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ⓘ Verein für Erdkunde zu Dresden. Der Verein für Erdkunde zu Dresden war neben dem Leipziger Verein von Freunden der Erdkunde der bedeutendste Verein Sachsens, de ..


                                     

ⓘ Verein für Erdkunde zu Dresden

Der Verein für Erdkunde zu Dresden war neben dem Leipziger Verein von Freunden der Erdkunde der bedeutendste Verein Sachsens, der sich von 1863 bis in die Zeit des Zweiten Weltkrieges überregional mit Erd-, Länder- und Völkerkunde beschäftigte. Zu seinen Mitgliedern zählten namhafte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, darunter zahlreiche Wissenschaftler.

                                     

1. Geschichte

Nachdem der erste Jahresbericht der 1860 gegründeten Vereins für Erdkunde zu Leipzig erschienen war, wurde auch in der sächsischen Residenzstadt Dresden das Interesse an einer ähnlichen geographischen Gesellschaft geweckt. Am 17. März 1863 ließ Sophus Ruge ein Rundschreiben mit dem Aufruf zur Gründung eines geographischen Lesezirkels oder einer geographischen Gesellschaft nach Leipziger Vorbild in Umlauf geben. Daraufhin trafen sich am 12. März 1863 dreizehn Gleichgesinnte zur Gründung eines derartigen Lesezirkels. Dabei kam die gemeinsame Idee auf, den Vorsitz des neuen Vereins dem in Leipzig tätigen Konsul Karl Andree anzubieten und mit diesem gemeinsam den Verein für Erdkunde zu Dresden zu gründen. Karl Andree stimmte wenige Tage später diesem Vorschlag zu und so kam es am 27. März 1863 zur offiziellen Gründungsversammlung des Vereins.

Als Sitz konnte in der Dresdner Altstadt das Haus Kleine Brüdergasse 11 genutzt werden. Nahezu 100 Mitglieder traten bereits im ersten Jahr dem Verein bei. Mit Erreichen des 60. Lebensjahres legte Karl Andree 1868 den Vereinssitz in Dresden nieder und der bisherige Schriftführer Sophus Ruge, der damals an der Handelsschule in Dresden Geographie und Geschichte lehrte, übernahm die Leitung des Vereins, dem er 35 Jahre lang vorstand. Unter seiner Leitung erschienen auch die Jahresberichte des Vereins in regelmäßigen Abständen, die sich zu einem wichtigen geographischen Publikationsorgan entwickelten.

Neben dem regen Vereinsleben mit Vorträgen und Exkursionen wurde der Verein vor dem Ersten Weltkrieg auch zu einer wichtigen Anlaufstelle für Ausreisewillige, die sich im Verein Informationen über ihre neue Wahlheimat holten. Speziell dafür wurde eine vereinsinterne Abteilung für Auswanderungsangelegenheiten geschaffen, die mehrere Jahre vom Schriftsteller Rudolf Doehn geleitet wurde. Bekannt wurde der Verein für Erdkunde zu Dresden auch für seine Unterstützung von mehreren Auslandsexpeditionen, so beispielsweise nach Afrika oder zum Nordpol.

Im Jahr 1886 war der Verein maßgeblich an der Organisation des Deutschen Geographentages beteiligt, zu dem von Paul Emil Richter das vom Verein für Erdkunde zu Dresden herausgegebene Verzeichnis von Forschern in wissenschaftlicher Landes- und Volkskunde Mittel-Europas publiziert wurde.

1904 übernahm Bernhard Pattenhausen und spätestens 1908 Emil Schöne den Vereinsvorsitz. Zweiter Vorsitzender war eine Zeit lang General der Kavallerie Hermann von Broizem. In den 1930er Jahren leitete Hans von Zanthier und Paul Wagner den Verein für Erdkunde, der wie alle sächsischen Vereine im Zuge des Zweiten Weltkrieges nach 1943 seine Tätigkeit einstellen musste. Die umfassende Vereinsbibliothek war bereits 1924 in den Besitz der Stadtbibliothek Dresden übergegangen.

