Schwarzenfeld zurück, das er seit 1857 bewohnte. Er war auch wirtschaftlich erfolgreich und gehörte unter anderem zu den Mitgründern der Bayerischen Vereinsbank und war Vorsitzender im Gründungsaufsichtsrat der Tonwarenfabrik Schwandorf AG. In Schwarzenfeld ließ er den Schlossbau in den Jahren 1890 bis 1892 durch Julius Hofmann um das Nebengebäude und um die beiden Türme im Stile des damals populären Baustils des Historismus erweitern. Zeitweilig waren bis zu 160 Arbeiter am Umbau beteiligt, der dem Schloss nun sein endgültiges Aussehen gab. Dabei wurden auch umliegende Gebäude abgebrochen, um den Blick auf das Schloss freizugeben. Kurz nach der Fertigstellung nutzte der Graf das Schloss als Ruhesitz, wo er im Jahr 1895 gänzlich erblindet starb. Bestattet wurde Max von Holnstein in dem bereits 1882 bis 1884 auf sein Geheiß erbauten Mausoleum auf dem Friedhof von Schwarzenfeld, wo auch seine Familie ihre letzte Ruhestätte fand.

Seine Witwe Maximiliane † 1937 und seine Nachfahren bewohnten das Schloss Schwarzenfeld nur noch wenige Jahre, und nach dem Auszug der Gräfin Maximiliane im Jahr 1907 blieb das Schloss bis auf kurzzeitige Verpachtungen lange ungenutzt. Wirtschafts- und Finanznöte zwangen Maximiliane von Holnstein 1936 dazu, es an die NS-Volkswohlfahrt Berlin zu verkaufen.

                                     
  • Stieler Maximilian Karl Theodor von Holnstein Reichsrat und Diplomat Ludwigs II. Fürsten von Löwenstein - Wertheim, Nachkommen des Grafen Ludwig I. von Löwenstein
  • Hersfeld - Rotenburg, Hessen Holnstein Adelsgeschlecht bayerische Adelsfamilie, darunter Maximilian Karl Theodor von Holnstein 1835 1895 Gutsbesitzer
  • Karl Theodor von Holnstein 8. Dezember 1832, 8. Dezember 1832 Johanna von Holnstein 17. September 1833, 17. September 1833 Maximilian Carl
  • Schloss in den Besitz der Grafen von Holnstein und es wurde ab dem Jahre 1857 von Graf Maximilian Karl Theodor von Holnstein bewohnt, der als Reichsrat, persönlicher
  • abgeschlossen. Eine weitere Serie von Pferdeporträts entstand ebenfalls auf Vermittlung von Maximilian Karl Theodor von Holnstein im königlichen Hofgestüt Rohrenfeld
  • Graf Maximilian Joseph von Holnstein 1760 1838 Statthalter der Oberpfalz, dessen Vater Franz Ludwig aus einer auSerehelichen Verbindung Kaiser Karls VII
  • 1786 1784 Graf Maximilian Josef von Holnstein 1760 1838 Karl August Friedrich Joseph, Graf von Heydeck und Reichsfürst von Bretzenheim, GroSprior
  • die Jurisdiktion an den Staat abgegeben. 1857 erbt Graf Maximilian Karl Theodor von Holnstein die hiesigen Besitzungen. 1946 wurden der Gemeinde Thanstein
  • 1784 in Amberg Maximilian Joseph Graf von Holnstein 1760 1838 Statthalter der Oberpfalz, dessen Vater Franz Ludwig Graf von Holnstein 1723 1780 aus
  • Graf Maximilian Karl Theodor von Holnstein die Hofmark mit Schloss und Brauerei das Schloss ist bis 1988 in deren Familienbesitz, die Brauerei von deren
  • Statthalter, unehelicher Spross aus dem Hause Wittelsbach Holnstein Maximilian Karl Theodor von 1835 1895 bayerischer Gutsbesitzer und Staatsmann
                                     
