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Thomas Hettche
                                     

ⓘ Thomas Hettche

Thomas Hettche wuchs im Dorf Treis am Rande des Vogelsbergs auf, wo die Familie seit Generationen als Bauern und Handwerker ansässig ist. Hettches Mutter kam im Zuge der Vertreibung der Deutschen aus der Tschechoslowakei 1947 nach Hessen. Er besuchte die Liebigschule Gießen und legte 1984 das Abitur ab. Von 1984 bis 1991 studierte Thomas Hettche Germanistik, Filmwissenschaft und Philosophie an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, an der er als Magister artium mit einer Arbeit über den Augenblick als Kategorie ästhetischen Empfindens in Robert Musils Der Mann ohne Eigenschaften abschloss und an der er 1999 mit der medientheoretischen Arbeit Animationen über die Geschichte von Anatomie und Pornographie auf der Folie Venedigs promoviert wurde.

Thomas Hettche lebt heute nach Aufenthalten in Venedig, Krakau, Stuttgart, Rom und Los Angeles als freier Schriftsteller in Berlin und in der Schweiz. Er hat zwei Töchter.

Neben seiner schriftstellerischen Arbeit ist Thomas Hettche als Journalist tätig und schreibt Kritiken, Reportagen und Essays unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung und die Neue Zürcher Zeitung.

Von 1995 bis 1999 war er Juror beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb.

2002 hatte er die Poetikdozentur der Akademie der Wissenschaften und der Literatur an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz inne zusammen mit Malin Schwerdtfeger, 2003 hatte er einen Lehrauftrag an der Philipps-Universität Marburg. Im selben Jahr war Hettche künstlerischer Gast des Collegium Helveticum an der ETH Zürich. Er hat eine Honorarprofessur an der TU Berlin inne.

Thomas Hettche ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland und der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

                                     

1.1. Werk Ludwig muß sterben. Roman.

"Selten ist ein Debüt mit so breiter und tiefer Bewunderung, ja mit einer so seufzenden Erleichterung aufgenommen worden, als wäre mit diesem virtuos kühnen Textgebilde die Zukunft einer jungen deutschen Literatur erst einmal gesichert", schrieb der Literaturkritiker Reinhard Baumgart in der Wochenzeitschrift Die ZEIT über Thomas Hettches ersten Roman.

In Ludwig muß sterben erzählt ein aus der Psychiatrie Entlassener vom Sterben seines herzkranken Bruders in Italien, von dessen Existenz er eigentlich nichts wissen kann. In phantastischer Manier entsteigt erst eine junge, durch Eingriffe an Kopf und Gesicht entstellte Frau einem Anatomieatlas, gefolgt vom Arzt Johannes Tichtel, einer historischen Figur des 16. Jahrhunderts, dessen Tagebücher Hettche für den Roman aus dem Lateinischen hatte übersetzen lassen und die er in Teilen in den Roman einbaut. In einer atem- wie absatzlosen Sprache voller Bilder und Zitate entfaltet der Roman alle Themen, die das Frühwerk Hettches prägen: Macht und Ohnmacht des Erfindens, das Erzählen von Liebe und Tod, die Haut als verletzliche Grenze unseres Ichs.

"Mit diesem jungen Frankfurter Autor hat ein Prosaist die literarische Szene betreten, der mit den technischen Mitteln modernen Erzählens wie ein Meister zu spielen versteht", resümiert Gunhild Kübler in der NZZ.

"Wie bei so manchen seiner jungen Generationsgenossen, bei Durs Grünbein, Marcel Beyer und Rainald Goetz, hat Dr. Benn massiv die Finger im Spiel. Der Anatomie-Atlas scheint für die heute Dreißigjährigen das vornehmste Poesiealbum zu sein; ihre ‚Schädelbasislektion Grünbein haben sie offenbar schon in der Wiege gelernt. Das ‚Menschenfleisch’ Beyer als die letzte Substanz der Erfahrung" Bernard Imhasly in der Neuen Zürcher Zeitung.

Frank Mühlich feiert den Roman in der taz als "Geniestreich". Und für Friedhelm Rathjen weist der Roman Hettche als "Jungromancier allererster Güte aus", der "mit Furor aufs Ganze geht" und "ein Verwandter Beckettscher Erzähler" sei. Hettche gehe es "um die Sprache, keine Frage: um ihre Allmacht und ihre Ohnmacht. Die Sprache ist das Maß aller Dinge, denn ausdrücklich aus Wörtern geformt sind alle Körper, alle Gegenstände der sehr gegenständlichen und sehr körperlichen Prosa Thomas Hettches, die nicht im mindesten so abstrakt ist, wie jeder nur halbwegs angemessene Versuch ihrer Beschreibung notgedrungen sein muß", schreibt er in seiner Rezension in der Frankfurter Rundschau.

                                     

1.2. Werk Inkubation

Bei Inkubation 1992 handelt es sich um eine Art literarischer Partitur: Zwanzig Prosastücke sind nach der Art von fünfstimmigen polyphonen Inventionen ineinandergeschoben. Typographisch anspruchsvoll wird das Ineinander von Geschichten umgesetzt, das sich jeweils über die ganzen Doppelseiten des Buches erstreckt, durch ein Koordinatensystem statt durch Seitenzahlen gegliedert. Die Geschichten von "Inkubation" erzählen alle auf phantastische Weise von den Beziehungen zwischen einem Ich und einem Du: "Da stülpen die Knorpel in deinen Schultern sich hoch aus, dir wachsen, weiss ich plötzlich, Flügel, darf nicht, jeder Engel ist schrecklich, ich beisse hinein". Der Band "versammelte … Erzählungen, die wie ein generatives System die eigentliche Geschichte erst produzieren – fernab vom Erzähler und souverän kokettierend mit den Grenzen der Erzählbarkeit der Welt".

