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ⓘ Lithosphäre. Die Lithosphäre ist die äußerste Schicht im rheologischen Modell vom Aufbau des Erdkörpers. Sie umfasst die Erdkruste und den äußersten Teil des Er ..


Lithosphäre
                                     

ⓘ Lithosphäre

Die Lithosphäre ist die äußerste Schicht im rheologischen Modell vom Aufbau des Erdkörpers. Sie umfasst die Erdkruste und den äußersten Teil des Erdmantels, den lithosphärischen Mantel. Die Lithosphäre kann insgesamt als starr bezeichnet werden. Sie ist aus einzelnen Platten zusammengesetzt, die als Lithosphärenplatten, tektonische Platten oder Kontinentalplatten bezeichnet werden.

Direkt unterhalb der Lithosphäre schließt sich die Asthenosphäre an. Das Gestein ist in dieser Schicht zwar fest, verhält sich in geologischen Zeiträumen aber plastisch duktil.

                                     

1. Aufbau und Gliederung

Die Lithosphäre besteht aus oberer und unterer Erdkruste sowie dem relativ starren Teil des oberen Erdmantels, dem lithosphärischen Mantel. Die Grenzen zwischen diesen Schichten sind seismologisch nachweisbar und werden als Diskontinuitäten bezeichnet.

So bildet die Mohorovičić-Diskontinuität kurz: Moho die Grenze zwischen der Kruste und dem darunter liegenden lithosphärischen Erdmantel, an der sich eine abrupte Zunahme der Wellengeschwindigkeit aufgrund der höheren Dichte des Mantelgesteins gegenüber den Krustengesteinen zeigt. Am tiefer liegenden Übergang von der Lithosphäre zur Asthenosphäre nimmt die Wellengeschwindigkeit hingegen sprunghaft ab "Low Velocity Zone", dies ist die Gutenberg-Diskontinuität. Die Conrad-Diskontinuität bildet im kontinentalen Bereich die Grenze zwischen Oberkruste und Unterkruste.

Die Mächtigkeit der gesamten Lithosphäre variiert von wenigen Kilometern am mittelozeanischen Rücken bis 100 km oder 200 km auf den Kontinenten und beträgt im Mittel etwa 100 km. Die Moho befindet sich in kontinentaler Lithosphäre in Tiefen von 30–50 km. Bei stark verdickter Kruste, z. B. unter einem jungen Faltengebirge, liegt sie sogar in Tiefen bis zu 80 km. In ozeanischer Lithosphäre befindet sich die Moho in nur 5–7 km Tiefe. Unterhalb der Spreizungszone eines mittelozeanischen Rückens zeigt die Moho direkt den Übergang zur Asthenosphäre an, da dort der lithosphärische Mantel fehlt.

Die Lithosphäre wird in sieben große Lithosphärenplatten unterteilt, die in verschiedenen Anteilen aus kontinentaler und ozeanischer Lithosphäre bestehen. Dies sind die Nordamerikanische Platte, die Eurasische Platte, die Südamerikanische Platte, die Afrikanische Platte, die Indisch-Australische Platte, die Antarktische Platte und die Pazifische Platte. Hinzu kommen weitere, kleine Platten, wie z. B. die Nazca-Platte oder die Philippinische Platte. Auch lassen sich die genannten Großplatten weiter in verschiedene kleinere Platten unterteilen. All diese Platten liegen der Asthenosphäre auf und befinden sich in ständiger, wenngleich in menschlichen Zeitmaßstäben kaum wahrnehmbarer Bewegung.

                                     

2. Dynamik

Die starren Platten "schwimmen" auf der vergleichsweise duktilen nachgiebigen Asthenosphäre. Sie befinden sich in ständiger Bewegung mit Höchstgeschwindigkeiten von mehr als 10 Zentimeter pro Jahr. Als eine Ursache dieser Kontinentaldrift werden thermische Konvektionsströmungen im Erdmantel angenommen.