  • Kaisers Karl Albrecht von Bayern, mit dem zusammen sie zwei Kinder hatte, u. a. einen Sohn der das Adelsgeschlecht der Grafen von Holnstein aus Bayern begründete
  • Kurfürsten bzw. Kaisers Karl Albrecht von Bayern, mit dem zusammen sie einen Sohn hatte der das Adelsgeschlecht der Grafen von Holnstein aus Bayern begründete
  • Caroline von Ingenheim stammte sein 1723 geborener Sohn Franz Ludwig, dem er den Adelstitel eines Grafen von Holnstein verlieh und das Palais Holnstein in München
  • 1786 1784 Graf Maximilian Josef von Holnstein 1760 1838 Karl August Friedrich Joseph, Graf von Heydeck und Reichsfürst von Bretzenheim, GroSprior
  • Ludwig Karl Graf von Holnstein aus Bayern Maximilian Karl Graf von Holnstein aus Bayern Petrus Ritter von Hötzl K Bernhard Ritter von Küffner Karl Friedrich
  • beantragte Maximilian von Holnstein die Bildung eines Patrimonialgerichts II. Klasse. Dies wurde 1821 genehmigt. 1833 trat Graf Theodor von Holnstein nach diversen
  • Caroline von Spiering heiratete 1831 den königlichen Kämmerer Karl Theodor Graf von Holnstein zu Schwarzenfeld aus einer Bastard - Linie der Wittelsbacher
  • Joseph Max Graf von Montgelas Ludwig Graf von Holnstein aus Bayern Theodor Freiherr von Cramer - Klett Durchlaucht Karl Philipp Fürst von Wrede Eduard Freiherr
  • 1819 1901 Maximilian Karl Graf von Holnstein in Bayern Ernst Leopold Fürst zu Leiningen Ludwig Heinrich Emil Graf von Lerchenfeld auf Köfering
                                     
  • 1819 1901 Maximilian Karl Graf von Holnstein aus Bayern Karl Josef Freiherr von Kleinschrod Ernst Leopold Fürst zu Leiningen Ludwig Heinrich Emil Graf von Lerchenfeld
  • Herzog Josef Ludwig zu FuS, 1733 Herzog Maximilian 1738 Herzog Clemens 1742 1745 kaiserlich 1770 Holnstein 1778 Kurpfalzbayerisches 7. Linien - Infanterie - Regiment
  • Ludwig Karl Graf von Holnstein aus Bayern Karl Friedrich von Lang - Puchhof Karl Friedrich von Lang - Puchhof Karl Jakob Ritter von Lavale Emich Eduard
  • Graf Maximilian Karl Theodor von Holnstein die Hofmark mit Schloss und Brauerei das Schloss ist bis 1988 in deren Familienbesitz, die Brauerei von deren
  • 1819 1901 Maximilian Karl Graf von Holnstein aus Bayern Karl Josef Freiherr von Kleinschrod Ernst Leopold Fürst zu Leiningen Ludwig Heinrich Emil Graf von Lerchenfeld
  • Ludwig Karl Graf von Holnstein aus Bayern Karl Friedrich von Lang - Puchhof Emich Eduard Fürst zu Leiningen Ludwig Heinrich Emil Graf von Lerchenfeld
  • Ludwig Karl Graf von Holnstein aus Bayern Petrus Ritter von Hötzl K Gustav Ritter von Kahr Bernhard Ritter von Küffner Karl Friedrich von Lang - Puchhof
  • Maximilian Karl Graf von Holnstein aus Bayern K Bernhard Ritter von Küffner Karl Friedrich von Lang - Puchhof Ernst Leopold Fürst von Leiningen
  • von Crailsheim Theodor jun. Freiherr von Cramer - Klett Friedrich Christian von Deuster Maximilian Joseph Graf von Deym zu Arnstorf Karl Max Graf von
  • Nachfolge Karl Theodors als Kurfürst in München an. Karl Theodor 1777 1799 Maximilian IV. Joseph 1799 1806 ab 1806 als Maximilian I. Joseph König von Bayern

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