Hettche habe sich "von frühem Ruhm, von Hysterie und Erwartungsdruck nicht dazu verführen lassen, mit großer Geste gleich in seinem zweiten Buch ein frühes Versprechen prompt und pompös einzulösen", urteilt Reinhard Baumgart in der ZEIT. Vielmehr "laboriere" der Band "in einem merkwürdig waghalsig embryonalen Zustand, als gäbe es diese Spanne zwischen Texterzeugung und Textgeburt". Es "prüft hier das Erzählen fortlaufend sich selbst, seine Voraussetzungen und Bedingungen, immer wieder hinaustastend in Möglichkeiten der Fiktion und immer wieder, geradezu emphatisch zurückweichend ein schönes Gefängnis aus nichts als Sprache, ein gläsernes, aber dichtes Gehäuse". Die Dichte der Verweise, mit denen Hettche seinen Text anreichere, führe dazu, "daß die Sprachspiele durch einen schön mitraunenden Resonanzraum laufen". "Inkubationen" sei ein "Kunststück einer coolen Sprachsinnlichkeit und in ihr die eindrucksvolle Verkörperung, ja geradezu Fleischwerdung jenes Jammers über das Ende der Fiktionen".

                                     

1.3. Werk NOX. Roman.

Hettches zweiter Roman NOX erschien 1995 und wurde äußerst kontrovers aufgenommen. "Thomas Hettche riskiert, was noch kein anderer westdeutscher Autor mit solcher Ernsthaftigkeit gewagt hat: die Nacht des 9. November 1989, die über Millionen Menschen in Ost und West so unerwartet hereingebrochen ist, zum Thema eines Romans zu machen" Michael Basse in der SZ.

NOX, das seltene Beispiel eines Wenderomans aus westdeutscher Sicht, erzählt die Nacht des Mauerfalls als pornographische Groteske. Eine namenlose Mörderin, die gleich auf der ersten Seite des Romans dem Erzähler die Kehle durchschneidet, irrt durch das nächtliche, die Wiedervereinigung feiernde Berlin. Der tote, langsam verwesende Erzähler, Elemente des Großstadtromans in der Tradition Döblins Wetterberichte, Zeitungsmeldungen, SM-Szenen von großem Pathos – all das unterlief die Erwartungen der Literaturkritik an einen Roman über die Deutsche Einheit.

Zur Wiederauflage des Romans 2003 schrieb Tom Kraushaar in Edit: "Thomas Hettches NOX ist wie kaum ein anderer Roman der 90er Jahre Anlass zu Polemisierungen und Pauschalisierungen gewesen. Er brachte Kategoriebildungen hervor, die Wahrnehmung und Produktion von Literatur nun fast zehn Jahre prägten. Wenn NOX heute als Neuauflage erscheint, dann erscheint ein anderer Text, ein Roman, der in unzähligen Rezensionen und Essays gleichsam weitergeschrieben wurde. Betrachtet man den Roman heute, dann ist er untrennbar vernetzt mit den vielen literaturkritischen Debatten der 90er Jahre zu postmoderner Theorie, neuem Realismus, Pop-Literatur etc. Vielmehr besteht die Bedeutung der Rezeption von NOX in ihrer Vernetzung mit bestimmten Debatten der Literaturkritik der 90er Jahre. Thomas Hettche zwar 1995 das, was man heute unter einem Jungautor versteht, zugleich repräsentierte er aber das literarische Establishment der frühen 90er Jahre. Bei der Auseinandersetzung mit ihm geht es um die Konfrontation mit einer ganzen literarischen Traditionslinie. Endlich sollte die Dominanz einer theoretisch-intellektuellen, einer selbstreferenziellen und innerlichen Literatur gebrochen werden. Und es gelang der Literaturkritik insbesondere durch die Radikalität und Schärfe der Polemik gegen Texte wie NOX, althergebrachte Kategorien aufzulösen".



                                     

1.4. Werk Animationen

1999 publizierte Hettche Animationen, einen "Romanessay", wie es im Klappentext heißt, mit dem der Autor im selben Jahr bei Christa Bürger an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main in Literaturwissenschaft promoviert wurde. Animationen entwickelt erzählend-reflektierend auf der Folie Venedigs Elemente einer Medientheorie aus der Geschichte von Anatomie und Pornographie, wobei Hettche sich weitausgreifend mit Goethe und Flaubert, Tizian, Montaigne und Casanova, dem Anatomen Andreas Vesalius und vor allem Pietro Aretino beschäftigt und dabei ein "Feuerwerk der Bezüge abbrennt" Hubert Winkels in Die ZEIT.

