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ⓘ Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, eigentlich Hetzendorfer ; † 14. Dezember 1816 in Wien war ein frühklassizistischer Architekt aus Österreich. ..



                                     

ⓘ Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg

Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg, eigentlich Hetzendorfer ; † 14. Dezember 1816 in Wien) war ein frühklassizistischer Architekt aus Österreich.

                                     

1. Biografie

Johann Ferdinand Hetzendorfer war der Sohn des aus der Oberpfalz stammenden Malers Johann Samuel Hetzendorfer und dessen Gattin Theresia Ursula Nefzer. Er wurde in der Wiener Vorstadt Josefstadt geboren. Nach einem Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien unternahm er Reisen nach Deutschland und Italien, bei denen er sich vorerst als Theater- und Dekorationsmaler betätigte. 1758 wurde er Ehrenmitglied der neu gegründeten Augsburger Akademie. Über die Theaterdekoration kam er zur Architektur. Er wurde vom Staatskanzler Maria Theresias, Wenzel Anton Graf Kaunitz protegiert, so dass er 1765 die baukünstlerische Leitung von Schloss Schönbrunn übertragen bekam, das von Maria Theresia nach dem Tod ihres Ehemannes Kaiser Franz Stephan von Lothringen neu gestaltet wurde. 1766 wurde er geadelt und trug seither den Namen Hetzendorf von Hohenberg. Von 1769 bis 1772 war er Professor an der Architekturschule der Wiener Akademie, von 1773 bis zu seinem Tode deren Direktor. 1773 wurde er außerdem Mitglied der Académie de France in Rom. 1775 erfolgte die Ernennung zum Hofarchitekten, 1776 zum wirklichen Hofarchitekten. 1804 wurde er Ehrenbürger der Stadt Wien.

1894 wurde die Hohenbergstraße in Wien-Meidling nach dem Architekten benannt.

                                     

2. Bedeutung

Seine erste Arbeit war die Innenausstattung des Schönbrunner Schlosstheaters, das von ihm in einem noch rokokoartigen Stil eingerichtet wurde. Seine späteren klassizistischen Umbauvorschläge wurden allerdings nicht realisiert. Wichtig wurde Hetzendorf vor allem aber als Gestalter des Schlossgartens, den er nach strengen französischen Prinzipien anlegte. Manche Skulpturen wurden nach seinen Plänen entworfen, so etwa der Neptunbrunnen.

Das markanteste Bauwerk des Schlossgartens, die Gloriette, stammt ebenfalls aus seiner Planung. Sie wurde 1772–1775 errichtet und gilt als erstes klassizistisches Bauwerk in Österreich. Sie ist ein Triumphbogen auf dem höchsten Schlosshügel, der sowohl als Aussichtspunkt als auch als optischer Abschluss des Schlossgartens fungiert. Sie ist als Kriegerdenkmal gedacht, daher ist sie mit Kriegs-Trophäen drapiert, die von Johann Baptist Hagenauer und Benedikt Hainrizi der Name "Henrici" ist irrig stammen.

Ein bereits sehr deutliches klassizistisches Zitat sind der Obelisk im Schlossgarten sowie die Römische Ruine unter Verwendung von Dekorationsteilen des Schlosses Neugebäude, die ihm als erstes Werk dieser Art internationale Anerkennung brachte. Diese künstliche Inszenierung von Verfallenem weist auch schon auf die Romantik hin.

1783 baute er das Palais Pallavicini damals Palais Fries am Josephsplatz, gegenüber der Hofburg um. Die Front dieses Gebäudes ist geradezu "anti-barock": sie ist nicht auf den Eingang hin akzentuiert und bleibt rein additiv, was noch dadurch verstärkt wird, dass als einzige Skulpturen nicht die obligatorischen Karyatiden neben dem Eingangsportal, sondern die ganze Front entlang Vasen in regelmäßigen Abständen vorgesehen waren. Dies wurde schärfstens abgelehnt, und der Besitzer Moritz Reichsgraf von Fries gab dem Druck der öffentlichen Meinung nach und beauftragte Franz Anton von Zauner von dem auch das gegenüberstehende Denkmal Josephs II. stammt, das Eingangsportal mit Karyatiden auszustatten.