Die Dynamik der Lithosphärenplatten wird allgemein als Plattentektonik bezeichnet. Hinsichtlich der Plattenbewegungen unterscheidet man drei verschiedene Modi:

  • oder mit Entstehung von Faltengebirgen durch Kollision zweier Kontinentalblöcke zum Beispiel Himalaya, Alpen. Hierbei wird häufig bei einer der beiden beteiligten Platten die Kruste vom lithosphärischen Mantel abgetrennt Delamination.
  • konvergierende aufeinander zu driftende Platten
  • mit Hinabgleiten ozeanischer Lithosphäre unter eine andere Lithosphärenplatte Subduktion, wodurch Tiefseerinnen und vulkanisch aktive Gebirgszüge entstehen zum Beispiel japanische Inseln und Japangraben, Anden und Peru- bzw. Atacamagraben.
  • Relativbewegungen quer zur Plattengrenze "aneinander vorbei" driftende Platten
  • divergierende auseinanderdriftende Platten: Plattengrenze äußert sich durch mittelozeanischen Rücken MOR entlang dessen zentraler Achse ständig neue ozeanische Kruste durch aufsteigendes Magma gebildet wird Ozeanbodenspreizung. Aus kleineren Spalten strömen am Ozeanboden der MOR große Mengen an heißen mineralischen Lösungen aus, wodurch in diesen Gebieten schwarz oder weiß "rauchende", turmartige Gebilde entstehen siehe Lost City.

Als Folge der Plattentektonik finden sich an allen Plattengrenzen stets Erdbeben und oft Vulkanismus. Außerdem unterscheiden sich die kontinentale und die ozeanische Erdkruste in ihrem Alter. Während ozeanische Erdkruste aufgrund der Subduktion in der Regel nur 160 bis 190 Millionen Jahre alt wird, gibt es kontinentale Erdkruste, die 4 Milliarden Jahre alt ist.

                                     
  • relativ junge ozeanische Lithosphäre angetrieben von Spannungen, die von teilweise sehr weit entfernten Bereichen der Lithosphäre ausgehen können, zum Beispiel
  • Andries Vening - Meinesz zurück. Airys Modell beruht darauf, dass die spröde Lithosphäre gemäS dem archimedischen Prinzip auf der vergleichsweise duktilen Asthenosphäre
  • Meeresboden. Die junge Lithosphäre mit den frisch auskristallisierten Krustengesteinen hat im Vergleich zu älterer Lithosphäre eine geringere Dichte.
  • Erdinneren und schlieSt sich unterhalb der Lithosphäre an. Sie beginnt, je nach Mächtigkeit der Lithosphäre in einer Tiefe von 60 bis 210 km und reicht
  • der Lithosphäre und somit des festen äuSeren Bereiches der Erde dar, der in verschiedene tektonische Platten zerbrochen ist. Unterhalb der Lithosphäre befindet
  • tatsächlich weitaus mehr Lithosphäre subduziert. Allein für Nordamerika wird für die letzten 200 Mio. Jahre Subduktion von Lithosphäre mit einer Fläche, die
  • Erdmantels zu suchen, welche wiederum vom stark unterschiedlichen Alter der Lithosphäre verursacht wird, zum anderen spielt die Natur der Mantelübergangszone
  • vielgestaltige Grenzfläche die feste Erdkruste unserer Erde Gesteinshülle, Lithosphäre nach auSen umfasst. In ihrer Gesamtheit nennen wir diese Grenzfläche
  • die abgetauchte ozeanische Lithosphäre Scherspannungen im unteren Abschnitt der darüberliegenden kontinentalen Lithosphäre Eine Ursache für den flachen