Dietmar Dath schrieb in SPEX über die "balsamische Wirkung eines zum Text auskomponierten intellektuellen Erlebnisses, das wahrhaftig über den Atem und die Geduld, die Liebe und die Fürsorge gebietet, seiner eigenen sprachlichen Objektivation mit allen auch noch so heteronomen Aspekten seiner Gestalt zuzuarbeiten, weit über die begrenzten Mittel hinaus, die ich zu dieser historisch wahrhaft späten Stunde aus meinem Wort- und Kategorienbestand noch herbeizitieren könnte, um ihr Tröstliches zu beschreiben. … Die Klarheit, mit der zahlreiche aufgerufene Quellentextmomente, das" lächelnde Mädchen "bei Goethe etwa, Flauberts Reiseaffektationen, kulturgeschichtliche Chronika etc., weitsichtig in ihrer letztlich nicht aufhebbaren Unschärfe, gegenseitigen Abhängigkeit etc. belassen werden, ist beispielhaft und anrührend. Keine Idee in diesem Buch ist der übersprudelnden Aufgekratztheit eines Schlaumeiers entsprungen, jede legitimiert sich vielmehr dadurch, dass ihr immer noch andere folgen können, dass dies noch nicht das Ende ist, man auch kein Ende will, kein Besserwissen. … Was in" Animationen "erzählt wird, sind dagegen GedankenGÄNGE, ein Wissen im Werden, fast wie bei Ernst Blochs" Spuren "eigentlich …. Und das, dieses gewissermaßen in so andeutungsreicher wie expliziter Sprache aufgehobene Dezente, dem andererseits von einer gar nicht dezenten Neugier die vorbildlich feinjustierte Waage gehalten wird, ist die heimliche Grundmelodie, die der ausgeschriebenen Partitur" Animationen "ihre Schönheit schenkt".

                                     

1.5. Werk Der Fall Arbogast. Kriminalroman.

Der Fall Arbogast, erschienen 2001, basiert auf dem historischen Kriminalfall um Hans Hetzel und erzählt die Geschichte eines Aufsehen erregenden Justizirrtums in den 1950er Jahren. Der Roman, der zum Besteller und in zwölf Sprachen übersetzt wurde, galt der Literaturkritik wegen der dramaturgisch durchkomponierten und filmhaften Erzählweise, bei der Hettche erstmals stark mit Dialogen arbeitet und mit unterschiedlichsten Figuren detailgenau ein Stück bundesrepublikanischer Nachkriegsgeschichte entwirft, als Zäsur im Werk des Autors, als Hinwendung zu neuen Themen und einem realistischeren Erzählen.

Felicitas von Lovenberg sieht in der "Schilderung von beklemmender Intensität … einen Schriftsteller, der gelernt hat, souverän mit seiner Kunst umzugehen. Jeder Satz steht wie gemeißelt", schreibt sie in ihrer Rezension in der FAZ. Der Autor habe sich "einen ungewöhnlichen Stoff ausgesucht, um sein zentrales Thema von Körper und Gewalt fortzuführen" ; der Roman zeige aber, "daß der Sprachvirtuose Hettche seine Themen nicht mehr nur kaltblütig inszeniert und seziert, sondern den Menschen neben Obsessionen auch Gefühle zugesteht". Wobei er es "geschickt vermeide, uns Arbogast so nah zu bringen, daß er einem geheuer würde" – zwischen der "mächtigen Gestalt" "Arbogast und seiner Umwelt, zwischen Hettche und seinem Protagonisten und letztlich auch zwischen Roman und Leser bleibt eine Distanz wie zu einem Raubtier im Zoo, das man durch die Stäbe bewundert".

Für Ijoma Mangold besteht der "künstlerische Coup dieses großen Buches" in der Installation eines allwissenden Erzählers, "der alles und zugleich doch nicht mehr als jeder andere wache Mensch auch sieht und weiß". Diese "transempirische Autorperspektive" schaffe einen "schillernd-faszinierenden Realismus, der weit mehr umfasst, als einer bloßen Dokumentation zugänglich wäre", schreibt er in der Berliner Zeitung. Durch den "Reichtum an Beobachtungen, den Hettche in seinem Meisterwerk zusammenträgt", verschlösse er den Roman "gegen die Interpretationsanmutungen unserer Lektüregewohnheit": "Indem Hettche seinen Kriminalroman so vollständig vor Symbolisierungen abdichtet, gerät die gesamte, so realistisch dargestellte Wirklichkeit ins Schwirren, schlägt um in einen neuen Status und wird greifbarer und übermächtiger, als es nur je irgendein Symbol vermöchte". So bliebe ein "uneinholbarer Rest", "für den es in den Begriffen unserer Wirklichkeit keinen Ort gibt".

Auch Heinrich Detering ist in seiner Besprechung für Literaturen voll des Lobes für Hettches "perspektivischen Realismus". Sein "ernster, aufmerksamer, jederzeit konzentriert beobachtender und selbst nie zu fixierender" Erzähler führe "souveräne Zeitregie" und vermittele "jene Nuancen des Empfundenen und Gedachten, die sich der Sprache nur widerstrebend fügen, zuweilen so eindringlich, dass man über diesen Schilderungen deren eigene Sprachgebundenheit streckenweise vergisst". Hettches Wille zum Stil sei nur "ganz selten … überanstrengt oder anachronistisch", "die erzähltechnische Perfektion dieses Buches … so auffallend, dass man manchmal befürchtet, sie auf der nächsten Seite als bloße Artistik vorgeführt zu sehen – und jedesmal wahrt der Erzähler gelassen die Balance". "In der reinen Suggestionskraft dieser Prosa" liege "der tiefste Grund aller Spannung": "Was sich hier sagen lässt, wird möglichst offen gesagt – und markiert gerade so die Grenzen zu jener geheimnisvollen Weite, die von der Sprache kaum erreicht wird". Hettches "Geschichte ohne Auflösung ist ein perfekter Kriminalroman: eine Überbietung des Genres". "Etwas Besseres als dieser Autor konnte dem Stoff gar nicht passieren".

                                     

1.6. Werk Woraus wir gemacht sind. Roman.

Woraus wir gemacht sind 2006, Thomas Hettches vierter Roman, erzählt die Geschichte um einen Biographen, dessen Frau bei einer Recherche-Reise in die USA entführt wird. Darin greift Hettche wiederum auf Elemente eines Kriminalplots zurück, zeichnet aber vor allem ein Bild der USA am Vorabend des Irakkriegs. New York, Texas, Los Angeles sind Stationen eines Road Movies, in dessen Verlauf der Held sich erst verlieren muss, um seine Frau wiederzufinden. Woraus wir gemacht sind stand 2006 auf der Short List zum Deutschen Buchpreis.