                                     
  • Dresden über und trat eine Lehrerstelle an der Handelsschule der Kaufmannschaft an. Mit Karl Andree gründete Sophus Ruge 1863 den Verein für Erdkunde
  • als Oberlehrer berufen. Er war Mitglied des Vereins für Erdkunde zu Dresden Das Schlittschuhlaufen. Für Jung und Alt beiderlei Geschlechts methodisch
  • Schöne Vorsitzender des Vereins für Erdkunde zu Dresden Daneben publizierte er auch in den Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Leipzig und in der Zeitschrift
  • Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Dresden Neue Folge 1936 38, S. 9 16. Heinz Peter Brogiato: Wagner, Paul Adolf. In: Institut für Sächsische Geschichte
  • hinaus. So hatte er zeitweise den stellvertretenden Vorsitz im Verein für Erdkunde zu Dresden übernommen. Der Schriftsteller Ludwig Renn beschrieb den hochgebildeten
  • Mitglied der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft ISIS und des Vereins für Erdkunde in Dresden 1905 erfolgte seine Ernennung zum Studienrat. 1907 ging er
  • sächsische Beamte in Leipzig den Verein von Freunden der Erdkunde laut Statuten mit dem Zweck, die Erdkunde im weitesten Sinne zu fördern zunächst durch
  • Markert, Dresden 1889. Hans Beschorner: Matthias Öder und die Landvermessungen seiner Zeit in Deutschland. In: Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Dresden
  • Permoser - Studien. Dresden von Baensch Stiftung, 1913 Matthias Öder und die Landvermessungen seiner Zeit in Deutschland. In: Mitteilungen des Vereins für Erdkunde Dresden
  • Mitglied des Vereins für Erdkunde zu Dresden Barth, der mit Anna Frida Barth 1859 1919 geborene Schaeffer, verheiratet war, starb 1931 in Dresden und wurde
                                     
  • biographische Skizze. In: XV. Jahresbericht des Vereins für Erdkunde zu Dresden Wissenschaftlicher Theil. A. Huhle, Dresden 1878, S. 56 85 Textarchiv Internet
  • Mathematisch - Physikalischen Salons zu Dresden Von 1904 bis 1919 war er Vorsitzender des Vereins für Erdkunde zu Dresden 1906 wurde er zu Geheimen Hofrat ernannt
  • Landvermessungen seiner Zeit in Deutschland. In: Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Dresden Band 3, 3 4, 1924. Fritz Bönisch: The Geometrical Accuracy
  • Sprachführer für das Neuisländische. Insbesondere machte er sich durch Beiträge zur Geologie Islands einen Namen in der Fachwelt. Vom Verein für Erdkunde zu Dresden
  • 3 - 86082 - 021 - 4. S. 43 47. Hans Meyer: Alphons Stübel. In: Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Leipzig, Jg. 1904, S. 57 78. Horst Rast: Alphons Stübels Bedeutung
  • GroSformen des Elbsandsteingebirges in: Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Dresden N.F. 1934 35, S. 111 157 Literatur von und über Friedrich
  • Markert, Dresden 1889. Hans Beschorner: Matthias Öder und die Landvermessungen seiner Zeit in Deutschland. In: Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Dresden
  • und beriet Ausreisewillige im Verein für Erdkunde Dresden Später wandte er sich auch der amerikanischen Literatur zu 1878 arbeitete er als Redakteur
  • General der Kavallerie, Stellvertretender Vorsitzender des Vereins für Erdkunde zu Dresden Fritz Brosin vollständiger Name: Carl Oscar Friedrich Brosin
  • russischen Fluglinie Aeroflot trägt den Namen F. Bellingshausen Verein für Erdkunde zu Dresden Hrsg. Fabian von Bellingshausens Forschungsfahrten im Südlichen
  • Vorsitzender des 1863 gegründeten und heute noch existierenden Vereins für Erdkunde in Dresden 1865 erhielt Heinrich von Abendroth das Kommando über das
  • Audiodateien Literatur von Anton Endrös bei der SLUB Dresden SLUB Dresden Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Leipzig Normdaten  Person GND: 12808667X OGND


                                     
  • Mitglied des Vereins für Erdkunde der Gesellschaft für Natur - und Heilkunde, der Naturforschenden Gesellschaft Isis und des Gewerbevereins in Dresden sowie
  • an studierte er Geschichte, Historische Hilfswissenschaften, Deutsch, Erdkunde und alte Sprachen an der Universität Leipzig, unter anderem bei Georg Voigt
  • langjähriges Mitglied und seit 1872 zweiter Vorsitzender des Vereins für Erdkunde Dresden sowie viele Jahre Mitglied des Tonkünstlervereins. Noch mit 55
  • Zeitungswesens. Hamburg 1866 E - Kopie Zur Geschichte der Erdkunde im letzten Drittel des Mittelalters. Dresden 1871 Die Entstehung der Schrift, die verschiedenen
  • Mitglied des Vereins für Erdkunde zu Leipzig. Jungmann wurde 1901 zum auSerordentlichen Professor und 1912 zum ordentlichen Honorarprofessor für Gymnasialpädagogik
  • Kenntnis des nordöstlichsten Labradors. In: Mitteilungen des Vereins für Erdkunde zu Dresden Heft 8 und 9, 1909, S. 168 320 Meine Baffin - Land - Reise in:
  • Präparandenanstalt und am evangelischen Lehrerseminar in Osnabrück. Er war Lehrer für Erdkunde und Biologie in Kalkriese, Bramsche und Osnabrück, unter anderem an der
  • Hermann: Die Ureinwohner Australiens. In: Jahresbericht des Vereins für Erdkunde zu Dresden 1872, S. 1 18. Beckler, Hermann: A Journey to Coopers Creek

Wörterbuch

Übersetzung