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ⓘ Erwin Iserloh wurde entscheidend durch den Widerstand gegen den Nationalsozialismus geprägt. Er war Mitglied im Bund Neudeutschland ND, einem nach dem Ersten We ..



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ⓘ Erwin Iserloh

Erwin Iserloh wurde entscheidend durch den Widerstand gegen den Nationalsozialismus geprägt. Er war Mitglied im Bund Neudeutschland ND, einem nach dem Ersten Weltkrieg gegründeten Verband der katholischen Jugendbewegung, und beteiligte sich am Kampf gegen die Hitlerjugend HJ.

Nach dem Theologiestudium in Münster empfing Iserloh 1940 durch Bischof Clemens August von Galen im Dom zu Münster die Priesterweihe. Anschließend konnte er bei Joseph Lortz, dem Pionier einer neuen katholischen Lutherforschung, eine reformationsgeschichtliche Dissertation anfertigen. 1942 wurde Iserloh zum Präses in der "Knabenerziehungsanstalt St. Josefshaus" bei Wettringen ernannt. Er beaufsichtigte seelsorgerlich mehrfach straffällig gewordene schwierige Jugendliche im Alter von 16 bis 21 Jahren im Heidhof. Diese geschlossene Abteilung war von den anderen Zöglingsgruppen isoliert in einem eigenen Gebäude untergebracht. Dabei setzte er die illegale Jugendarbeit im Münsterland fort. Von der Gestapo wegen "Fortführung illegaler Verbände und Wehrkraftzersetzung" angeklagt, tauchte er in Appelhülsen im Martinistift unter. Denn entgegen der Meinung seines Bischofs von Galen, das NS-Regime führe einen legitimen Krieg gegen den gottlosen Bolschewismus, wollte er sich nicht freiwillig zur Wehrmacht melden, um so der Einweisung ein Konzentrationslager zu entgehen.

Im Dezember 1942 erhielt er den Gestellungsbefehl zur 5./Sanitätsabteilung 6 in Soest als Krankenträger. Am 1. September 1943 wurde Iserloh als Sanitätskraftwagenfahrer an die Ostfront beordert, wo er auch als Priester wirkte. Der sowjetischen Gefangenschaft entging er durch einen Fronturlaub im Juni 1944. Im Oktober 1944 war er wieder an der Front bei einem Krankenkraftwagenzug im südlichen Masuren. Am 22. März 1945 wurde er in Rosenberg, dem Hafen von Heiligenbeil, verwundet und beim Versuch, das Schiff nach Pillau am Fähranleger zu erreichen, von seinem Bruder Lothar gerettet. Er kam mit einem Verwundetentransport nach Swinemünde und danach nach Heringsdorf ein Kriegslazarett. Danach wurde er in das Reservelazarett II in Helmstedt verlegt.

Im Juni 1945 wurde Iserloh auf Anordnung der britischen Militärregierung in das Reservelazarett St. Josefshaus bei Wettringen verlegt. Nach seiner Genesung übernahm er dort die Leitung einer Gruppe von schulentlassenen Jungen. Im November 1945 wurde er Hausgeistlicher im Kloster zum Heiligen Kreuz in Freckenhorst Kreis Warendorf. 1947 ging er zum Weiterstudium nach Rom an das Priesterkolleg am Campo Santo Teutonico. Dort war er Schüler von Hubert Jedin, bei dem er sich 1951 in Bonn habilitierte. Für Jedins mehrbändiges Handbuch der Kirchengeschichte verfasste später Iserloh die Kapitel über die Reformation Band 4, 1. Teil.

Iserloh lehrte Kirchengeschichte, von 1954 bis 1964 an der Theologischen Fakultät Trier und von 1964 bis zu seiner Emeritierung 1983 in Münster, wo er zunächst Direktor des Katholisch-Ökumenischen Instituts der Westfälischen Wilhelms-Universität wurde.

Iserloh wurde 1968 zum ordentlichen Mitglied der Historischen Kommission für Westfalen gewählt, deren Vorstand er ab 1978 angehörte. Zwischen 1982 und 1990 war er stellvertretender Vorsitzender der Kommission. Zwischen 1979 und 1989 war er Vereinsdirektor des Vereins für Geschichte und Altertumskunde Westfalens, Abt. Münster.

Von 1976 bis 1990 war Iserloh Residierender Domkapitular in Münster. Er wurde auf dem Domherrenfriedhof am Dom zu Münster im Innenhof des Kreuzgangs beerdigt.