Ulrich Greiner ist begeistert von Hettches "suggestiver, hoch beweglicher Sprache", die ihm selbst dann, wenn sie "an den Rand des Zuträglichen geht und manchmal darüber hinaus" "zehnmal lieber ist als diese schreibschulmäßige Ausgewogenheitsprosa, die man jetzt überall findet". Hettche führe seine Leser "zu einer Grenzerfahrung, nämlich zu der beunruhigenden Tatsache, dass wir uns selber nie ganz sicher sein können, dass wir uns zuweilen verlieren und nicht genau wissen, woraus wir gemacht sind", und allein darauf komme es an. Greiner formuliert in der ZEIT: "Das Schöne, auch Beunruhigende an Hettches Buch ist dieser phantasmagorische Reigen der Bilder, die dem Leser im Gedächtnis bleiben. Sie haben mit dem zu tun, was wir alle sehen und gesehen haben, ohne dass wir es uns immer bewusst halten könnten: die Bilder vom 11. September, die eingesickert sind in unsere Träume; die Vorstellungen vom amerikanischen Mythos, wie sie uns das Kino, die Werbung, auch eigene Anschauung vermittelt. Niklas Kalf ist einer, den der Zufall hinabwirft in diesen Abgrund der Bilder, bis er kaum mehr weiß, was Liebe ist, wer er selber ist – und noch die glückliche Heimkehr gleicht ja eher einem Traum als der Realität. Wobei wir eigentlich wissen könnten, dass wir von einem Roman Realität am wenigsten dann erwarten können, wenn er scheinbar realistisch daherkommt. Dieser Roman ist eine Versuchsanordnung, ein intelligentes, ein lehrreiches Spiel. Hettche kann was".

Für Heinrich Wefing, der den Roman in der FAZ bespricht, ist der Roman "ein zarter, verstörender Versuch über das, was wir Liebe nennen, und ein intelligentes Spiel mit all den Bildern von Amerika, die jeder von uns mit sich herumschleppt" und "eines der faszinierendsten Bücher über Amerika …, das seit langem in Deutschland geschrieben wurde".

Das sieht auch Elmar Krekeler in der Welt so: Hettche lasse seinen Protagonisten ein "Aufräumen im intellektuellen Kinderzimmer" durchlaufen, dieser lerne auf allen Ebenen, und mit ihm lerne der Leser. Kalf sei Stellvertreter der Generation der damals Vierzigjährigen, die "in Thomas Hettche ihren Autor gefunden" habe. Hettche habe einen Roman geschrieben, der "eine Menge Romane" enthalte. Woraus wir gemacht sind sei jedoch vor allem "die Geschichte eines Erwachsenwerdens … mit Vierzig". Hettche bediene sich dazu eines Erzählgeflechts, in dem "jeder Satz, jedes Motiv, jeder Faden" bewusst gesetzt sei, und eines "post-austerschen Verschwörungsplots". "Was Hettche, einem der klügsten Schriftsteller nicht nur seiner Generation, bisher kaum gelungen war, nämlich die Balance zu finden zwischen Poetologie und Prosa, zwischen Denken und Erzählen, das gelingt ihm hier. Sein Roman lässt sich wie eine Zwiebel häuten. Unter jeder Schicht steckt eine neue, jede hängt mit jeder zusammen, jede ist ein Abenteuer".



                                     

1.7. Werk Fahrtenbuch 1993–2007. Essays.

Das Fahrtenbuch 1993–2007 versammelt eine Auswahl von Essays, Reportagen, Film- und Buchkritiken Hettches, die zuvor in verschiedenen Zeitungen und Zeitschriften u. a. in der FAZ, der NZZ und der DU erschienen sind, für die Buchpublikation aber, wie es im Nachwort heißt, überarbeitet wurden. Auffällig an diesem Band ist vor allem die Bandbreite der Themen, mit denen Hettche sich im Laufe der Jahre beschäftigt hat. Neben Essays über die neuen Medien finden sich Reisereportagen aus St. Moritz, Bosnien und Los Angeles, Texte über Dracula, Patricia Cornwell, Meister Eckhart und Piero della Francesca.

Samuel Moser lobt in der NZZ, "das Miteinander von unaufgeregter Erzählung und messerscharfer Analyse. Das eine übersetzt sich dabei zwingend ins andere – und zurück. Kurze Beschleunigungen des Denkflusses oder umgekehrt die Verlangsamung der Wahrnehmungen markieren jeweils die Übergänge. Der Erzähler Hettche verfügt in hohem Masse über das Handwerk eines erstklassigen Journalisten: Sinn für Zusammenhänge und "Subtexte", eine niemals selbstzweckliche Universalbildung, eine schöpferische Sprache und eine leider selten gewordene Interventionslust. Seine unbestechlichen privaten Wahrnehmungen übersetzt er mit Überzeugungseleganz ins Allgemeine".

