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ⓘ Theo Hölscher. Theodor Theo Hölscher wurde am 25. November 1895 in Münster geboren. Bis 1914 besuchte er dort die Volksschule und danach die Höhere Schule. Nach ..



                                     

ⓘ Theo Hölscher

Theodor "Theo" Hölscher wurde am 25. November 1895 in Münster geboren. Bis 1914 besuchte er dort die Volksschule und danach die Höhere Schule. Nach seiner Schulzeit bereitete er sich bei einem Universitäts-Zeichenlehrer auf den Besuch der Kunstakademie vor. Ab September 1914 war Hölscher als Kriegsfreiwilliger Soldat im Ersten Weltkrieg, wo er vom 28. Dezember 1914 bis zum 11. November 1918 beim Reserve-Regiment 130 als Vizefeldwebel, dann Leutnant und Bataillons-Adjutant diente. Im Februar 1919 wurde er im Range eines Offiziers aus dem Militärdienst entlassen. Während seines Fronteinsatzes konnte er in ruhigen Phasen zeichnerische Arbeiten anfertigen, was ihn nach dem Krieg darin bestärkte, seine künstlerischen Ambitionen weiter zu verfolgen.

Von 1920 bis 1922 absolvierte Hölscher ein Studium an der Staatlichen Kunstakademie Kassel mit der Ausbildung für das künstlerische Lehramt an höheren Schulen unter seinem Lehrer Kay H. Nebel. Dort freundeten sich Hölscher, der Paderborner Hans Kraft und der Münsteraner Josef Wedewer an. Im Jahr 1923 begann Hölscher seine Lehrtätigkeit als Kunsterzieher am Realgymnasium in Hamm/Westfalen, wo er im zweiten Fach Turn- und Sportunterricht gab. Im Jahr 1924 unternahm er eine Schwarzwaldreise. Der Maler und Kunstprofessor Hermann Sandkuhl vermittelte Hölscher die Teilnahme an der Juryfreien Kunstausstellung in Berlin sowie weitere Ausstellungsgelegenheiten in Stockholm und Buenos Aires. Gemeinsam mit seinem Malerkollegen Josef Wedewer und dem am Gustav-Lübcke-Museum wirkenden Kunsthistoriker Heinrich Ossenberg gründete er 1925 die Gruppe "Junges Westfalen" in Hamm. Die ersten "selbstständigen" Gemälde im Stil der Neuen Sachlichkeit bildeten einen ersten Höhepunkt im Schaffen des nunmehr 30-jährigen Malers Theo Hölscher. Nun schuf er eine Fülle von Bildern, die Motive aus Hamm und der Umgebung zeigen; und vor allem diese Werke tragen die unverwechselbare Handschrift des Künstlers und machten ihn weit über die Stadt hinaus bekannt. Für Hölscher, der auch gern Architekt geworden wäre, waren bauliche Strukturen städtischer Gebäude und Funktionsbauten wie Brücken, Bohrtürme und Kanalanlagen von herausragender Bedeutung, und so verarbeitete er immer wieder das Stadtbild Hamms sowie deren Industrie und Technik in seinen Öl- und Tempera-Gemälden. Daher gilt er als Porträtist der Industriestadt Hamm in den Zwischenkriegsjahren. Im Jahr 1926 unternahm er Reisen nach Paris und Tirol. Der Kunstkritiker und Schriftsteller Paul Westheim sowie der Kunsthändler Alfred Flechtheim setzten sich 1926 in Berlin und Düsseldorf für Hölscher ein. In das Jahr 1927 fiel seine erste Hollandreise ebenso wie sein Eintritt in die Gruppe "Freie Künstlergemeinschaft Schanze" in Münster, der sich auch der gerade nach Münster gezogene, zum international erfolgreichen Plakatkünstler avancierende Hans Kraft anschloss.

Am 5. September 1928 heiratete er Annemarie Hölscher, geborene Lindemann, dem sich 1929 weitere Studienfahrten in die Niederlande sowie eine Paris-Reise zusammen mit seiner Frau und dem befreundeten Ehepaar Wedewer anschlossen. Im Dezember 1930 bewarb sich Hölscher um den Großen Staatspreis für Maler und Bildhauer der Preußischen Akademie der Künste, Berlin. Zu diesem Zeitpunkt besaß die Berliner Nationalgalerie bereits Gemälde von ihm. Er unternahm bis 1934 weitere Reisen nach Holland, Paris, Tirol, in den Schwarzwald und an die Ostsee.

Nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs 1939 wurde Hölscher als Reserveoffizier einberufen. Den Kriegsdienst absolvierte er lediglich bis 1944, weil er wegen gesundheitlicher Beeinträchtigungen aus der Wehrmacht ausscheiden musste. Es folgte seine Übersiedlung nach Enniger, Bauerschaft Sommersell, da die Stadt Hamm alliierten Bombardements ausgesetzt war. Nach Kriegsende 1945 wurde Hölscher aus dem Schuldienst entlassen und zog nach Münster um. Von nun an nahm er seine künstlerische Arbeit wieder auf und beteiligte sich – auch in organisatorischer Hinsicht – an der wiederbeginnenden Ausstellungsarbeit. 1947 engagierte er sich als Mitbegründer und Mitglied der Gruppe "Westdeutscher Künstlerbund" in Hagen. Ab 1950 wandte er sich der gegenstandslosen Malerei zu. 1962 erfolgte sein Beitritt zur "Dortmunder Gruppe", der er bis zu seinem Tode angehörte. Am 8. September 1966 ist Theo Hölscher in Münster gestorben.

                                     

1. Bedeutung

Der Künstler Theo Hölscher ist überregional bedeutend. Anfangs Impressionist, ging er in den zwanziger Jahren zu einer der Neuen Sachlichkeit verwandten Malweise über, die eine von der Technik durchsetzte Welt zeigt. Ab 1950 vollzog er eine Wendung zur abstrakten Malerei hin, beeinflusst von Vincent van Gogh. Seine Werke sind in zahlreichen Museen vertreten. 1991 konnte das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm von der Witwe Annemarie Hölscher den Nachlass des Künstlers übernehmen. Das Museum bewahrt derzeit fast 600 seiner Arbeiten auf, darunter auch Skizzen.

                                     

2. Ausstellungen

  • 1980: Theo Hölscher – Gemälde, Zeichnung, Graphik. Gustav-Lübcke-Museum, Hamm
  • 2018: Hamm – Mit Hölschers Augen und mit dem Fotoobjektiv von Jürgen Post. Gustav-Lübcke-Museum, Hamm
  • 1927: Sonderausstellung Theo Hölscher und Josef Wedewer in den Kunsthallen Hansa Haus, Essen
  • 2016: Münster. Kabinett 33 im Stadtmuseum Münster
  • 1985: Theo Hölscher. Studioausstellung im Gustav-Lübcke-Museum, Hamm
  • 1978: Graphik des 20. Jahrhunderts. Sammlung Theo Hölscher. Gustav-Lübcke-Museum, Hamm
                                     
  • Hölscher bezeichnet Windmöller Hölscher 1869 gegründetes Maschinenbau - Unternehmen mit Hauptsitz in Lengerich, Westfalen Hölscher ist der Familienname
  • 000 Aquarelle und Federzeichnungen. Unter Anleitung seines Lehrers Theo Hölscher erlernte er unterschiedliche Techniken der Aquarellmalerei. Seine Bilder
  • Bergisch Gladbach. 1927 Kunsthallen Hansa Haus Essen: Sonderausstellung Theo Hölscher und Josef Wedewer 1956 Westfälischer Kunstverein Münster, Zimmergalerie
  • befreundet mit Conrad Felixmüller, Herbert von Arend, Ernst Bahn, Hans Pape, Theo Hölscher 1936 legte er sein Werklehrerexamen ab und war seit 1939 als Kunsterzieher
  • Bonn 2017ː Egbert Feddersen, Bonn Georg Röhrmoser, Bruckmühl 2016: Theo Hölscher Uelzen Knut Roschlau, Nückel 2015: Hubert Henne, Melbeck 2014: Bernd
  • Politikerin CDU Holscher Martin 1952 deutscher FuSballspieler Hölscher Michael 1970 deutscher Soziologe Hölscher Theo 1895 1966 deutscher
  • Hegemann wurde schon auf dem Realgymnasium durch den jungen Zeichenlehrer Theo Hölscher der ein bekannter Maler der Neuen Sachlichkeit wurde, nachhaltig in
  • Hochschule. Bernhard Stephan: Hans Zimbal. 1926 Theo Effenberger: Hans Zimbal siebzig Jahre. 1953. Petra Hölscher Die Akademie für Kunst und Kunstgewerbe zu
  • Jochen Schenck 1998: Heinrich Kröger 1999: Johann Diedrich Bellmann 2000: Theo Schuster 2002: Georg Bühren 2004: Friedrich W. Michelsen 2006: Renate Herrmann - Winter
  • Basel heute Schule für Gestaltung Basel unter anderen bei Walter Bodmer, Theo Eble und Julia Ris und schloss 1941 als erste Frau mit einem Grafikerdiplom
  • Topographisch - statistische Übersicht des Regierungs - Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher 1843, Seite 66 Gemeindelexikon für das Königreich PreuSen, Band XII Provinz