In den folgenden Jahren beschäftigte sich Hetzendorf von Hohenberg vor allem mit der Umgestaltung von Kirchen, namentlich der Wiener Minoritenkirche und der Augustinerkirche, beides ursprünglich gotische Kirchen, die barockisiert worden waren. Die barocke Inneneinrichtung wurde größtenteils entfernt, was ihm den Ruf eintrug, ein "Regotisierer" zu sein. Dies ist aber durchaus zweischneidig, da er einige Umbauten machen ließ, die der Gotik zuwiderlaufen: etwa ließ er in der Augustinerkirche im Chor Oratorien einbauen, was das für die Gotik wichtige Gefühl der Höhe empfindlich stört. In der Minoritenkirche ließ er den Ludwigschor, einen authentischen gotischen Chor, abmauern er wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts abgerissen. Waren diese Änderungen also auch noch klassizistisch inspiriert, ging es ihm doch vor allem um einen harmonischen Gesamteindruck, der durchaus auch die Gotik zur Geltung brachte.

Diese Tendenz zur Neugotik schlug aber in seinen letzten Projekten immer mehr durch, so in seinen in dieser Form nicht gebauten Plänen für Schloss Laxenburg, wo er fast so etwas wie eine künstliche mittelalterliche Burg entwarf.

Hetzendorf von Hohenberg verkörperte wie kein anderer die vielfältigen Möglichkeiten seiner Zeit. Durchaus noch mit der Barockarchitektur vertraut, verhalf er dem Klassizismus in Österreich zum Durchbruch, um am Ende bereits so etwas wie den Historismus vorwegzunehmen, dessen Pragmatismus – verschiedene ästhetische Lösungen für verschiedenartige Bauwerke zuzulassen – von ihm bereits vorweggenommen wurde.

                                     

3. Werke

  • Festgerüste anlässlich von Heiligsprechungen vor der Piaristen-Ordensgründer Hl.Joseph von Calasanz und der Salesianerinnenkirche, Wien 1768
  • Innenausstattung des Schönbrunner Schlosstheaters, Wien 1766/67
  • Altäre der Pfarrkirche St. Josef zu Margareten, Wien 1771
  • Stuckdecken im Schwarzenbergpalais, Wien 1802
  • Gloriette, Schönbrunner Schlosspark, Wien 1775
  • diverse Gartenbauten für Schloss Laxenburg
  • Veränderung der Innenausstattung der Wiener Minoritenkirche, um 1785
  • Römische Ruine, Schönbrunner Schlosspark, Wien 1778
  • Veränderung der Innenausstattung der Michaelerkirche, Wien 1792
  • Regotisierung der Augustinerkirche, Wien um 1784
  • Obeliskkaskade, Schönbrunner Schlosspark, Wien 1777
  • Triumphpforten, Trauergerüste, Theaterprospekte
  • Palais Fries später Pallavicini, Wien 1783/84
  • Entwurf der Kirche St. Anna, Verl 1792–1801
  • Hochaltar der Lichtentaler Kirche, Wien 1777


                                     

4. Der kaiserlich-königliche Steinbruch

Vor allem tragende Architekturteile wurden aus härtestem Kaiserstein gearbeitet, so ist eine intensive Zusammenarbeit mit Kaisersteinbrucher Meistern dokumentiert.