"Meist handelt es sich um Reiseberichte an geradezu museale Orte wie Sils Maria, Venedig und die Berliner Pfaueninsel, wo Vergangenheit hoch geschichtet ist und sich vor dem gebildeten Blick des Autors entblättert. An solchen historischen Stätten interessiert Hettche die Art und Weise, wie Kultur organisiert und überschrieben wurde: die kollektive Gedächtnisleistung, die sich in ihnen verbirgt. Dahin reist der Autor nicht wie seine Zeitgenossen, fiebrig, flüchtig und ruhelos, sondern eher wie ein Detektiv zum Tatort, einsilbig, aber hoch empfänglich, wohl wissend, dass jedes noch so kleine Detail womöglich für die Rekonstruktion des Geschehens unverzichtbar ist", fasst Ingeborg Harms in ihrer Rezension in der FAZ Hettches Methodik und Thema zusammen. Sie lobt die "originellen Kurzschlüsse wie den zwischen dem weltweiten Netz und Bram Stokers Spinnweb-Thriller "Dracula" oder zwischen der wissenschaftlichen Erkundung des mutmaßlichen Ufo-Absturzes bei Roswell und dem Prozess der Heiligsprechung in der katholischen Kirche", die "den Aufschwüngen, in denen nicht Niedergang subsumiert wird, sondern die Möglichkeiten der Literatur verhandelt werden". Seine Essays seien fundierte, materialreiche, gleichzeitig aber bewusst literarisch gehaltene Reflexionen, die einen Schwebezustand bewahrten, "der sie davor schützt, der Literatur programmatische Schularbeiten aufzugeben, sei es als Verpflichtung auf politisches Engagement oder auf artistische Virtuosität". Hettche stoße mit diesen Essays eine Vielzahl von Denkbewegungen an.

                                     

2. Übersetzungen

Pietro Aretino: I Modi / Stellungen – Vom Anfang und Ende der Pornografie

1997 publizierte Hettche die erste deutschsprachige Ausgabe von I Modi, den erotischen Sonetten des Renaissance-Literaten Pietro Aretino, in der auch die Kupferstiche Marcantonio Raimondis enthalten waren, zu denen die Gedichte im 16. Jahrhundert entstanden. 2003 erschien eine großformatige bibliophile Neuausgabe, ergänzt durch einen Essay, in dem Hettche diesen "Urtext der modernen Pornographie" anhand der Bücher etwa von Michel Houellebecq und Catherine Millet in eine Geschichte dieser literarischen Gattung einordnete.

In einem Interview erzählte Hettche, er habe Aretino während seines Aufenthaltes im Centro Tedesco di Studi Veneziani Mitte der 90er Jahre für sich entdeckt, als er sich in der Biblioteca Marciana am Markusplatz mit Handschriften und Drucken des 16. Jahrhunderts beschäftigt habe.

                                     

3.1. Literaturprojekte / Herausgaben NULL

1999 gab Hettche im neugegründeten DuMont-Literaturverlag die Online-Anthologie NULL heraus, "Flaschenpost oder Adventskalender des letzten Jahrtausendjahres" und "eine langsam über das letzte Jahr des Jahrtausends hinwegwachsende Anthologie junger deutscher Literatur". Neben Rainald Goetz’ Abfall für alle und den Autorenforen Am Pool und Forum der 13 war NULL eines der ersten literarischen Projekte im Internet, das eine größere öffentliche Aufmerksamkeit fand: "fein gestalteter und gut besuchter virtueller Ort".

Für Netzkonzeption und Betreuung war Harald Taglinger zuständig, Jana Hensel arbeitete redaktionell mit und gab auch die gedruckte Ausgabe von NULL mit heraus, die nach Abschluss des Projekts am 31. Dezember 1999 erschien. 37 Autoren schrieben und diskutierten ein Jahr lang auf NULL, ihre Kurztexte und Zeichnungen wurden durch Links und eine Textkarte miteinander in Beziehung gesetzt. Thomas Hettche steuerte als Herausgeber monatliche Editorials bei und fungierte als "Headhunter, Lektor und Moderator".

In einem E-Mail-Interview mit der ZEIT schrieb Thomas Hettche über Zielsetzung und Charakter der Anthologie: "Unter der Hand erscheint, erstmals meiner Einschätzung nach, tatsächlich das scheue Tierchen Literatur in seinem neuen Gehege Internet und läßt sich beobachten und streicheln. Die NULL -Autoren begreifen das Netz offenbar als eine Halb-Öffentlichkeit. Ihre Texte sind oftmals persönlicher, unfertiger, mehr auf Dialog aus als sonst".

"NULL bietet viel. Gedichte, Postkarten, Kollagen, Kurzgeschichten, deren Fortsetzungen; ein bisschen wie stille Post oder das Muster eines Quilts, der jenes Motiv aufnimmt und dann wieder ein völlig neues einbringt und der doch e i n e Geschichte erzählt – die einer Familie oder die eines sich terminierenden Jahrtausends".

Folgende Autoren waren an NULL beteiligt: Matthias Altenburg, Stefan Beuse, Marcel Beyer, Mirko Bonné, Jan Peter Bremer, Ulrike Draesner, John von Düffel, Aris Fioretos, Julia Franck, Arno Geiger, Katharina Hacker, Ingeborg Harms, Joachim Helfer, Alban Nicolai Herbst, Ulrich Holbein, Johannes Jansen, Zoe Jenny, Birgit Kempker, Angelika Klüssendorf, Steffen Kopetzky, Helmut Krausser, Judith Kuckart, Jo Lendle, Dagmar Leupold, Thomas Meinecke, Perikles Monioudis, Terézia Mora, Andreas Neumeister, Brigitte Oleschinski, Georg M. Oswald, Urs Richle, Kathrin Schmidt, Sabine Scholl, Leander Scholz, Burkhard Spinnen und Ilija Trojanow.

                                     

3.2. Literaturprojekte / Herausgaben Buchmaschinen. Alte Erinnerungen und ihre neuen Speicher.

Vom 3. bis 5. November 2000 veranstaltete Thomas Hettche im Literaturhaus Frankfurt ein Symposion mit begleitender Ausstellung zum Thema Speichermedien, an dem u. a. Friedrich Kittler, Rainald Goetz, Brigitte Oleschinski und Manfred Faßler teilnahmen.

