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ⓘ Burg Reichenstein, Schweiz. Die unter Denkmalschutz stehende Burg Reichenstein ist eine hochmittelalterliche Spornburg in der Schweizer Gemeinde Arlesheim im Ka ..

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Burg Reichenstein (Schweiz)
                                     

ⓘ Burg Reichenstein (Schweiz)

English version: Reichenstein Castle (Arlesheim)

Die unter Denkmalschutz stehende Burg Reichenstein ist eine hochmittelalterliche Spornburg in der Schweizer Gemeinde Arlesheim im Kanton Basel-Landschaft.

                                     

1. Lage

Die Burg liegt oberhalb bzw. nordöstlich des Dorfkernes von Arlesheim bei 460 m ü. M. auf einem Felssporn des Reichensteiner Berges. Auf der Südseite ist sie durch eine natürliche Senke und auf den anderen Seiten durch Felswände geschützt. Man kann die kompakt gebaute Burg vom Birstal her gut zwischen den Bäumen erkennen. Sie ist auf der Strasse von Arlesheim zur Schönmatt Abzweigung auf der Höhe des Schlosses Birseck: Wegweiser per Auto oder zu Fuss gut zu erreichen.

Etwa 200 Meter südlich auf dem gleichen Felsrücken gab es noch eine mittlere Burg, die Mittel-Birseck castrum medium. Diese bestand eigentlich aus zwei Befestigungen, die aber schon früh aufgegeben wurden und historisch nicht mehr fassbar sind nur sehr geringe Mauerreste. Die zweite Befestigung, die Ruine der hinteren Burg, befindet sich etwas weiter südlich oberhalb des "hohlen Felsen" auch "Holi Felse". In rund 500 Meter Luftlinie südlich der Burg Reichenstein befindet sich die Burg Birseck – auch die untere oder auch vordere Burg genannt.

                                     

2. Anlage

Dominiert wurde und wird die Anlage durch einen Wohnturm, an den südlich ein etwas höherer Bergfried angebaut ist. Dieser Bergfried weist eine so geringe lichte Weite auf, dass er wohl kaum bewohnt werden konnte, aber mit seinen 2 Meter dicken Mauern den Wohnturm schützen musste. Der Wohnturm – das obere Haus – wies vier Geschosse auf, die teilweise bewohnbar gewesen sein müssen, teilweise aber auch als Keller zur Vorratshaltung dienten in den anstehenden Kalkfels geschrotet. In einer späteren Bauphase wurde ein unteres Haus an den Wohnturm angebaut: Zweck und Ausstattung dieses vermutlich zweistöckigen Baus sind aber nicht mehr fassbar.

                                     

3.1. Geschichte Das Original

Die Burg Reichenstein wurde – zusammen mit der mittleren Birseckburg – um 1200 von den Grafen von Frohburg errichtet, um ihren Einflussbereich ins Birseck erweitern zu können. Die Burg wird erstmals im Jahre 1239 als "Castrum Birseke superior", als "obere Birseckburg", erwähnt. Der Vorstoss der Frohburger ins Birseck schlug aber fehl und so trat Ludwig von Frohburg im Jahr 1245 die Burgen an den Bischof von Basel ab. Der Bischof gab darauf die nördliche, obere Burg dem Geschlecht der Reich zu Lehen, was zur Namensbildung Reichenstein führte. Während der nächsten fünf Generationen gehörten die Reichs zwischen 1250 und 1400 dem Basler Rat an, stellten in der Stadt Basel sechs Bürgermeister und gar einen Bischof des Bistums Basel. Die enge Verflechtung der Reich mit dem Fürstbistum Basel ist auch daran zu erkennen, dass 1286 bis 1296 Peter Reich das Amt des Basler Bischofs bekleidet: In dieser Zeit wurde zusätzlich zur oberen Burg auch die mittlere Burg als Lehen an die Reich gegeben. Hierbei ist wie immer zu beachten, dass zwar die Burgen als Lehen gegeben wurden, das Interesse des Adels aber auf den damit verbundenen Gütern z. B. Betriebe, Land, Einkünften z. B. Steuern und Rechten z. B. Rechtsprechung lag.

Im Jahr 1356 beschädigte das Basler Erdbeben auch die Burg Reichenstein, aber die Familie Reich hat sie wieder instand gesetzt. Die mittlere Burg war vermutlich schon vor dem Erdbeben aufgelassen worden.