                                     
  • den von Böden eingenommenen Bereich der Erdoberfläche, in dem sich die Lithosphäre die Hydrosphäre, die Atmosphäre und die Biosphäre überschneiden. Man
  • Kohlenstoffspeicher die Lithosphäre die 99, 8  des auf der Erde vorkommenden Kohlenstoffs enthält hauptsächlich als Carbonat wie Kalk. Aus der Lithosphäre gelangen
  • und damit der Mantelkonvektion. Die äuSere starre Hülle der Erde, die Lithosphäre besteht aus Platten von mitunter vielen Millionen Quadratkilometern
  • natürlichen und abiotischen Erdsphären der Lithosphäre der Hydrosphäre und der Atmosphäre. Nun reicht die Lithosphäre als äuSerer Gesteinsmantel der Erde
  • SiAl für die kontinentale Erdkruste Wie die Lithosphäre der Kontinente steht auch die ozeanische Lithosphäre im isostatischen Gleichgewicht mit der Asthenosphäre
  • der lithosphärische Mantel. Er bildet zusammen mit der Erdkruste die Lithosphäre die mechanisch vom übrigen Mantel entkoppelt ist. Das rheologische Verhalten
  • der Plattentektonik also der ständigen Bewegung der Platten, die die Lithosphäre Erdkruste und oberster Erdmantel bilden verschiebt sich die Pazifische
  • Manteldiapiren engl.: mantle plumes in von so genannten Hot Spots ausgedünnter Lithosphäre Hierbei kommt es durch das Emporströmen von heiSem Mantelmaterial am
  • Vorgänge auseinanderbricht, stellt die langsame Bildung von Gräben in der Lithosphäre das erste Stadium dieser meist Jahrmillionen dauernden Vorgänge dar.
  • Kruste oder vielmehr Lithosphäre in kürzerer Zeit, dann vergröSert sich der Anteil des Meeresbodens, der von junger ozeanischer Lithosphäre eingenommen wird
  • Als Erdhülle werden die Lithosphäre bestehend aus Erdkruste und oberstem Erdmantel bis in 16 km Tiefe, die Hydrosphäre flieSende und stehende Gewässer
                                     
  • Internationalen Lithosphären - Projekt tätig. Er galt als international anerkannter Wissenschaftler auf dem Gebiet der Struktur von Erdkruste und Lithosphäre Insbesondere
  • erforschen. Hierzu zählen die Atmosphäre, die Hydrosphäre, die Biosphäre, die Lithosphäre und die Anthroposphäre. Es werden nur Arbeiten angenommen, die mindestens
  • infolge von Senkungsbewegungen der Erdkruste in den obersten Teil der Lithosphäre eingetiefter Bereich, der über geologische Zeiträume hinweg mit Sedimenten
  • 1000 m unterhalb des oberen Grabenrands, doch der Riss setzt sich in der Lithosphäre noch mehrere Kilometer tief fort. Zu beiden Seiten des Grabens bildeten
  • sichtbare Gewässeroberfläche Wasserspiegel oder die Grenzfläche zwischen Lithosphäre einschlieSlich der Sedimente bzw. subhydrischen Böden und Wasserkörper
  • Bewegungen. Auch Strukturen und Bewegungen im oberen Teil des Erdmantels Lithosphäre sind Betrachtungsfeld der Tektonik. Als Geotektonik werden die eher
  • schlauchartige Form auf und verbreitern sich bei Erreichen der starren Lithosphäre helmbuschartig oder pilzförmig. Im deutschen Sprachraum wird auch die
  • Beschaffenheit der oberflächennahen Schichten der Erde Erdkruste mit Lithosphäre und Hydrosphäre sowie Atmosphäre und mit den Eigenschaften der betreffenden
  • der Wert bei einer Vitrinitreflexion von ca. 1, 4. Die Isomere 1MP und 9MP sind weniger stabil in der Lithosphäre und werden zu 2 und 3 MP umgewandelt.
  • und die Speicherung von Sauerstoff in der Erdatmosphäre, Biosphäre und Lithosphäre Dieser Kreislauf ist ein biogeochemischer Kreislauf. Der wichtigste

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