                                     

3.3. Literaturprojekte / Herausgaben Spycher: Literaturpreis Leuk

2001 erhielt Thomas Hettche von der Stiftung Schloss Leuk den Spycher: Literaturpreis Leuk zugesprochen, dessen Konzeption er von 2002 bis 2015 mitverantwortete und dessen Jury er in dieser Zeit vorsaß. Der Preis wird jährlich an Schriftsteller vergeben, deren literarisches Werk mit der Zweisprachigkeit des Schweizer Kantons Wallis korrespondiert, in dem er vergeben wird. Der Preis besteht in einem fünfjährigen Gastrecht der Preisträger in dem mittelalterlichen Städtchen Leuk am Oberlauf der Rhone.

                                     

3.4. Literaturprojekte / Herausgaben Edition Spycher

Von 2005 bis 2015 gab Thomas Hettche die Edition Spycher heraus, zunächst bei Urs Engeler Editor, seit 2009 im Verlag Sabine Dörlemann Zürich. Die Edition versammelt Texte der Preisträger des Spycher: Literaturpreises Leuk.

                                     

4. Auszeichnungen

  • 2016: Wolfgang-Koeppen-Preis
  • 2014: Short List zum Deutschen Buchpreis mit Pfaueninsel
  • 2005: Premio Grinzane Cavour für Der Fall Arbogast
  • 2018: Hermann-Hesse-Literaturpreis für Unsere leeren Herzen. Über Literatur
  • 2003: Künstlerischer Gast des Collegium Helveticum in Zürich
  • 2010: Long List zum Deutschen Buchpreis mit Die Liebe der Väter
  • 2014: Bayerischer Buchpreis
  • 1988: Hungertuch-Preis des Hessischen Literaturbüros Frankfurt am Main
  • 2015: Solothurner Literaturpreis
  • 1996: Rom-Preis der Deutschen Akademie Villa Massimo
  • 2002: Stipendium der Villa Aurora in Los Angeles
  • 2014: Wilhelm Raabe-Literaturpreis
  • 1993: Stipendium der Akademie Schloss Solitude
  • 1990: Robert Walser-Preis
  • 2019: Joseph-Breitbach-Preis für das Gesamtwerk
  • 2005: Inselschreiber Sylt
  • 2013: Düsseldorfer Literaturpreis
  • 2004: Stipendium der Deutschen Akademie Rom für die Casa Baldi
  • 1987: Preis des Jungen Literaturforums Hessen
  • 2006: Short List zum Deutschen Buchpreis mit Woraus wir gemacht sind
  • 1989: Stipendium des Literarischen Colloquiums Berlin
  • 1995: Stipendium des Centro Tedesco di Studi Veneziani in Venedig
  • 1989: Preis der Kärntner Industrie beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt
  • 1990: Rauriser Literaturpreis
  • 2001: Spycher: Literaturpreis Leuk
  • 1986: Preis des Jungen Literaturforums Hessen
  • 1999: Stipendium der Villa Decius in Krakau
  • 1994: Ernst-Robert-Curtius-Förderpreis für Essayistik


                                     

5.1. Publikationen Bücher

  • Die Liebe der Väter, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2010. ISBN 978-3-462-04187-3
  • Woraus wir gemacht sind, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2006. ISBN 978-3-462-03711-1
  • Animationen, DuMont Literatur- und Kunstverlag, Köln 1999. Neuausgabe: Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008. ISBN 978-3-462-04421-8
  • Nox, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1995. Neuausgabe: Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008. ISBN 978-3-462-04422-5
  • Der Fall Arbogast, DuMont Literatur- und Kunstverlag, Köln 2001. ISBN 978-3-8321-5621-3
  • I Modi, Gatza bei Eichborn, Frankfurt am Main 1995. ISBN 978-3-8218-0654-9
  • Ludwigs Tod, Paria Verlag, Frankfurt/Main 1988. ISBN 978-3-922952-11-4
  • Pietro Aretino: Stellungen – Vom Anfang und Ende der Pornografie, zweisprachige Ausgabe Italienisch / Deutsch, nachgedichtet und mit einem Essay versehen von Thomas Hettche, DuMont Literatur- und Kunstverlag, Köln 2003. ISBN 978-3-8321-7836-9
  • Ludwig muß sterben, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1989. Neuausgabe: Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2008. ISBN 978-3-8321-6012-8
  • Inkubation, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 1992. ISBN 978-3-462-04424-9
  • Unsere leeren Herzen. Über Literatur, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2017. ISBN 978-3-462-05068-4
  • Pfaueninsel, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2014. ISBN 978-3-462-04599-4
  • Das Sehen gehört zu den glänzenden und farbigen Dingen, Droschl, Graz 1997. ISBN 978-3-85420-455-8
  • Totenberg, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2012. ISBN 978-3-462-04463-8
  • Fahrtenbuch 1993–2007, Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln 2007. ISBN 978-3-462-03916-0
  • BRAENTSCHU. Tre racconti inediti di Thomas Hettche. Otto incisioni allacquaforte e allacquatinta di Saskia Niehaus. Gebunden, 16 Seiten. Nummerierte und signierte Auflage von 50 Exemplaren, Canopo Edizione. Prato 2005.
                                     