                                     
  • Topographisch - statistische Übersicht des Regierungs - Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher 1843, Seite 66 Gemeindelexikon für das Königreich PreuSen, Band XII Provinz
  • Topographisch - statistische Übersicht des Regierungs - Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher 1843, Seite 66 Gemeindelexikon für das Königreich PreuSen, Band XII Provinz
  • Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, Band 2, Coblenz: Hölscher 1865, S. 197 Online - Ausgabe Rita Voltmer 7. Dezember 2000 St. Maximin
  • Klieth be all os Jugenstri - ek Auszug aus dem Gedicht Dat Hellijehüske von Theo Versteegen Wat ech vertell, verwongert ech anstelle von ich et wor
  • Topographisch - statistische Übersicht des Regierungs - Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher 1843, Seite 66 Gemeindelexikon für das Königreich PreuSen, Band XII Provinz
  • Theo Versteegen: Krieewelsch op de Reeh jebreit - Kurzgrammatik der Krefelder Mundart. Krefeld 2005, S. 13. Kurt Hausmann, Ursula Versteegen, Theo Versteegen:
  • vielfältigen Mundarten des Plattdeutschen leisten. Der Verleger der Reihe, Theo Schuster 1931 2016 betrieb bis zu seinem Tode die Buchhandlung, die sein
  • Topographisch - statistische Übersicht des Regierungs - Bezirks Coblenz, Coblenz: Hölscher 1843, S. 66 Gemeindelexikon für das Königreich PreuSen, Verlag des Königlich
  • Kritische Justiz. Band 20, Nr. 1, 1987, S. 59 68, 63, JSTOR: 23996312. Astrid Hölscher Handel mit Arbeitnehmerrecht. Juristen diskutieren Deals zwischen Management
  • Pätzold: Nischen im Gras: ein Leben in zwei Diktaturen, S. 467 Christoph Hölscher NS - Verfolgte im antifaschistischen Staat Vereinnahmung und Ausgrenzung
  • Philosophische Anthropologie und politische Ökonomie. In: Apophoreta für Uvo Hölscher zum 60. Geburtstag, hrsg. A. Patzer, Bonn 1975, 6 20. Befreiung von der
                                     
  • Hölscher Henricus Gerard Joseph Hölscher 1916 2004 internationaler Fernschachmeister David van der Hoeven 1969 FernschachgroSmeister Theo Hommeles
  • Sinfonien Nr. 1 9 Anna Tomowa - Sintow, Annelies Burmeister, Peter Schreier, Theo Adam Gewandhausorchester, 1975. Beethoven: Sinfonien Nr. 1 9 Sylvia McNair
  • 1920 1988 Wolfgang Sawallisch 1923 2013 Hans Walter Kämpfel 1924 2016 und Theo Brand 1925 2016 Die Bergkönigin op. 70 1927 Begleitmusik zum gleichnamigen
  • Die Hauptrollen sind mit Hansi Kraus, Gila von Weitershausen, Uschi Glas, Theo Lingen sowie Günther Schramm, Hannelore Elsner und Georg Thomalla besetzt
  • Staatsoberhäuptern, wie Dean Acheson, Karl Arnold, Willy Brandt, Aenne Brauksiepe, Theo Burauen, Thomas Dehler, Ludwig Erhard, Gustav Heinemann, Theodor Heuss, Edward
  • ist jedoch ebenfalls unterwegs und wird in dieser Zeit durch Vizedirektor Theo Schatz vertreten. Der hält Andy für das Mädchen Eva und verfrachtet ihn in
  • Hamburg 1990, ISBN 3 - 89136 - 392 - 3, S. 188. Zitiert nach Roman Schliesser, Theo Moser: Karl Spiehs und seine Filme. Ueberreuter, Wien 2006, S. 162, ISBN
  • und Uschi Glas besetzt. Das Kärntner Schlosshotel Seefels im Besitz von Theo Frobenius steht wegen enormer Konkurrenz vor dem Aus. Dadurch ist Frobenius

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