Im 15. Jahrhundert lösten sich die Reichs von der Stadt Basel und vernachlässigten auch die Burg Reichenstein. Im 16. Jahrhundert versuchten Solothurn – im Rahmen seiner Expansionspolitik nach Norden – und die Stadt Basel – als Gegenzug – die noch bewohnbare Burg zu erwerben, was aber beiden nicht gelang. Während des 17. Jahrhunderts zerfiel die Burganlage endgültig, wobei die Ruine jedoch als bischöfliches Lehen im Besitz der Familie Reich blieb, bis das Fürstbistum Basel im Zusammenhang mit der Französischen Revolution aufgelöst wurde. Anno 1813 wurde dann die Ruine mitsamt der Waldung an Johann-Rudolf Forcart-Weiss verkauft und ging 1834 als Erbe an Achilles Forcart-Iselin und 1844 an die Firma Forcart-Weiss & Burckhardt-Wildt später Burckhardt & Co über. J. Brodbeck-Sandreuter kaufte 1932 Ruine und Wald.



                                     

3.2. Geschichte Das zweite Leben

Brodbeck liess darauf die Burg nach Plänen des bekannten Burgenforschers und Architekten Eugen Probst aus Zürich wieder aufbauen, den Innenausbau besorgte Hans Ryhiner. Die Rekonstruktion beschränkte sich jedoch nur auf den Wehrturm, den Brodbeck als Sommersitz nutzte. Der Wiederaufbau wurde ohne historische und archäologische Untersuchung ausgeführt, zerstörte ursprüngliche Bausubstanz und folgte stark den burgenromantischen Ideen von Eugen Probst: Entsprechend zeigt die heutige Burg nur in Teilen einen wirklichkeitsnahen, historischen Zustand.

Die Burganlage erreicht man heute vom Parkplatz her über eine Holzbrücke und durch ein Burgtor. Von diesem Innenhof betritt man durch den teilweise in den Fels gehauenen Eingang den Wohnturm. Im zweiten Obergeschoss befindet sich ein grosser Rittersaal und darüber das Turmzimmer, von dem man einen fantastischen Rundblick über das Birstal, die Vogesen und bis in den Schwarzwald geniessen kann.

Im Jahr 1938 richtete der Besitzer eine Familienstiftung ein, die 1972 in eine öffentlich-rechtliche Stiftung umgewandelt wurde, die seither die Burg betreut und nutzt.

                                     

3.3. Geschichte Aktuelle Nutzung

Die Burg Reichenstein kann von der Stiftung für Anlässe bis 50 Personen gemietet werden Kontakt: Gemeindeverwaltung Arlesheim, wobei neben Hochzeiten, Familienfesten, Geburtstagsfeiern auch Tagungen, Sitzungen, Firmenanlässe und gar zivile Trauungen beliebt sind.

                                     

4. Literatur und Pläne

  • Eugen Probst: Originalpläne zum Wiederaufbau der Burg Reichenstein 1932/33, Schweizerisches Burgenarchiv, Basel.
  • Werner Meyer: Burgen von A bis Z. Burgenlexikon der Regio. Herausgegeben von den Burgenfreunden beider Basel aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens. Druckerei Klingental, Basel 1981, S. 122–123.
  • Carl Roth: Die Burgen und Schlösser der Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Birkhäuser, Basel 1932.
                                     
  • in Rheinland - Pfalz Burg Reichenstein Schweiz Burg in Arlesheim im Bezirk Arlesheim im Kanton Basel - Landschaft Burg Reichenstein Westerwald Burgruine
  • Die Reich von Reichenstein waren ein Schweizer Rittergeschlecht, das erstmals 1166 79 mit Rudolf Dives erwähnt wird. Der Besitz der Familie lag im Baselbiet
  • Burg Burg Reichenstein Schweiz Untere Burg Sickingen Baden - Württemberg Untere Burg am Unteren Schloss Talheim Baden - Württemberg Untere Burg
  • Peter Reich von Reichenstein 3. Mai oder 6. September 1296 war von 1286 bis 1296 Bischof von Basel. Er entstammte der in Basel ansässigen Familie Reich
  • Das Inzlinger Wasserschloss, seltener Schloss Reichenstein liegt am Ostrand der Gemeinde Inzlingen im baden - württembergischen Landkreis Lörrach. Die Gemeinde
  • Birseckburg castrum birseke superior ist als Burg Reichenstein bekannt, und von der hinteren und der mittleren Burg castrum medium sind nur noch stark zerfallene
  • Pratteln, Pratteln Ruine Ränggen, Diegten Ruine Ramstein, Bretzwil Burg Reichenstein Arlesheim Grottenruine Riedfluh, Eptingen Ruine Rifenstein, Reigoldswil
  • Ruine der Burg Landskron steht im Oberelsass auf dem Landskronberg an der Schweizer Grenze in der französischen Gemeinde Leymen. Die Burg liegt etwa
  • auch durch seine vielen Burgen Schlösser und Ruinen bekannt. Die bekanntesten sind: Ruine Pfeffingen Burg Reichenstein Burg Birseck Ruine Münchenstein
  • wurden die Güter und die Burg wieder an die Herren Reichenstein verliehen. Wie viele Burgen Schlösser und Häuser erlitt auch die Burg in Brombach Schäden
  • durch DNA - Analyse bestätigt werden. Bei der Namensfindung stand die Burg Reichenstein bei Bingen Pate. In nördlichen Anbaugebieten kann die Sorte als Alternative
  • von 1541 der Junker Hans Thüring Reich von Reichenstein Schweizer Adel, Stammsitz Burg Reichenstein Arlesheim überlebte einen Absturz revitalisierte