5.2. Publikationen Herausgaben

  • Andrea Köhler, Christian Döring, Michael Maar, Marion Graf, Roman Bucheli, Hubert Spiegel, Iso Camartin, Dieter Bingen: "Laudationes 2001–2005." Herausgegeben von Thomas Hettche. Edition Spycher 2 im Verlag von Urs Engeler, Basel/Weil am Rhein, 2006. ISBN 978-3-938767-16-0
  • Barbara Honigmann: "Der Blick übers Tal. Zu Fotos von Arnold Zwahlen." Herausgegeben von Thomas Hettche. Edition Spycher 3 im Verlag von Urs Engeler, Basel / Weil am Rhein, 2007. ISBN 978-3-938767-38-2
  • Lavinia Greenlaw, Durs Grünbein, Martin Mosebach, Felicitas Hoppe, Thomas Hettche, Daniel de Roulet, Marcel Beyer: "Die Berge sind mir fremd. Texte der Spycher Preisträger." Herausgegeben von Thomas Hettche. Edition Spycher 1 im Verlag von Urs Engeler, Basel/ Weil am Rhein, 2005. ISBN 978-3-938767-00-9
  • Felicitas Hoppe: "Der beste Platz der Welt". Erzählung. Herausgegeben von Thomas Hettche. Edition Spycher im Dörlemann Verlag 2009. ISBN 978-3-908777-51-9
  • Null zusammen mit Jana Hensel, DuMont Literatur- und Kunstverlag, Köln 2000. ISBN 978-3-7701-5308-4
  • Barbara Köhler: "36 Ansichten des Berges Gorwetsch". Herausgegeben von Thomas Hettche. Edition Spycher im Dörlemann Verlag 2013. ISBN 978-3-908777-88-5
                                     

5.3. Publikationen Hörbücher

  • Der Fall Arbogast. 2 Audio-CDs. Sprecher u. a.: Christian Berkel und Andrea Sawatzki. Universal Music 2004. ISBN 978-3-8291-1451-6
  • Woraus wir gemacht sind. 6 Audio-CDs. Sprecher: Ulrich Matthes. Der Hörverlag 2006. ISBN 978-3-8445-0453-8
  • Pfaueninsel. 7 Audio-CDs. Sprecherin: Dagmar Manzel. Argon Verlag 2014. ISBN 978-3-8398-1361-4
                                     

5.4. Publikationen Fremdsprachige Ausgaben

  • Isade armastus. Romaan. Ins Estnische übertragen von Piret Pääsuke. Eesti Raamat, Tallinn 2013.
  • De quoi nous sommes faits. Ins Französische übertragen von Armand Beaume. Grasset & Fasquelle, Paris 2009.
  • Arbogast-Saken. Kriminalroman. Ins Norwegische übertragen von Sverre Dahl. Gyldendal Norsk Vorlag AS 2004.
  • Nox. Japan 1997 ISBN 4-560-04627-1
  • I’Île aux paones. Ins Französische übertragen von Barbara Fontaine. Grasset, Paris 2017.
  • Der Fall Arbogast. Limbus Press, St. Petersburg und Moskau 2004.
  • De zaak Arbogast. Ins Niederländische übertragen von Wilfred Oranje. Gianot-ten, Amsterdam 2003.
  • Nox. Ins Portugiesische übertragen von Maria Augusta Júdice, ASA Editores, Lissabon 1998.
  • Il caso Arbogast. Ins Italienische übertragen von Palma Severi, Einaudi, Mailand 2005.
  • Fallet Arbogast. Ins Schwedische übertragen von Katrin Ahlström Koch. Albert Bonniers Förlag, Kopenhagen 2003.
  • Le cas Arbogast. Ins Französische übertragen von Nicola Casanova. Editions Grasset & Fasquelle, Paris 2003.
  • Nox. Ins Spanische übertragen von Teófilo de Lozoya, Tusquets Editores, Barcelona 1996.
  • Påfugleoen. Ins Dänische übertragen von Maj Westerfeld. Batzer & Co, Roskilde 2017.
  • Nox. Ins Französische übertragen von Bernard Banoun, Grasset, Paris 1997.
  • Sagen Arbogast. Ins Dänische übertragen von Adam Paulson. Gyldendal, Kopen-hagen 2002.
  • L’Isola dei Pavoni. Ins Italienische übertragen von Francesca Gabelli. Bombiani, Milano 2017.
  • Sprawa Arbogasta. Ins Polnische übertragen von Marian Leon Kalinowski. Muza SA, Warschau 2006.
  • What We Are Made Of. Ins Englische übertragen von MacMillan UK, London 2008.
  • The Arbogast Case. Ins Amerikanische übertragen von Elizabeth Gaffney. Farrar Straus & Giroux, New York 2003.
  • NOX. Ins Niederländische übertragen von Wilfred Oranje. Gianotten, Amsterdam 2003.
  • El Caso Arbogast. Ins Spanische übertragen von Carlos Fortea. Tusquets Edito-res, Barcelona 2002.
                                     