                                     

1. Leistungen

Iserlohs Forschungsschwerpunkte waren das Spätmittelalter, die Geschichte der Reformation und der Gegenreformation. Aufsehen erregte seine Behauptung, dass Luthers Thesenanschlag an der Schlosskirche in Wittenberg am 31. Oktober 1517 in der überlieferten Form nie stattgefunden habe. Dabei stellte der gute Kenner des Lebens und der Werke Martin Luthers jedoch nicht die Authentizität der 95 Thesen selbst in Frage.

Iserloh gab die Schriftenreihen Corpus Catholicorum, Katholisches Leben und Kirchenreform und Reformationsgeschichtliche Studien und Texte heraus, die sich mit katholischen Theologen des 16. Jahrhunderts beschäftigt; ferner die Schriften und Briefe des katholischen Sozialreformers Wilhelm Emmanuel von Ketteler. Er war Mitherausgeber der Zeitschriften Theologische Revue und Catholica, ferner Mitglied im Beirat des Johann-Adam-Möhler-Instituts in Paderborn und in der Kommission für Zeitgeschichte in Bonn sowie Berater der Ökumene-Kommission der Deutschen Bischofskonferenz.

                                     

2. Schriften Auswahl

  • Luthers Thesenanschlag, Tatsache oder Legende? Steiner, Wiesbaden 1962
  • Luther zwischen Reform und Reformation. Der Thesenanschlag fand nicht statt. Münster 1966, 1968 3. Auflage
  • Gnade und Eucharistie in der philosophischen Theologie des Wilhelm von Ockham: Ihre Bedeutung für die Ursachen der Reformation. Steiner, Wiesbaden 1956 Habilitation, online: unifr.ch abgerufen am 12. Februar 2013
  • Geschichte und Theologie der Reformation. Paderborn 1980, 4. Aufl. 1998
  • Lebensrückblick. In: Römische Quartalschrift für christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte 82 1987, S. 15–43, unifr.ch
  • Luther und die Reformation. Aschaffenburg 1974
  • Kirche – Ereignis und Geschichte. Aufsätze und Vorträge. Aschendorff, Münster 1985
  • Die Eucharistie in der Darstellung des Johannes Eck: Ein Beitrag zur vortridentinischen Kontroverstheologie über das Messopfer. Aschendorff, Münster 1950 Dissertation 1942, online: unifr.ch abgerufen am 12. Februar 2013
                                     
  • Erwin Iserloh und Hans Wolter, Die mittelalterliche Kirche Vom kirchlichen Hochmittelalter bis zum Vorabend der Reformation, 1968 Band IV: Erwin Iserloh
  • das Werk Die Reformation in Deutschland. Bekannte Lortz - Schüler sind Erwin Iserloh Peter Manns, Karl Pellens, Alex Schröer. Als Autor: Geschichte der
  • Erwin Iserloh und Hans Wolter: Vom kirchlichen Hochmittelalter bis zum Vorabend der Reformation. Darmstadt 2017, ISBN 978 - 3 - 534 - 26890 - 0. mit Erwin Iserloh
  • hrsg. von Erwin Iserloh Abt. II, Bd. 1, Briefwechsel und Öffentliche Erklärungen: Briefe 1825 - 1850, Mainz 1984 gemeinsam mit Erwin Iserloh unter Mitwirkung
  • Theologische Revue angekündigt. Joseph Greving Albert Ehrhard Joseph Lortz Erwin Iserloh Peter Walter Bd. 1. Johannes Eck: Defensio contra amarulentas d. Andreae
  • Erwin Huber 1946 deutscher Politiker Erwin Iserloh 1915 1996 deutscher Kirchenhistoriker und Ökumeniker der römisch - katholischen Kirche Erwin
  • Hauck Heinrich Hermelink Georg Hilpisch Stephanus Hilpisch Karl Holl Erwin Iserloh Hubert Jedin Friedhelm Jürgensmeier Karl Kupisch Joseph Lortz Peter
  • Mainz 1972, OCLC 468373363. mit Hans - Georg Beck, Karl August Fink, Erwin Iserloh und Josef Glazik: Vom kirchlichen Hochmittelalter bis zum Vorabend der
  • habitam. Antwerpen 1544 Opera omnia. Löwen 1550 Peter Fabisch, Erwin Iserloh Latomus, Jacobus. In: Theologische Realenzyklopädie TRE Band 20
  • 1963 1971 Joseph Prinz 1971 1979 Alfred Hartlieb von Wallthor 1979 1989 Erwin Iserloh 1989 2000 Hans - Joachim Behr 2000 2008 Franz - Josef Jakobi seit 2008 Mechthild
  • Köln 1584 Catechismus Köln 1586 Evidiotheca, Brillenkästlein 1593 Erwin Iserloh Brillmacher, Peter Michael. In: Neue Deutsche Biographie NDB Band 2