                                     
  • Schloss Hetzendorf Modeschule Hetzendorf Schule in Wien Hetzendorf ist ein Namensteil folgender Personen: Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg 1732 1816
  • künstlichen Grotten angelegt. Johann von Fries liess sich 1783 84 in Wien am Josefsplatz von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg das Palais Pallavicini
  • Henrici Mitarbeiter von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg bei der Ausstattung der Gloriette und dem skulpturalen Schmuck des Parks von Schloss Schönbrunn
  • gemauerten, aber mit Kaiserstein verkleideten Anlage stammt von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg Die Herstellung der Skulpturen aus weiSem Sterzinger
  • das nunmehrige Schloss dem Reichsgrafen Johann von Fries. Der Architekt Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg führte den Einbau eines Stiegenhauses
  • entstand das Palais Pallavicini nach Plänen von Nigellis Vorgesetzten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg Nach einer Auseinandersetzung beider über
  • Kuppelgesims stammt von Hieronymus Alfieri um 1700 Der Hochaltar wurde um 1784 nach einem Entwurf von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg errichtet. Die
  • begann der Aufstieg von Bad Vöslau. Die Familie Fries lieS das Vöslauer Schloss durch Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg den Hofarchitekten und
  • Form erhalten, einzelne Umbauten erfolgten 1782 86 durch Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg und 1806 durch Lorenz Lechner. Die rechteckige Klosteranlage
  • Maria Theresia und beauftragte den Wiener Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg mit dem Entwurf des Bauwerkes. 1933 wurde die Kirche mit
  • ein bekanntes Künstler - und Musik - Café integriert ist. Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg 1732 1816 frühklassizistischer Architekt Christine
  • Die Altäre entstanden nach Entwürfen des Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg 1771 Der Hochaltar in Ädikulenform mit rotem Marmor
  • wurde bereits 1747 eröffnet. 20 Jahre später wurde es von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg umgebaut und vergröSert. Unter den Augen Maria Theresias
                                     
  • 1783 anstelle des abgebrochenen Königinklosters von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg für Johann von Fries errichtete Palais war seinerzeit das erste
  • Schlössern von Laxenburg auf einer künstlichen Insel im Parkteich errichten lieS. Die Burg wurde von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg in zwei Teilen
  • Hofarchitekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg errichtet. Die St - Johannes - der - Täufer - Kirche auf dem Friedhof beherbergt die Gruft der Familie von Kaunitz
  • Arbeiten im Park von Schönbrunn, an einem Bassin usw. Dies entsprach einem Projekt des Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg der Jahre 1771 1772
  • 1775 als letzte Baulichkeit des Gartens nach Plänen von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg als Ruhmestempel zugleich Hauptblickfang Point de
  • als eines der Hauptwerke des Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg dem Erbauer der Gloriette von Schönbrunn. Der zur BräunerstraSe gerichtete
  • wurde 1777 von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg errichtet. Die Bildhauerarbeiten stammen von Benedict Henrici nach Entwürfen von Wilhelm Beyer
  • bildenden Künste Wien zum Künstler und Architekten unter Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg ausgebildet. Vielfältig begabt und interessiert, betätigte
  • Dezember 1802 Joseph Ritter Girtler von Kleeborn 16. Dezember 1803 Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg 15. Februar 1804 Joseph Haydn 1. April
  • jene von Maria Theresia, Marie Antoinette oder Franz Josef mit Sisi. Unter Kaiser Joseph II. regotisierte Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg die


                                     
  • in Gebrauch war, 1894 umbenannt: nach dem Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg der die Gloriette 1772 1776 im Auftrag Kaiserin Maria
  • Theresia, seit 1745 als Kaiserin tituliert, von Nikolaus von Pacassi und Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg das Schloss und der Park in seiner heutigen
  • von 1945 zerstört worden. Im Zuge der Neuwidmung der ehemaligen Minoritenkirche wurden auch zahlreiche Umbauten von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg
  • Schlosstheater Europas erbauen. 20 Jahre später wird es von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg noch einmal umgebaut und vergröSert. Das Schlosstheater
  • Architekten Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg 1732 1816 er war der führende Architekt des spätbarocken Klassizismus Hohenberg schuf u. a
  • Familiennamen Habsburg - Lothringen, sondern den Namen Hohenberg den Sophie Chotek, zuletzt Herzogin von Hohenberg von Franz Joseph I. erhalten hatte. Das Familienstatut
  • Ruine oder Ruine von Karthago Schlosspark Schönbrunn, Österreich, von Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg für Maria Theresia von Österreich 1776

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Übersetzung
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