  • Hettche ist der Familienname folgender Personen: Thomas Hettche 1964 deutscher Schriftsteller Walter Hettche 1957 deutscher Germanist
  • mehr dreiköpfig und besteht aus Döring, Dörlemann und Hettche 2001 Durs Grünbein, Thomas Hettche 2002 Lavinia Greenlaw, Michael Hofmann 2003 Martin Mosebach
  • Ahrends Christoph Geiser Norbert Gstrein Eberhard Häfner Kerstin Hensel Thomas Hettche Wolfgang Hilbig Gabi Kachold Angelika Klüssendorf Peter Kurzeck Franz
  • Eilers 1985: Hans Thill 1986: Heinz G. Hahs 1987: Lioba Happel 1988: Thomas Hettche 1989: Kerstin Specht Dieser Literaturpreis ist nicht gleichzusetzen
  • Science - Fiction - Fernsehserie Stargate Kommando SG - 1 Nox, Roman von Thomas Hettche erschienen 1995 Nox Rapper deutscher Rapper NOx, auch NOX: gasförmige
  • Joachim Lottmann 2012: Anna Katharina Hahn 2014: Karl - Heinz Ott 2016: Thomas Hettche 2018: Christoph Peters Hansestadt Greifswald zum Wolfgang - Koeppen - Literaturpreis
  • Karen Duve 2018 Peter Stamm 2017 Terézia Mora 2016 Ruth Schweikert 2015 Thomas Hettche 2014 Lukas Bärfuss 2013 Franz Hohler 2012 Annette Pehnt 2011 Peter Bichsel
  • kocht Christian Mähr: San Borondon Dieter Bachmann Silvia Bovenschen Thomas Hettche Ulrike Längle Iris Radisch Hardy Ruoss Robert Schindel Juryvorsitz
  • Camartin Peter Demetz Juryvorsitz Konstanze Fliedl Thomas Hettche Andreas Isenschmid Iris Radisch Thomas Rothschild Ferdinand Schmatz Wilfried F. Schoeller
  • Lissabon. Eesti Raamat, Tallinn 2012. Thomas Hettche Die Liebe der Väter. Eesti Raamat, Tallinn 2013. Thomas Hettche Pfaueninsel. Eesti Raamat, Tallinn
                                     
  • Amann Verena Auffermann Peter Demetz Sprecher der Jury Franz Haas Thomas Hettche Christoph Kuhn Iris Radisch Hardy Ruoss Ferdinand Schmatz Wilfried F
  • 2010: Norbert Scheuer 2011: Gisela von Wysocki 2012: Leif Randt 2013: Thomas Hettche 2014: Ralph Dutli 2015: Michael Köhlmeier 2016: Marcel Beyer 2017: Marion
  • Windladen Romanauszug Silvia Bovenschen Iso Camartin Jurysprecher Thomas Hettche Ulrike Längle Iris Radisch Hardy Ruoss Robert Schindel Ingeborg - Bachmann - Preis
  • Registerband, inkl. Zusatzband Historischer Atlas der Antiken Welt Thomas Hettche Die Quelle findet nur, wer am Fluss wohnt. Frankfurter Allgemeine Zeitung
  • Günter Grass: Ein weites Feld, 1995 Jana Hensel: Zonenkinder, 2002 Thomas Hettche Nox, 1995 Stefan Heym: Auf Sand gebaut, 1990 Kits Hilaire: Berlin Letzte
  • Amann Silvia Bovenschen Iso Camartin Jurysprecher Barbara Frischmuth Thomas Hettche Iris Radisch Hardy Ruoss Ingeborg - Bachmann - Preis dotiert mit 200.000
  • gegensätzliche Inselerfahrungen 2004 Juli Zeh: Gezeitenwechsel 2005 Thomas Hettche One hundred aluminium pieces 2006 Jenny Erpenbeck: Einen Wunsch frei
  • für L ombre, le fleuve, l été 1987: Werner Fritsch für Cherubim 1990: Thomas Hettche für Ludwig muS sterben 1993: Malika Wagner für Terminus Nord 1995: Klaus
  • Kracht für Imperium 2013 Marion Poschmann für Die Sonnenposition 2014 Thomas Hettche für Pfaueninsel 2015 Clemens J. Setz für Die Stunde zwischen Frau und
  • 1960 von Alfred Hitchcock Titelfigur im Roman Der Fall Arbogast von Thomas Hettche Wissenschaftler Baron Arbogast in Uwe Tellkamps Roman Der Turm Nachweise
                                     
  • 1991 Christian Filips 1998, 1999, 2000 Friedrich Herrmann 2015 Thomas Hettche mit Der Besuch des Dichters 1987 Ricarda Junge 1998, 1999 Stefanie
  • Peter Sloterdijk, FP: Joachim Vogel 1994: Karl Dietrich Bracher, FP: Thomas Hettche 1995: Hubert Markl, FP: Michael Maar 1996: Odo Marquard, FP: Helmut
  • 1968: Matjaz Kmecl: Abiturientenaufsatz Regie: Gerlach Fiedler 2004: Thomas Hettche Der Fall Arbogast 2 Teile Bearbeitung und Regie: Ulrich Lampen
  • Genazino, Judith Hermann, Thomas Hettche Thomas Kapielski, Peter Kurzeck, Sibylle Lewitscharoff, Terézia Mora, Annette Pehnt, Thomas Rosenlöcher, Rüdiger
  • Jens Sparschuh. Die Laudatio hielten am 27. Januar 2019 Ingo Schulze, Thomas Hettche als Vertretung von Dagmar Leupold Zora del Buono, Eva Menasse und
  • Erwähnung des Hungertuch - Preises in der TAZ vom 14. Oktober 1989 zu Thomas Hettche Ludwig muS sterben, online unter taz.de Literaturfestival Leseland
  • Liebesstellungen auf die Wände gezeichnet haben. Pietro Aretino Thomas Hettche Hrsg. Stellungen. Vom Anfang und Ende der Pornografie, DuMont Köln
  • Gegend 1988: Werner Fritsch, Cherubim 1989: Norbert Gstrein, Einer 1990: Thomas Hettche Ludwig muS sterben 1991: Judith Kuckart, Wahl der Waffen 1992: Sabine
  • Aufmerksamkeit durch die Presse erfahren hatte. Dem Schriftsteller Thomas Hettche diente dieser Fall eines Justizirrtums als stoffliche Vorlage für den
                                     
  • Schriftstellerin Hauptpreis: Katharina Hacker Die Habenichtse Finalisten: Thomas Hettche Woraus wir gemacht sind Ingo Schulze Neue Leben Saša Stanišić

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