                                     
  • 1324 ging es an die Habsburger und 1580 an die Freiherren Reich von Reichenstein über. Sie bauten ein Schloss und ein Schlossgut, die bis 1857 in ihrem
  • Markgröningen Burg Stettenfels Untergruppenbach Burg Reichenstein Neckargemünd Bayern: Nürnberger Burg Nürnberg Rothenburg Rothenburg ob der Tauber Burg Königsberg
  • 1932 erfolgte der Teilaufbau der Ruine der Burg Reichenstein nach seinen Plänen, ebenso im Anschluss Burg Rotberg. Daniel Grütter: Eugen Probst 1873 - 1970
  • Oberliga Baden. In der Schweizer Nationalliga A spielte er von 2002 bis 2012 für die Schachfreunde Reichenstein mit denen er 2006 Schweizer Mannschaftsmeister
  • Revolutionären in Brand gesetzt. 1812 wurde es teilweise wiederaufgebaut. Burg Reichenstein beim Basler Erdbeben von 1356 zerstört, 1933 wiederaufgebaut. Eremitage
  • Dauermarkenserie Burgen und Schlösser der Deutschen Post von 1980 abgebildet. Dorf und Wasserschloss Inzlingen waren einst Besitz der Reich von Reichenstein Das
  • Rudolf von Rechberg, 1460, 1476 Andreas Schmitt, 1462 Christoph Reich von Reichenstein 1485, 1500 Rudolf von Andlau, 1497 Rudolf von Friedingen, 1503 1519
  • die Arbeit dieses Burgenforschers und - wiederaufbauers z. B. Burg Rotberg, Reichenstein dokumentiert. Der Nachlass des Architekten, Architekturzeichners
  • benachbarten Gluri - Suter - Huus. Atelier, Wettingen Skulptur unterhalb der Burg Reichenstein Sitzende Frau, Chexbres Stehende Frau, 1952, Rheinfelden Skulptur
  • und der Graf sah mit Schrecken, wie ringsherum die stolzen Burgen von Pfeffingen, Reichenstein Birseck und Dorneck in sich zusammenfielen und grosse Rauchwolken
  • Adelsgeschlecht Freiherren Reich von Reichenstein stellten ebenfalls Fürstbischöfe von Basel, zeitweise Besitzer der bekannten Burg Meersburg am Bodensee andere:
                                     
  • schwarz - gelbem Wappen mit drei Ringen sowie der Inzlinger Ortsherren von Reichenstein Auf Schweizer Seite tragen die Grenzsteine fast ausschliesslich den Baselstab
  • wurden die Güter und die Burg wieder an die Herren Reichenstein verliehen. Wie viele Burgen Schlösser und Häuser erlitt auch die Burg in Brombach Schäden
  • Augst Schloss Binningen, Binningen Schloss Bottmingen, Bottmingen Burg Reichenstein Arlesheim Brüglinger Ebene und Villa Merian, Münchenstein Basel Schloss
  • Johann Rudolf von Hallwyl 1506 1527 Koadjutor von Basel Peter Reich von Reichenstein 1527 1540 Johann Leonard von Gundelsheim 1540 1556 Thomas Surgand 1556 1570
  • und für das Laufener Baslertor die Fassadenmalerei 1949 Für die Burg Reichenstein bei Arlesheim gestaltete er das Deckenfries im Turmzimmer mit der
  • 1521 1522 war Wilhelm Reublin ein führender Kopf der Schweizer Täufer in Basel tätig. 1522 erbaten Bürger von Freiburg im Breisgau vom Konstanzer Bischof
  • einer Anhöhe gelegene Burg Rötteln. Lörrach liegt weniger als fünf Kilometer vom Dreiländereck Deutschland Frankreich Schweiz entfernt, die Gemarkungsfläche

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