                                     
  • September 1979 Als Berater fungierten Alfons Auer, Adolf Exeler, Erwin Iserloh und Emil Lengeling ein ökumenisches Gutachten erstellte Wolfhart Pannenberg
  • Westfälische Wilhelms - Universität Münster. Mit der von Ratzinger und Erwin Iserloh betreuten Arbeit Einig in der Rechtfertigungslehre? wurde er dort 1970
  • Berlin. Erwin Iserloh Hrsg. Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler. Sämtliche Werke und Briefe. 11 Bände. Mainz 1977 2001. Erwin Iserloh Christoph
  • Hägler: Die Christen und die Judenfrage Palm und Enke, Erlangen 1992. Erwin Iserloh Johannes Eck 1486 1543 Scholastiker, Humanist, Kontroverstheologe
  • Jg. 98 1982 S. 204. Harald Wagner: Joseph Bautz, Hermann Eising, Erwin Iserloh Fast vergessene Theologieprofessoren aus dem Bistum Münster. In: Dorothea
  • 1535 Ernst Walter Zeeden: Berthold von Chiemsee 1465 - 1543 In: Erwin Iserloh Hrsg. Katholische Theologen der Reformationszeit. KLK : Vereinsschriften
  • Angestellte am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte bei Erwin Iserloh während dieser Zeit Mitwirkung an Lehrveranstaltungen und wissenschaftlichen
  • Unionsverhandlungen des Augsburger Reichstages. Aschendorff, Münster 1974. Erwin Iserloh Hrsg. Confessio Augustana und Confutatio. Der Augsburger Reichstag
  • Auflage, 1899 1903. Harald Wagner: Joseph Bautz Hermann Eising Erwin Iserloh Fast vergessene Theologieprofessoren aus dem Bistum. In: Dorothea Sattler
  • Greifswald Franz Steiner Verlag, 2002, ISBN 3 - 515 - 08085 - 6, S. 104 Erwin Iserloh Busch, Johannes. In: Neue Deutsche Biographie NDB Band 3, Duncker
  • Sp. 1454.  Artikel Artikelanfang im Internet - Archive am 2007 - 06 - 13 Erwin Iserloh Eck, Johann von. In: Neue Deutsche Biographie NDB Band 4, Duncker
  •   Artikel Artikelanfang im Internet - Archive Peter Fabisch: Johannes Dietenberger. In: Erwin Iserloh Hrsg. Katholische Theologen der Reformationszeit. Band 1. 2. Auflage
                                     
  • Karl - Josef Freiherr von Ketteler: Späne vom Kesselhaken. Störmede 2003. Erwin Iserloh Ketteler, Wilhelm Emmanuel Freiherr von. In: Neue Deutsche Biographie
  • des Thesenanschlags wird seit 1961 vom katholischen Kirchenhistoriker Erwin Iserloh in Frage gestellt. Sein protestantischer Fachkollege Heinrich Bornkamm
  • Jahrgang 57 1961 1970: Hermann Eising ab Jahrgang 67 1971 1988: Erwin Iserloh und Vinzenz Pfnür ab Jahrgang 85 1989 1995: Vinzenz Pfnür ab Jahrgang
  • Gemeinsamen Leben. Tübingen 1999, S. 10ff., S. 18ff. Teildigitalisat Erwin Iserloh Heinrich von Ahaus. In: Neue Deutsche Biographie NDB Band 8, Duncker
  • Löwenstein, vom 28. September 2014, an den Verfasser dieser Bearbeitung Erwin Iserloh Wilhelm Emmanuel Freiherr von Ketteler, Sämtliche Werke und Briefe
  • Schwerpunkt. Mit seiner Biographie über den katholischen Lutherforscher Erwin Iserloh 1915 1996 setzte Wolff einen viel beachteten ökumenischen Akzent für
  • ordentlicher Professor für Ökumenische Theologie als Nachfolger von Erwin Iserloh Zugleich wurde er zum Direktor des Katholischen Ökumenischen Instituts

Wörterbuch

Übersetzung
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